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Samstag, 19. September 2026
DIE SEITE 3
Strukturen bleiben erhalten
Johanneswerk übernimmt Blindenwerk Westfalen
Jenny Jansen-Mußhoff kündigt die KiJuPa-Neuwahlen an.
Eileen Adametz / Stadt Herdecke
Jetzt kandidieren!
Neuwahl des Herdecker Kinder- und Jugendparlamentes
Herdecke. Mitreden, mitgestalten
und etwas bewegen: Ab sofort
startet die Neuwahl des Herdecker
Kinder- und Jugendparlamentes
(KiJuPa). Kinder und Jugendliche
von der 5. Klasse bis 18 Jahre haben die Möglichkeit, ihre Kandidatur einzureichen und die Interessen junger Menschen in Herdecke
aktiv zu vertreten.
Das Kinder- und Jugendparlament bietet jungen Menschen die
Möglichkeit, ihre Ideen einzubringen, Projekte anzustoßen und die
Entwicklung in Herdecke aktiv mitzugestalten. Wer etwas bewegen
möchte, ist herzlich eingeladen, sich
für die Neuwahl aufstellen zu lassen.
Interessentinnen und Interessenten sollten folgende Voraussetzungen erfüllen: Kinder und Jugendliche müssen in Herdecke
wohnen, mindestens die fünfte
Klasse besuchen und dürfen am
Stichtag, 06. September 2026,
höchstens 18 Jahre alt sein.
Dabei spielt es keine Rolle, welche Schule besucht wird oder ob
überhaupt noch eine Schule besucht wird. Auch Auszubildende
sowie Studierende können Mitglieder im KiJuPa sein.
Schülerinnen und Schüler einer
Herdecker Schule müssen bis Mittwoch, 23. September 2026, ihre
Klassenleitung oder die SV-Lehrkraft über ihre Kandidatur informieren. Wer eine Schule außerhalb Herdeckes oder keine Schule
mehr besucht, muss den Bewerbungsbogen für Auswärtsmandate (zu finden auf der städtischen
KiJuPa-Webseite) ausfüllen und
diesen bis spätestens bis Freitag,
02. Oktober 2026, per E-Mail an
jenny.jansen-musshoff@herdecke.de oder per Post einreichen.
Die Postadresse ist auf dem Bewerbungsbogen vermerkt.
In den vergangenen Jahren hat
das KiJuPa zahlreiche Projekte erfolgreich umgesetzt. Bei der Umsetzung solcher Projekte erleben
Kinder und Jugendliche, wie wichtig Engagement, Teamarbeit und
Ausdauer sind. Sie erfahren, dass
ihre Ideen gehört werden und sie
tatsächlich etwas bewegen können, erklärt die Geschäftsführung
des Kinder- und Jugendparlamen-
tes, Jenny Jansen-Mußhoff.
Neben der Projektarbeit lernen
die Mitglieder auch die kommunalpolitischen Strukturen der
Stadt kennen. Die Arbeit erfolgt in
verschiedenen Arbeitskreisen, die
sich regelmäßig mit Themen wie
Umwelt und Stadtgestaltung, Veranstaltungen, sozialen Projekten
oder Öffentlichkeitsarbeit beschäftigen. Welche Themen bearbeitet werden, entscheiden die
Mitglieder selbst.
Das KiJuPa verfügt über maximal 30 Mandate. Mehrmals im
Jahr kommen alle Mitglieder zu
öffentlichen Sitzungen im Ratssaal
zusammen. Dort werden Ideen
vorgestellt, diskutiert und gemeinsame Beschlüsse gefasst. So erleben die Kinder und Jugendlichen
unmittelbar, wie demokratische
Mitbestimmung funktioniert und
wie sie die Zukunft ihrer Stadt aktiv mitgestalten können.
Bei Fragen steht Jenny JansenMußhoff gerne zur Verfügung. Sie
ist unter Tel. 02330/611-270 oder
per E-Mail an jenny.jansen-musshoff@herdecke.de erreichbar.
Risiken erkennen, Gesundheit schützen
Vorträge und Ultraschall zu Herz und Gefäßen
Unter dem Motto Risiken erkennen. Gesundheit schützen. lädt
das Gefäßzentrum Südwestfalen
am St.-Josefs-Hospital am Samstag, 19. September, von 10 bis 14
Uhr zu einer Info-Veranstaltung
ins Verwaltungsgebäude gegenüber dem Krankenhaus, Dreieckstraße 6 in Hagen, ein. Ab 11 Uhr
spricht Duaa Aresmouk über moderne Behandlungsstrategien bei
Herz-, Nieren- und Stoffwechsel-
Hagener
Medizinforum
erkrankungen. Um 11.20 Uhr folgt
Dr. med. habil. Adrian Mahlmann
mit Vorsorgeuntersuchungen in
der Gefäßmedizin, um 11.40 Uhr
Dr. med. Christiane Trube-Kallen
zu unbemerkten Gefäßerkrankun-
Hagen. Das Evangelische Johanneswerk erweitert sein Angebot: Seit
Anfang September ist das Blindenwerk Westfalen mit seinen Standorten in Hagen und Meinerzhagen-Valbert nun Teil des diakonischen Trägers mit Sitz in Bielefeld.
Künftig wird das Blindenwerk als
Tochtergesellschaft des Johanneswerks geführt. Für beide Seiten ist
dabei klar: Die Übernahme soll
kein Neuanfang auf der grünen
Wiese sein. Im Mittelpunkt steht
vielmehr, Bewährtes zu erhalten,
Sicherheit und Orientierung zu geben und gemeinsam zu schauen,
wo neue Möglichkeiten entstehen.
Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit. Uns verbinden
nicht nur fachliche Gemeinsamkeiten, sondern auch ein gemeinsames soziales Selbstverständnis,
sagt Sabine Hirte, Vorstandsvorsitzende des Evangelischen Johanneswerks. Für uns ist wichtig,
dass das, was vor Ort gut funktioniert, erhalten bleibt. Das gelte
auch und insbesondere für die 140
Mitarbeitenden des Blindenwerks.
Mit der Übernahme gewinnt das
Johanneswerk eine neue fachliche
Perspektive: Die besondere Expertise des Blindenwerks im Bereich
Sehbehinderung und Blindheit erweitert das Spektrum des diakonischen Trägers. Das Blindenwerk
wiederum erhält Zugang zu den
Ressourcen und Erfahrungen eines
großen diakonischen Trägers, der
bereits eigene Werkstätten für
Menschen mit Beeinträchtigung
betreibt. Beide Seiten wollen ihre
jeweiligen Stärken einbringen und
voneinander profitieren etwa bei
der Digitalisierung, bei Fort- und
Sabine Hirte (l.), Vorsitzende der Geschäftsführung des Ev. Johanneswerks, und
Sabine Loosen, Geschäftsführerin des Blindenwerks Westfalen.
Patrick Pollmeier / Evangelisches Johanneswerk
Weiterbildungen oder bei der Umsetzung gesetzlicher Anforderungen.
Gerade bei notwendigen Veränderungen soll die neue Verbindung
künftig Sicherheit geben. Sabine
Loosen, Geschäftsführerin des
Blindenwerks, blickt entsprechend
optimistisch auf die Zusammenarbeit: Wir sehen der neuen Trägerschaft sehr positiv entgegen. Unser
gemeinsames Ziel ist es, die gute
Arbeit des Blindenwerks zu bewahren und den Menschen, die bei
uns leben und arbeiten, ihr vertrautes Umfeld und ihr Zuhause zu
erhalten. Gleichzeitig wollen wir
die Chancen nutzen, die sich durch
die Zusammenarbeit mit dem Johanneswerk ergeben.
Für das Johanneswerk ist die Erweiterung auch aus regionaler
Sicht interessant. Die Standorte
des Blindenwerks in Hagen und
Meinerzhagen-Valbert liegen in
unmittelbarer Nähe zu Regionen,
in denen der diakonische Träger
bereits aktiv ist. Die räumliche
Nähe zum Märkischen Kreis und
zum Ruhrgebiet ist für uns ein
weiterer Vorteil, erklärt Sabine
Hirte. So können wir unsere bestehenden Strukturen und Kompetenzen sinnvoll miteinander
verbinden.
Im Mittelpunkt der kommenden
Monate steht nun das gegenseitige
Kennenlernen. Mitarbeitende und
Verantwortliche beider Organisationen wollen gemeinsam schauen, wo sich Angebote und Kompetenzen sinnvoll ergänzen und welche gemeinsamen Projekte daraus
entstehen können.
Gemeinsam neue Wege gehen
Stephan Schenk übernimmt die Pflegedirektion
Hagen. Das Agaplesion Klinikum
Hagen hat mit Stephan Schenk seit
1. September einen neuen Pflegedirektor. Der 56-Jährige übernimmt die strategische und organisatorische Verantwortung für
den Pflegebereich. Mit fast 600
Mitarbeitern stellt die Pflege die
größte Berufsgruppe des Klinikums.
Schenk verfügt über langjährige
Führungs- und Managementerfahrung. Nach seiner Ausbildung zum
Krankenpfleger absolvierte er ein
Studium zum Diplom-Pflegewirt
sowie einen Master im Management von Gesundheits- und Sozialeinrichtungen. Seine berufliche
Laufbahn führte ihn von der Intensivpflege über Führungsaufgaben in der Pflege bis in verschiedene Leitungsfunktionen des Pflege-
Stephan Schenk ist der neue Pflegedirektor des AGAPLESION KLINIKUM HAGEN. Sarah Werner / Agaplesion Klinikum Hagen
und Krankenhausmanagements.
Zuletzt arbeitete er im Prozessund Projektmanagement. Zudem
ist er als Dozent an einer Hochschule tätig.
Seine Arbeitsschwerpunkte liegen auf der Weiterentwicklung
von Strukturen, der interdisziplinären Zusammenarbeit und der
Gestaltung zukunftsfähiger Abläufe. Krankenhäuser stehen vor immensen
Herausforderungen,
gleichzeitig aber auch vor großen
Chancen. Entscheidend ist aus
meiner Sicht, die Mitarbeitenden
aktiv einzubeziehen, sagt Schenk.
Die besten Lösungen entstehen
gemeinsam.
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