SCHULPROJEKT
Integration
durch Naturschutz
Schulprojekt für jungen Migranten vermittelt
Naturschutz und Landschaftspflege
Schnittgut zugleich Rückzugsräume für
Igel, Vögel und überwinternde Amphibien. Dabei bleibt es nicht bei einzelnen
Einsätzen: Zum Projekt gehören ebenso
die Vorbereitung und Pflege der Werkzeuge im Unterricht wie die Organisation
der Verpflegung durch andere Berufsintegrationsklassen, berichtet Lehrerin
Claudia Geißler-Kraft, die das Projekt
initiiert hat.
Neben dem Hutewald wurden weitere
Einsätze bereits auf Schafshutungen und
anderen Flächen geplant, die nur durch
anstrengende Handarbeit offengehalten
werden können. Die traditionellen Schafweiden der Frankenhöhe mit einzelnen
Wacholderbüschen und offenen Trieb-
wegen sind als landschaftsprägende
Kulturgüter bedroht, weil die Zahl der
Schäfer sinkt und fehlende Pflege zu
Verbuschung führt. Indem die Klassen
Triebwege freischneiden und junge
Gehölze entfernen, erleichtern sie den
Schäfern die Wanderschäferei und tragen dazu bei, die Kulturlandschaft und
auch das Kulturgut zu erhalten.
Für die Schülerinnen und Schüler der
Berufsintegrationsklassen bedeutet die
Teilnahme weit mehr als nur körperliche Arbeit im Freien. Im Projekt lernen
sie Werkzeuge und deren Instandhaltung kennen, erleben Teamarbeit und
begegnen Lehrkräften, Rangern und
Kommunalvertretern auf Augenhöhe.
Sprachbarrieren treten angesichts der
gemeinsamen Aufgabe in den Hintergrund: Viele Abläufe lassen sich zeigen
statt erklären, Erfolg wird unmittelbar
sichtbar, wenn eine Fläche nach getaner
Arbeit wieder licht und begehbar ist.
Die Organisatoren betonen, wie gewinnbringend dieses Zusammenspiel von
Schule, Naturpark und Gemeinde ist.
Der Naturpark erreicht junge Menschen
mit ganz unterschiedlichen Biografien,
die Schule verankert Naturschutz und
Kulturlandschaftspflege praxisnah im
Unterricht, und die jeweilige Gemeinde
profitiert von gepflegten Flächen, die das
Landschaftsbild prägen und ökologisch
bedeutsam sind. Gleichzeitig wächst bei
den Teilnehmenden das Verständnis für
historische Nutzungsformen und die
Verantwortung, diese Landschaft auch
für kommende Generationen zu bewahren. Schon jetzt wird an weiteren Ideen
gearbeitet, wie sich diese Zusammenarbeit fortsetzen und vertiefen lässt.
(Alle Fotos: Ulrich Krauß)
LANDKREISMAGAZIN FRÜHJAHR/SOMMER 2026
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