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Samstag, 17. Oktober 2026
DIE SEITE 3
Kurz notiert
Über die Zukunft
der Lokalpolitik
Bochums Oberbürgermeister Jörg
Lukat ist am kommenden Dienstag, 20. Oktober, Gast der Evangelischen Stadtakademie am Westring 26 c. Ab 18.30 Uhr spricht er
über das Thema Zusammenhalt
gestalten: Kommunalpolitik zwischen Komplexität, Verantwortung und Zukunft. Im Fokus
steht die Frage, wie demokratische Prozesse ausgestaltet, soziale Sicherheit gestärkt und gesellschaftlicher Zusammenhalt gefördert werden können. Nach dem
Vortrag besteht die Möglichkeit
für Rückfragen und Diskussion
über Lukats Thesen. Der Eintritt
ist frei.
Pläne für neue Gesamtschule
Luca wartet auf den Bus, mit dem er zu seiner weiterführenden Schule in Bochum fährt.
Jürgen Theobald / FUNKE Foto Services
Luca muss morgens früher los
Kein Platz an der Wunschschule Statt zehn Minuten zu Fuß ist er lange mit dem Bus unterwegs
Es ist kurz nach 7 Uhr, Donnerstagmorgen. Draußen ist es dunkel
und herbstlich regnerisch. Luca
(Name geändert) zieht sich die Kapuze über den Kopf und stellt sich
unter das Dach der Bushaltestelle.
Der Zehnjährige ist auf dem Weg
zur Schule. Eine Stunde früher als
eigentlich notwendig.
Luca mag seine Schule,
aber: Der Weg ist doof.
Ursprünglich hat seine Familie ihn
am Graf-Engelbert-Gymnasium
angemeldet. Das wären zehn Minuten Schulweg mit dem Rad.
Doch die Schule lehnte Luca ab,
weil es dort zu wenig Plätze gab.
Der Zehnjährige bekam schließlich
einen Platz an der Hildegardisschule in der zweiten Anmelderunde. Die Schule ist super, sagt
Lucas Mutter. Aber der Weg ist
doof, ergänzt ihr Sohn.
Mit der Linie 339 fährt das Kind
nun jeden Morgen zur Schule, der
Unterricht startet um 7.50 Uhr.
Wir sind wirklich froh, dass es
den Bus gibt, sagt die Mutter, die
zum Schutz ihrer Familie anonym
bleiben möchte. Denn ansonsten
bliebe nur die Fahrt mit der Bahn
inklusive Umstieg am Hauptbahnhof.
Mittlerweile ist es 7.10 Uhr. Luca
und seine Mutter blicken in die
Richtung, in der jeden Moment der
Bus kommen soll. Bisher ist er
immer gekommen, sagt die 40-
Jährige. Wenn auch nicht immer
pünktlich.
Wie auch an diesem Donnerstag. Nach etwa sieben Minuten
Wartezeit kann Luca in den Bus
steigen, in dem schon einige andere Kinder sitzen. Am Lohring
steigen an der Berufsschule gleich
einige wieder aus, sagt seine Mutter. Sie arbeitet in der Bochumer
Innenstadt und begleitet das Kind
meist auf dem Weg in die Schule.
Noch immer ärgert sich die Familie darüber, dass sie keinen
Schulplatz in der direkten Nähe
bekommen hat. Zum Graf-Engelbert-Gymnasium würde Luca zehn
Minuten mit dem Fahrrad brauchen. Zudem startet die Schule
dort jeweils etwa eine halbe Stunde später als an der Hildegardisschule.
Die fehlende Stunde morgens
macht sich bemerkbar, sagt die
Mutter. Und auch insgesamt sei
die Situation herausfordernd.
Denn Lucas kleine Schwester besucht die Grundschule, muss gegen 7.30 Uhr aus dem Haus.
Wenn mein Mann auf Dienstreise und nicht zuhause ist, wird das
schon schwierig.
So wie Luca geht es einigen Kindern in Bochum. Allein am GrafEngelbert-Gymnasium sind 32
Kinder abgelehnt worden, fünf
waren es am Neuen Gymnasium.
Auch mehrere Gesamt- und Realschulen hatten deutlich mehr Anmeldungen als Plätze. Insgesamt
haben 90 Prozent der Schülerinnen und Schüler einen Platz an ihrer Wunschschule bekommen, 248
Kinder erhielten hingegen eine
Absage.
Luca und seine Mutter erzählen
aber auch von anderen Kindern,
die morgens aus Stiepel zur Hildegardisschule fahren und noch früher aufstehen müssen. Die werden zum Schauspielhaus gebracht
und fahren dann mit der 308 weiter. Wieder andere Familien, die
im Bereich Bochum-Mitte wohnen, hätten einen Platz in Wattenscheid oder Gerthe bekommen.
Wie viele Kinder haben in Lucas
Klasse einen weiten Schulweg?
So zehn, schätzt der Schüler. Mit
ihm gemeinsam im Bus sitzt morgens jedoch keines der Kinder.
Der Bus schlängelt sich mittlerweile durch die Bochumer Innenstadt, über die Bongardstraße,
vorbei am Rathaus in Richtung
Planetarium. Dort steigt Luca aus.
Mittlerweile ist es kurz nach halb
8. Eine Viertelstunde später beginnt der Unterricht.
Luca könnte auch mit der Bahn
fahren, müsste dann ein bisschen
später los und hätte weniger Wartezeit. Doch die sei morgens immer voll und er müsse am Hauptbahnhof umsteigen. Da sind wir
schon froh und dankbar über den
Bus, so seine Mutter.
Hinzu kommt: Der Schulweg des
Kindes ist zwar weiter als zum
Neuen Gymnasium oder zur Graf-
Engelbert-Schule. Jedoch nicht
weit genug, als dass die Stadt die
Kosten für das Ticket auch übernehmen würde. Wir zahlen dafür
43 Euro im Monat, sagt die 40Jährige.
Ab Frühjahr vielleicht
mit dem Fahrrad zur Schule
Ein Schulwechsel kommt für Luca
jedoch nicht infrage. Denn an seiner neuen Schule ist er gut angekommen. Ich fühle mich dort
wohl, sagt er. Und im Frühjahr
überlegen er und seine Mutter
dann auch, den etwa drei Kilometer weiten Weg zur Schule mit
dem Fahrrad zu fahren.
Immer wieder gab es an den
drei Innenstadt-Gymnasien
(Neues Gymnasium, GrafEngelbert-Gymnasium und
Schiller-Schule) zahlreiche
Ablehnungen. Das hatte zu
Verdruss bei vielen Eltern
gefühlt.
Im kommenden Schuljahr
könnte die Situation jedoch
entschärft werden. Nahe
dem Bermudadreieck soll
das elfte Gymnasium der
Stadt eröffnet werden, mit
Platz für vier Klassen, die
vorerst in Containern unterrichtet werden.
Ausstellung des Anne-Frank-Zentrums ab 20. November zu sehen
20. November, bis Donnerstag, 10.
Dezember, in der St. Anna-Kirche
an der Cramerstraße 10 zu sehen
und kann von Schulklassen an
Werktagen zwischen 9 und 11, von
11 bis 13 und 13 bis 15 Uhr besucht
werden. Schulklassen werden von
jugendlichen durch die Ausstellung begleitet. 30 junge Ehrenamtliche im Alter ab 15 Jahren werden
in Kooperation mit dem AnneFrank-Zentrum am 18. und 19. November ausgebildet, damit sie gut
für die Führungen mit Schulklassen und Jugendgruppen vorbereitet sind.
Schulklassen können per E-Mail
(info@jugendring-bochum.de)
angemeldet werden. Für die Anmeldung werden folgende Daten
benötigt: Schule, Klasse, Anzahl
der Schüler, Wunschtermin und
begleitende Lehrer mit einer Handynummer. Die Anmeldungen
werden von der Geschäftsstelle
des Jugendrings verbindlich bestätigt.
Für Jugendgruppen und für Interessierte ist die Ausstellung an
Werktagen von 15 bis 18.30 Uhr
und am Samstag, 21. November,
am Samstag, 28. November und
am Sonntag, 29. November jeweils
zwischen 13 und 16 Uhr geöffnet.
Wie es unter Tage war
Triff den Bergmann heißt es am
20. Oktober wieder im Deutschen
Bergbaumuseum. Zwischen 11 und
Schwimmkurse in
den Herbstferien
In den Herbstferien bieten die
Wasserwelten im Hallenbad Linden Kompaktintensivkurse an.
Vom 19. bis 30. Oktober können
Kinder im Alter von 5 1/2 bis 8
Jahren in kleinen Gruppen
Schwimmtechnik, Ausdauer und
Sicherheit im Wasser verbessern.
Ziel ist das Seepferdchen. Die Kurse umfassen 8 oder 10 Einheiten à
45 Minuten und werden sowohl
vormittags als auch nachmittags
angeboten. Die Kosten betragen
104 bzw. 130 € inklusive Badeintritt. Weitere Infos und Anmeldung auf www.wasserwelten-bochum.de.
Spielgruppe hat freie Plätze
Das Awo-Familienzentrum Kita
Moltkestraße 68 hat noch freie
Plätze. Eltern mit Kindern ab
zwölf Monaten sind ab Montag, 2.
November, an sechs Terminen
montags von 9 bis 11.15 Uhr zum
Spielen, Singenund Malen eingeladen. Das Entgelt beträgt 24 €.
Anmeldungen auf familienbildungsstaette.bochum.de oder unter Tel. 0234/910 51 10 bzw- 51 18.
WÜRFEL DIR DEINEN
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AM 27. OKTOBER!
Elftes Gymnasium
Ein Mädchen schreibt Geschichte
Das Kommunale Integrationszentrum und der Kinder- und Jugendring laden zum Besuch der Ausstellung Deine Anne Ein Mädchen schreibt Geschichte ein. Anne Franks Tagebuch gehört zu den
bekanntesten Zeugnissen der nationalsozialistischen Verfolgung.
Die Ausstellung des AnneFrank-Zentrums stellt Anne als
Jugendliche mit ihren Hoffnungen, Gedanken und ihrem Alltag
vor und verbindet ihre Geschichte
mit Fragen nach Verantwortung,
Menschenrechten und dem Wert
demokratischer Gesellschaften.
Die Ausstellung ist von Freitag,
In Wattenscheid wird der Bebauungsplan Gesamtschule Berliner
Straße aufgestellt. Ziel ist die Errichtung einer Gesamtschule einschließlich Erschließungsanlagen
und Stellplätzen auf derzeit als
Sportplatz sowie als Tankstelle
genutzten Flächen. Die Bezirksmusikschule Wattenscheid soll integriert werden. Die Planungsunterlagen sind bis zum 13. November auf bochum-mitgestalten.de
sowie im Technischen Rathaus an
der Hans-Böckler-Straße 19, Zimmer Nr. 1.0.210 einzusehen,
15 Uhr treffen Besucher an verschiedenen Stationen im Anschauungsbergwerk auf ehemalige Bergleute, die spannende Geschichten von unter Tage erzählen. Fragen stellen ist ausdrücklich erwünscht! Neben dem Museumseintritt fallen keine weiteren
Kosten an, Anmeldungen sind
nicht erforderlich.
Anne Franks Tagebuch gehört zu den
bekanntesten Zeugnissen der nationalsozialistischen Verfolgung.
Anne-Frank-Zentrum / Berlin
In dieser Zeit kann die Ausstellung ohne vorherige Anmeldung
besucht werden.
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