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Samstag, 23. Mai 2026
SERVICE
Mentale Belastung bei
jungen Erwachsenen
Frühe Unterstützung entscheidend für Teilhabe und Arbeitsmarkt
Mit diesem Motiv hat Michael Werner den Fotowettbewerb zum Thema "Im Wald" gewonnen.
Michael Werner / WVW Anzeigenblätter
Foto der Woche Im Wald
Michael Werner hat mit diesem
Bild unseren Wettbewerb Foto
der Woche zum Thema Im Wald
gewonnen. Die Jury sagt: Das Bild
strahlt Ruhe aus. Der Fotograf ist
im Unterholz unterwegs und hält
seine Entdeckung, die einsame
Hütte, mit der Kamera fest. Ein
bisschen mystisch wirkt es auch stellt sich dem Betrachter doch die
Frage, wer wohl so abgeschieden
lebt. In dieser Woche suchen wir
Fotos zum Thema Vögel. Schicken Sie uns Ihr Bild zum Thema
per Mail zu: foto-wochenblaetter@funkemedien.de. Achtung: Es
dürfen nur eigene Fotos oder solche, an denen Sie die Nutzungsrechte haben, eingesandt werden.
Wer Fotos schickt, erklärt sich damit einverstanden, dass sie unter
Nennung des Fotocredits in unse-
ren Zeitungen, auf unseren SocialMedia-Accounts und der Newswall
am Limbecker Platz in Essen veröffentlicht werden.
Datenschutzhinweis: Wir informieren Sie
gerne über die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten auf unserer Internetseite www.funkemedien.de/de/Datenschutzinformation oder unter der kostenfreien Rufnummer 0800/8043333.
Psychische Belastungen treten in
Deutschland zunehmend früh im
Lebensverlauf auf. Das zeigt ein
aktueller Bericht der Zurich Insurance Group. Besonders betroffen sind Jugendliche und junge Erwachsene: Bereits im Jahr 2026
lebt fast jede dritte Person im Alter
von 15 bis 19 Jahren mit einer psychischen Erkrankung. Keine andere Altersgruppe weist eine vergleichbar hohe Betroffenheit auf.
Insgesamt leben in Deutschland
rund 13 Millionen Menschen, etwa
15 Prozent der Bevölkerung, mit einer psychischen Erkrankung. Die
Gesamtprävalenz bleibt im internationalen Vergleich relativ stabil,
doch die Analyse zeigt eine deutliche Verschiebung des Unterstützungsbedarfs hin zu jüngeren Generationen.
Offenere Einstellungen, sinkendes Stigma und eine stärkere Einbindung von Schulen, Jugendhilfe
und hausärztlicher Versorgung
führen dazu, dass psychische Belastungen heute früher erkannt
werden. Gleichzeitig geraten bestehende Versorgungsstrukturen
angesichts steigender Nachfrage
zunehmend unter Druck insbesondere im ambulanten Bereich.
Für junge Menschen ist das besonders relevant: Psychische Erkrankungen treten häufig in einer
Lebensphase auf, in der Bildungswege, Ausbildungsentscheidungen
und der Einstieg ins Berufsleben
geprägt werden. Verzögerter Zugang zu Unterstützung erhöht das
Heike Hommel
Zurich Gruppe Deutschland
Risiko, dass sich kurzfristige Belastungen verfestigen und langfristige Auswirkungen auf Teilhabe
und Erwerbsbiografien haben.
Mentale Gesundheit entscheidet
früh darüber, ob junge Menschen
ihre Bildungs und Berufswege stabil entwickeln können, sagt Heike Hommel, Chief Underwriting
Officer Individual Life bei der Zurich Gruppe Deutschland. Wenn
Belastungen in dieser Lebensphase nicht rechtzeitig aufgefangen
werden, kann das den Übergang in
Ausbildung, Studium oder Beruf
dauerhaft erschweren.
Der Report macht deutlich: Für
eine durchschnittliche Person in
Deutschland, die mit einer psychischen Erkrankung lebt, werden bis
2030 rund 67 Tage gesunden Le-
bens pro Jahr erwartet, die durch
Krankheit verloren gehen der
höchste Wert unter den untersuchten Ländern. Früh beginnende
psychische Erkrankungen erhöhen
damit das Risiko, dass Beeinträchtigungen über viele Jahre wirken
und sich kumulativ verstärken.
Gleichzeitig zeigen sich bei älteren Erwachsenen niedrigere offiziell erfasste Prävalenzraten nicht
zwingend wegen geringerer Belastung, sondern auch aufgrund höherer Schwellen, Symptome offenzulegen oder Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Die besonders
hohe Sichtbarkeit junger Menschen unterstreicht damit nicht
nur steigenden Bedarf, sondern
auch die Bedeutung früher Zugänge.
Der Bericht betont im Weiteren:
Frühe Unterstützung, niedrigschwellige Angebote und kontinuierliche Begleitung sind entscheidend, um zu verhindern, dass psychische Belastungen in jungen Jahren zu langfristiger Abkopplung
von Bildung, Arbeit und sozialer
Teilhabe führen. Frühzeitige Unterstützung ist eine Investition in
die Zukunft: für junge Menschen
selbst, aber auch für Gesellschaft
und Arbeitsmarkt, so Hommel.
Als Versicherer begleiten wir
Menschen im Leistungsfall unter
anderem mit individuellem Case
Management und Gesundheitsangeboten mit dem Ziel, Übergänge zu erleichtern und Stabilität in
neuen Lebensphasen zu fördern.
Eine Milliarde für den Sport
Sanierungsstau auf den Sportanlagen auflösen
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Rekordunterstützung für den Breitensport: Mit seinem in drei zentrale Bereiche gegliederten Investitionsprogramm stellt das Land
NRW bis 2036 insgesamt 600 Millionen Euro für die Sportinfrastruktur bereit, aufgeteilt in je 200
Millionen Euro für Sportvereine,
Schwimmbäder sowie kommunale
Sportstätten.
Das dazu nötige Antragsverfahren für interessierte Vereine soll
am 1. Juni über das Förderportal
des Landessportbundes (LSB)
NRW starten mit dem Fokus auf
Modernisierung, Sanierung und
Neubau von vereinseigenen Sportstätten. Die Landesregierung hat
ihr Versprechen gehalten. Zeitgleich mit der Bewerbung um
Olympische und Paralympische
Spiele in KölnRheinRuhr wird die
Förderung des Breitensports ausgebaut. Dieses neue Förderprogramm wird dazu beitragen, den
hohen Sanierungsstau bei vereinseigenen und kommunalen Sportanlagen zu reduzieren. Wichtig ist,
dass diese Landesmittel nun durch
weitere Fördermittel der Kommunen ergänzt werden, kommentiert
LSB-Präsident Stefan Klett das
NRW-Infrastrukturgesetz 2025 bis
2036 im Rahmen des NordrheinWestfalen-Plans.
Auch NRW-Staatssekretärin für
Sport und Ehrenamt, Andrea Milz,
erklärt: Im Sportland Nummer 1
sind wir uns der Bedeutung von
modernen und attraktiven Sportstätten bewusst, damit sich Menschen jeden Alters bewegen und
engagieren können.
Zur Erläuterung: Weil sich der
Die Sportanlage Am Förkelsgraben in Duisburg am Donnerstag, 23. November
2023. Die Anlage wird saniert, dabei entstehen der Stadt fünf Millionen Euro
Mehrkosten.
Stefan Arend / FUNKE Foto Services
Sport als unverzichtbarer Baustein
des gesellschaftlichen Zusammenhalts sowie der Förderung von Gesundheit, Integration und Gemeinschaft in NRW positioniert hat,
legt Nordrhein-Westfalen das größte Investitionsprogramm in der
Geschichte des Landes auf und
stellt - zusätzlich zur Sportmilliarde des Bundes - rund eine Milliarde Euro für den Sport in NRW zur
Verfügung, um die Sportinfrastruktur landesweit zu stärken.
Diese als NRW-Sportmilliarde
titulierte Fördersumme setzt sich
darüber hinaus wie folgt zusam-
men: Zum einen ist in den kommenden fünf Jahren mit Mitteln
aus den Gemeindefinanzierungsgesetzen von rund 375 Millionen
Euro zu rechnen, welche die Kommunen über die Sportpauschale erhalten. Außerdem kommen die bereits laufenden Investitionen in
herausragende NRW-Sportstätten
mit jährlich fast 20 Millionen Euro
hinzu. Diese Entscheidung, zusätzlich zu den Landesmitteln auch einen erheblichen Anteil aus dem
Sondervermögen des Bundes für
den Sport einzusetzen, ist bundesweit einmalig.
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