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Samstag, 25. Juli 2026
SERVICE
Freie Bahn im eigenen Zuhause
So bleibt das Wohnen im Alter komfortabel und sicher
Viele Menschen möchten ihren Ruhestand möglichst in den eigenen
vier Wänden erleben. Damit das gelingt, sollte das Zuhause frühzeitig
auf Stolperfallen und Hindernisse
geprüft werden. Besonders wichtig
sind dabei die Übergänge an Haus-,
Terrassen- und Balkontüren. Denn
schon kleine Schwellen können im
Alltag zum Hindernis werden. Worauf Eigentümer achten sollten, erklärt der Verband Fenster + Fassade (VFF).
Gesundheit schätzt man erst,
wenn man sie verloren hat, sagt
das Sprichwort. Und so geht es auch
mit dem eigenen Zuhause. Solange
man jung und fit ist, werden kleine
Hindernisse im Alltag kaum wahrgenommen. Doch wenn die Beweglichkeit nachlässt oder ein Rollator
beziehungsweise Rollstuhl benötigt
wird, kann die Türschwelle, häufig
nur zwei Zentimeter hoch, zur Herausforderung werden. Die Unebenheit zu überwinden, kostet Kraft
und wenn sich die Hartgummiräder
der Gehhilfe plötzlich verhaken,
kann es sogar zu Stürzen kommen.
Deshalb empfiehlt der VFF, Barrierefreiheit nicht erst dann mitzudenken, wenn sie dringend gebraucht wird. Wer baut, saniert
oder Fenster und Türen austauscht,
sollte Schwellen und Übergänge immer gleich mitprüfen lassen, so
Frank Lange, Geschäftsführer des
VFF. Das erhöht nicht nur die Sicherheit im Alter, sondern auch den
Wohnkomfort für alle Generationen.
Ein guter erster Schritt ist die
Beseitigung typischer Stolperfallen. Lose Teppiche, hochstehende
Teppichkanten oder frei verlegte
Kabel erhöhen das Sturzrisiko erheblich. Sie sollten entfernt, befestigt oder durch flache, rutschhem-
Höhe. Außerdem sinkt die Gefahr,
an der Schwelle hängen zu bleiben, erklärt Lange.
Sorgfältig planen
Besonders bei Terrassen- und Balkontüren ist eine fachgerechte Planung wichtig. Wird die Schwelle abgesenkt oder ganz entfernt, muss
gleichzeitig sichergestellt werden,
dass kein Regenwasser ins Haus gelangt. Je nach Gebäude und Wetterseite können unterschiedliche Maßnahmen sinnvoll sein. Dazu gehören zum Beispiel eine Entwässerungsrinne vor der Tür, ein ausreichendes Gefälle vom Haus weg, ein
Vordach, ein geschützter Einbauort,
geeignete Bodenbeläge im Außenbereich sowie ein fachgerechter Anschluss an die Bauwerksabdichtung. Auch die seitlichen Anschlüsse der Tür müssen dauerhaft dicht
ausgeführt werden.
Deshalb sollte die Planung
frühzeitig mit einem qualifizierten
Fachbetrieb erfolgen, rät Lange.
Der Fachbetrieb kann beurteilen,
welche Schwellenlösung technisch
sinnvoll ist, welche Abdichtungsmaßnahmen notwendig sind und
ob zusätzliche Schutzmaßnahmen
wie Rinne oder Vordach erforderlich werden.
Fördermittel nutzen
Ideal sind niveaugleiche Übergänge ohne Höhenunterschiede.
mende Alternativen ersetzt werden.
Besondere Aufmerksamkeit verdienen zudem Schwellen und Absätze. Lange erklärt: Um freie
Bahn zu schaffen, muss jeder
Übergang leicht überrollbar sein.
Das heißt, harte Kanten, Fugen
oder ungeeignete Schienen, die
beim Überfahren Vibrationen und
Schmerzen in den Gelenken verursachen oder die Räder der Gehhilfe blockieren, müssen konsequent
vermieden werden.
Leo Mertens / Alumat
Ideal sind niveaugleiche Übergänge ohne Höhenunterschiede. In
vielen Fällen kann ein Fachbetrieb
innerhalb weniger Stunden eine
niveaugleiche Lösung herstellen.
Ist eine Schwelle nicht zu vermeiden, sollte sie nicht höher als einen
Zentimeter sein und das Hindernis
möglichst abgerundet oder angeschrägt werden. Der Grund: Es
kostet viel weniger Kraft mit Rollator oder Rollstuhl über eine abgerundete Schwelle zu fahren als
über eine eckige Schwelle gleicher
Für barrierearme Umbauten können Förderprogramme in Frage
kommen. Wichtig ist: Fördermittel
müssen in der Regel beantragt
werden, bevor Aufträge verbindlich vergeben werden. Eigentümer
sollten sich deshalb frühzeitig informieren und die Förderfähigkeit
mit dem Fachbetrieb oder einer
Beratungsstelle klären.
Gut gewappnet in die Grippesaison starten
Bereits jetzt Termin für Schutzimpfung vormerken
Um sich vor einer Influenza-Infektion und schweren Krankheitsverläufen zu schützen, rät die AOK
NordWest dringend dazu, die Grippeschutzimpfung zu nutzen. Die
Grippeschutzimpfung ist besonders für ältere und chronisch kranke Menschen unerlässlich, sagt
Jörg Kock, Leiter Serviceregion
Ruhrgebiet bei AOK Nordwest.
Allerdings ist die Impfbereitschaft bei den Über-60-Jährigen
trotz der nicht unerheblichen Gesundheitsrisiken mit dem Influenza-Virus gering. Auch die Ständige
Impfkommission (STIKO) am RKI
empfiehlt die Impfung für Menschen ab 60 Jahren. Denn mit zunehmendem Alter lassen die Abwehrkräfte nach: Infektionskrankheiten wie die Grippe können dann
gefährliche Folgen nach sich ziehen. Dazu gehören Lungenentzündungen, Herzinfarkt und Schlaganfall. Eine Grippe kann zudem
Asthmaanfälle verursachen.
Die STIKO empfiehlt die Impfung darüber hinaus auch Personen mit erhöhtem Gesundheitsrisiko wie Schwangere und chronisch
Kranke aller Altersgruppen, außerdem für medizinisches und
pflegerisches Personal sowie Personengruppen mit umfangreichem
Publikumsverkehr.
Um für die nächste Grippesaison
gewappnet zu sein, sollte schon
jetzt der Herbst im Kalender vorgemerkt werden. Denn der beste
Zeitraum für eine Impfung sind
die Monate Oktober bis Mitte De-
Vor allem für ältere Menschen kann eine Influenza-Infektion gefährliche Folgen
haben. Deshalb raten Experten dringend dazu, sich für die nächste Grippesaison
zu wappnen und die Grippeschutzimpfung im kommenden Herbst zu nutzen.
AOK/Colourbox/hfr / AOK/Colourbox/hfr
zember.
Nach der Impfung dauert es etwa zehn bis 14 Tage, bis der Körper
den vollen Impfschutz aufgebaut
hat. Da sich Grippeviren ständig
verändern, wird der Impfstoff
jährlich für die zu erwartende Virus-Variante angepasst. Um optimal für die aktuelle Saison geschützt zu sein, ist eine erneute
Impfung notwendig.
Die Impfung kann bei allen niedergelassenen Ärzten wie in der
hausärztlichen Praxis durchgeführt werden. Zudem ist die Grippeimpfung für Personen ab 18 Jahren auch in Apotheken möglich.
Dafür müssen Apotheker eine spezielle Fortbildung nachweisen. Für
die Impfung wird nur die elektronische Gesundheitskarte vorgelegt.
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