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Woche im Blick
31. Juli 2026
Ganz in Lila
Wer im August durch Gollhofen fährt,
findet dort Außergewöhnliches
M
an muss nicht extra nach Frankreich fahren, um
blühende Artischocken zu
bewundern. Diese findet
man auch in Gollhofen. Da
die Artischocken nicht zum
Verzehr sind, gibt es im
Nachbarfeld auch noch süße Miniwassermelonen.
Schönheit ist von jeher eine Macht, die einen nicht so
einfach loslässt. Wunderschön sieht eine violettblühende Artischocke aus und
noch schöner ein ganzes
Feld. Um das zu sehen, reichen nur wenige Autominuten Richtung Uffenheim, um
genau zu sein nach Gollhofen. Hier pflanzen Ute und
Stefan Daubinger Deko-Artischocken an.
Und wie kommt man auf
so eine Idee? Ein Freund
aus Weißenburg hat das auf
seinem Feld ausprobiert,
erinnert sich Stefan Daubinger und die Neugier ließ ihn
vor gut zehn Jahren nicht
mehr los.
Mit 80 Setzlingen
gestartet
So suchte er sich ein geeignetes Eckchen Erde und
pflanzte erst einmal 80
Testartischocken an. Die
Artischocke verträgt Fröste
gut, allerdings fehlt uns hier
immer etwas das Wasser.
Die Artischockengröße hängt
vom Regen ab. Unerwünscht
ist allerdings Regen während der Erntezeit im August, dann droht Schimmel,
weiß Daubinger mittlerweile
aus Erfahrung. Er ist gelernter Agraringenieur und für
den Vertrieb von landwirtschaftlichen Futtermitteln
zuständig.
Die Artischockensetzlinge, gezogen von einer ortsansässigen Gärtnerei, werden
im April eingepflanzt, alles
in Handarbeit. Die Deko-Artischocken wurden von Anfang an gut angenommen,
sodass momentan ungefähr
1000 Pflanzen gesetzt werden. Einige Kunden verwenden sie sogar noch als
Weihnachtsdeko,
getrocknet, und verzieren sie mit
Goldspray, berichtet Ute
Daubinger.
Und damit nicht genug, begann Stefan Daubinger auch
noch, kernlose Miniwassermelonen anzubauen. Süß
und handlich. Um es gleich
vorwegzunehmen: Die Sache
mit dem Klopfen, ob die
Wassermelone reif ist, da
hält Stefan Daubinger nichts
von. Wenn man klopft, klingen alle Wassermelonen
dumpf. Mittlerweile hat
Daubinger aber schon ein
gutes Gespür entwickelt, der
Grünton und auch die gelbe
Stelle an der Melone liefern
ihm Hinweise. Aber das allein genügt nicht, regelmäßig wird auf dem Feld getestet.
Problem mit
Krähen
Dort angekommen, wird
zuerst ein Blick auf die Artischocken geworfen, die
brauchen noch. Dann wird
nach einer passenden Melone gesucht. Es fehlt noch etwas Restsüße, da müssen
noch ein paar heiße Tage
Artischockenblüte in voller Pracht. Foto: Stefan Daubinger her. Ist das Jahr besonders
Neben den Artischocken werden auch kleine, kernarme Wassermelonen von Ute und Stefan
Daubinger angebaut.
Foto: Astrid Pirner
trocken, gibt es leider immer
wieder Ärger mit den Krähen, die in Schwärmen einfallen. Sie haken die Bewässerungsschläuche auf und
kosten natürlich auch gern
von der Melone, die man angepickt nicht mehr verkaufen kann.
Deshalb werden die Melonen mit Netzen abgedeckt.
Diese müssen aber alle paar
Tage angehoben werden, damit sich der Grünwuchs der
Melonen nicht zu sehr in den
Netzen verschlingt. Bis alles
deko- und bissfest ist, ist viel
Handarbeit nötig. Gut 6000
Quadratmeter Anbaufläche
sind es derzeit, 2000 Quadratmeter davon sind für die
Artischocken.
Da besonders an sonnigen
Wochenenden gern die Besucher vorbeischauen, wurde
ein Dorfladen in der Hauptstraße 24, der von 7 bis
19 Uhr geöffnet ist, eingerichtet. Weitere Informationen hierzu finden Interessierte im Internet unter
www.deko-artischocken.de
Regelmäßig werden die Minimelonen auf ihren süßen
Astrid Pirner Geschmack kontrolliert.
Foto: Astrid Pirner
Vortrag zu 150 Jahre
Aischtalbahn
Im August 1876 fuhr der erste Zug
zwischen Neustadt Bad Windsheim
D
Neustadt a.d.Aisch Stadtgeschichte in Luftbildern,
die gerade im Landesluftbildzentrum in Neustadt zu
sehen ist.
Im August 1876 fuhr auf
der Bahnstrecke NeustadtBad Windsheim zum ersten
Mal ein Zug. Aus diesem Anlass nimmt Rolf Syrigos, ehrenamtlicher Mitarbeiter im
Der Vortrag gehört zum Stadtarchiv Neustadt, die
Rahmenprogramm der ak- Teilnehmenden in seinem
tuellen Sonderausstellung Vortrag mit auf eine beson-
ieses Jahr würde
die Aischtalbahn ihr
150-jähriges Jubiläum feiern. In einem Vortrag
am Donnerstag, 6. August,
wird Rolf Syrigos um
18.30 Uhr im Bayerischen
Landesluftbildarchiv
die
Geschichte der Aischtalbahn beleuchten.
dere Zugfahrt entlang der
ehemaligen Bahnstrecke von
Bad Windsheim über Neustadt/Aisch bis zur Endstation in Demantsfürth. Anhand von historischen Luftbildern und alten Karten
wird der Streckenverlauf
der am 6. August 1876 eröffneten Bahnstecke nachgezeichnet. Im Vergleich mit
aktuellen Luftbildern werden die einstigen Bahnhofsstandorte und ihre VerändeDer Bahnhof Neustadt/Aisch im Jahr 1957.
rungen nach der Einstellung
des Bahnbetriebs für den
Personenverkehr im Jahr
1976 sichtbar und ein Stück
unserer Regionalgeschichte
wieder lebendig. Vor Beginn
des Vortrags haben die Besucherinnen und Besucher
die Gelegenheit, die Sonderausstellung zu besichtigen.
Die Luftbilder aus den Beständen des Stadtarchivs
und des Bayerischen Landesluftbildzentrums dokumentieren eindrucksvoll die
baulichen Veränderungen
der Stadt. Dazu werden Aufnahmen aus verschiedenen
Jahrzehnten
miteinander
Der Bahnhof Neustadt/Aisch: Bahnlinie nach Demantsfürth im Jahr 1956.
Foto: Stadtarchiv Neustadt a.d.Aisch verglichen.
Foto: Stadtarchiv Neustadt a.d.Aisch
Weitere
Vorträge
In der Vortragsreihe werden außerdem die Themen
Vom Königshof zur Stadtanlage des Spätmittelalters
und der Frühen Neuzeit
und Das räumliche Sehen...ohne Raum Stereoskopie die Geschichte des 3D
Sehens von der Antike bis in
die Moderne näher beleuchtet. Die Sonderausstellung
Neustadt a.d.Aisch Stadtgeschichte in Luftbildern,
ist noch bis zum 13. September 2026 zu sehen.
(nig)
Öffnungszeit:
Dienstag bis Freitag
von 10 bis 17 Uhr
Jeden Mittwoch um
15 Uhr Führungen in
der Sonderausstellung
Ohne Anmeldung!
Eintritt frei!
Kontaktdaten:
Bayerisches
Landesluftbildzentrum
Bamberger Straße 48,
91413 Neustadt a.d.Aisch
Telefon: 09161/8280299
E-Mail:
info@bayllz.bayern.de
www.bayerischeslandesluftbildzentrum.de
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