FUNKE Hamburger Wochenblatt Kalenderwoche 35
Sonnabend, 29. August 2026
LOKALES
Rumba Congolaise
ZAHL DER WOCHE
Benefizkonzert für Jugendorchester Brazzaville OSEB
254.420
Othmarschen. Die Rumba Congolaise
ist die Musik der afrikanischen
Großstädte in den 60er Jahren, besonders der Hauptstädte der beiden Kongos: Kinshasa und Brazzaville. Es waren die Jahre der Unabhängigkeit, der Befreiung vom Kolonialismus, der Hoffnung auf eine
bessere Zukunft. Die eleganten
Melodien, die geschmeidigen
Rhythmen dieser Musik haben ihre Anziehungskraft bis heute nicht
verloren, sie sind klassisch und
inzwischen sogar Unesco-Weltkulturerbe geworden.
Josias NGahata, Musiker aus
Brazzaville, stellt beim Benefizkonzert am Sonntag, 13. September, um 17 Uhr in der Christuskirche Othmarschen (Roosens Weg
28) die kongolesische Musik vor.
Er singt und spielt zusammen mit
Musikerinnen und Musikern aus
Deutschland, den Mindélé de Bacongo (das heißt: die Weißen aus
Bacongo, einem Stadtteil von
Brazzaville).
Josias hat 2018 in Brazzaville ein
Jugendsinfonieorchester gegründet, das OSEB (Orchestre Symphonique des Enfants de Brazzaville/
Youtube:
https://
www.youtube.com/@orchestresymphoniquedesenf7720). Die
Mindélé fahren regelmäßig dorthin und unterstützen ihn dabei,
mit Instrumentalunterricht und
Probenarbeit.
Der Erlös dieses Benefizkonzerts
ist wieder für das OSEB bestimmt.
Der Eintritt kostet 15 Euro, ermäßigt 12 Euro. (Unterstützungspreis
20 Euro). Kartenreservierung unter stefankoettgen@gmx.de (wb)
Die Cap San Diego an ihrem Liegeplatz.
Cap San Diego (3)
Rückenwind für ein
Hamburger Original
notdienste
Cap San Diego sagt Danke und lädt zum Open Ship ein
Josias NGahata und Les Mindélé de Bacongo spielen ein Benefizkonzert.
Privat / WB
Pony ab!
In einer Zeit, in der Po-Influencer
ein anerkannter Beruf sind. In einer Zeit, in der in (sogenannten)
sozialen Medien Demokratie- und
Menschenfeinde immer atemloser
und hasserfüllter die Kommentarspalten vollrotzen. In einer Zeit, in
der jeder sich öffentlich darstellt
und glaubt, dass seine Meinung
die allerwichtigste zwischen Himmel und Hölle sei, ja, in so einer
Zeit, die gerade unsere ist, sind
mir die scheinbar einfachen Nachrichten des Alltags immer noch die
allerliebsten, eben weil sie so herrlich unspektakulär sind und weil
sie Geschichten aus dem echten
Leben und von echten Menschen
erzählen.
Wie diese wunderbare Episode
aus dem Leben einer Friseurmeisterin aus Hemdingen im Nordwesten von Hamburg zum Beispiel: eine Friseurin, die seit Kurzem neue
Wege geht. Sie hat nämlich beschlossen, keinen Salon mehr zu
betreiben, sondern fährt direkt zu
ihren Kundinnen und Kunden
nachHause. Vor allem Landwirte
und deren Familien schätzen diesen mobilen Service sehr, da sie
viel Zeit sparen und flexibler sind.
Und auch für die Friseurin selbst
ist nun kein Tag mehr wie der andere. Sie ist ständig unterwegs,
der Kontakt viel persönlicher. Sie
hatte eine Idee, die für alle ein Gewinn ist.
Hätte es so einen mobilen
Schnittservice doch schon damals
gegeben, dachte ich sofort. Ich selber hatte lange Zeit, eigentlich waren es drei Jahrzehnte, ein extrem
zwiespältiges, vielleicht sogar gespaltenes Verhältnis zum Friseur,
wobei das Wort Haarspalterei
an dieser Stelle nicht passt. Ein
Friseurbesuch im Jahr 1991 war
für mich traumatisch geblieben.
Die Frau verschnitt sich andauernd, hackte in meine Ohrläppchen, eines blutete sogar. Und
nach vielleicht 20 Minuten war ich
fertig und sah aus wie ein Popper,
was damals so eine Art Schimpf-
wort war. Meist hießen die Salons
von damals wie der Meister selbst:
Friseur Schneider zum Beispiel. Ein
sehr guter Name. Oder auch Friseur Poser (gibts immer noch bei
uns um die Ecke). Heute tragen die
Läden haarsträubende Namen, die
zwanghaft-originell sein wollen:
Vier Haareszeiten, Hairvorragend,
SaHAARa, cHAARisma, haarzweio, hin und hair, Well-Kamm
oder Uschis Kamm together (tatsächlich so geschrieben). Und natürlich, weil ganz schlimm: AtmosfHair, GmbHaar, Hair Force One
und James Blond. Oder auch:
Haar-a-kiri und Haarlelujah. Etwas besser: Yes, we kämm. Wobei
der einzig wirklich originelle Name für einen Friseursalon der Neuzeit ist und bleibt: Kaiserschnitt.
Einen besten Namen für eine
mobile Schnittstelle im Pinneberger Umland gibt es übrigens auch,
und ich meine natürlich nicht
Mähdrescher oder Kuh-ffeur, sondern, weil viel witziger: Pony ab!
HAMBURG Die vergangenen Monate
haben eindrucksvoll gezeigt, welchen Stellenwert die Cap San Diego
für Hamburg hat. Mit großem ehrenamtlichen Engagement, kreativen Ideen und der Unterstützung
vieler Hamburgerinnen und Hamburger konnte das größte fahrtüchtige Museums-Frachtschiff der
Welt Kurs auf die Zukunft halten.
Jetzt möchte die Cap San Diego etwas zurückgeben. Zum Doppeljubiläum öffnet Hamburgs schwimmendes Wahrzeichen seine Decks
und lädt die Stadt zu einem besonderen Open Ship ein. Gefeiert werden 40 Jahre Museumsschiff und
65 Jahre seit der Kiellegung der
Cap San Diego. Am Samstag, 19.
September, heißt es deshalb von 10
bis 18 Uhr: Willkommen an Bord!
Der Eintritt ist frei.
Wer über die Gangway kommt,
taucht ein in die faszinierende Welt
der Seefahrt. Von der Kommandobrücke bis in den Maschinenraum,
vom Bug bis zum Heck gibt es Geschichte zum Anfassen. Die ehrenamtliche Crew erzählt von der aktiven Fahrenszeit der Cap San Diego,
erklärt Technik, Traditionen und
den Bordalltag und zeigt, warum
dieses Schiff seit Jahrzehnten weit
mehr ist als ein Museum. Auch
kleine Seebären stechen an diesem
Welt der Ozeane, eine Live-Druckstation mit exklusiven Jubiläumsdrucken sowie Drinks und Speisen
an der Poolbar. Ob Familienausflug, Entdeckungstour oder Wiedersehen mit einem Hamburger
Original: Der Jubiläumstag ist die
perfekte Gelegenheit, eines der bekanntesten Wahrzeichen der Hansestadt aus einer ganz besonderen
Perspektive kennenzulernen. (wb)
Wer kennt sich aus in Knotenkunde?
Tag in See. Beim Leichtmatrosenbrief gilt es, seemännisches Geschick zu beweisen. Dazu gehören
Knotenkunde und Kran fahren. Im
Funkraum kann der eigene Name
gemorst und ein Sonder-Funkzeugnis erworben werden. Die
Speed-Piraten-Rallye schickt junge
Schatzsucher auf spannende Mission über das Schiff.
Musikalisch sorgt Tiempo Latino
mit südamerikanischen Rhythmen
für Stimmung auf dem Achterdeck, während der Chor Singin
San Diego das Programm mit zwei
Auftritten bereichert. Ergänzt wird
das Jubiläumsprogramm durch die
neue multimediale Ausstellung zur
Geschichte der Cap San Diego, die
Ausstellung der Deutschen Meeresstiftung über die faszinierende
Schüler:innen lernen
im aktuellen Schuljahr an den 471
staatlichen und privaten Schulen
in Hamburg. Das sind 3.310 oder
1,3 Prozent mehr als im Vorjahr
prognostiziert. Während an den
Grundschulen die Schüler:innenzahl
weitgehend stagniert (-0,1 Prozent), steigt diese an den weiterführenden Schulen nochmal um
zwei Prozent. Zusammen mit den
Schulen in privater Trägerschaft und
über alle Schulformen wird mit rund
274.420 Schüler:innen gerechnet.
Mehr Schüler:innen gab es, laut
Pressemitteilung des Senats, an
den allgemeinbildenden Schulen
zuletzt 1981, vor 45 Jahren. Zum
Schuljahresstart 2026/27 wurden
rund 19.000 neue Erstklässler:innen
eingeschult. In die 5. Klassen an
Stadtteilschulen und Gymnasien
werden rund 17.400 Schüler:innen
aufgenommen.
Das Programm
1018 Uhr: Open Ship mit freiem
Zugang von der Brücke bis in den
Maschinenraum/Sonder-Funkzeugnis im Funkraum/ Ausstellung
Cap San Diego Ihre Geschichte
mit Jubiläums-Sonderausstellung
40/65 Jahre Cap San Diego/
Ausstellung Ocean Science der
Deutschen Meeresstiftung/
Live-Druckstation mit Jubiläumsdrucken und Souvenirstand/
1011:30 Uhr, 13:3015 Uhr, 16:30
17:30 Uhr: Live: Tiempo Latino
1012 Uhr, 1416 Uhr:
Leichtmatrosenbrief für Kinder,
11 Uhr, 12 Uhr, 13 Uhr:
Speed-Piraten-Rallye
1213 Uhr, 1516 Uhr: Singin San
Diego.
Sa, 19. September, Eintritt frei
Cap San Diego, Überseebrücke,
www.capsandiego.de
ÄRZTLICHER NOTDIENST
Zahnärztlicher Notdienst:
Telefon 01805 - 05 05 18
Giftzentrale Nord: 0551 - 192 40
Notfalldienst für Gehörlose:
(724 Uhr) Fax 228 02-475
(07 Uhr) Fax 66 95 54 59
Tierärtzlicher Notdienst:
Telefon 43 43 79
SONSTIGE NOTDIENSTE
Polizei: Telefon 110
Feuerwehr: Telefon 112
Notarzt/Rettungsdienst: Telefon 112
Kassenärztlicher Notdienst:
Telefon 116 117
Pflegenottelefon - rund um die Uhr unter
040 / 428 99-1000
APOTHEKEN NOTDIENST
Handy 22 8 33
Festnetz 0800 00 228 33
Handy SMS apo an 22 8 33
SEELSORGE
Telefonseelsorge 0800 - 111 01 11
Kinder- und Jugendtelefon
0800 - 111 03 33
Elterntelefon 0800 - 111 05 50
BEHÖRDEN-HOTLINE
Bürgeranfragen, Beschwerden, Hinweise usw., MoFr, 719 Uhr, Hamburg
Service, Telefon 115 oder 428 28-0
Änderungen vorbehalten
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Art Week neue Plattform für zeitgenössische Kunst
18 Museen und Kunstinstitutionen und mehr als 40 Galerien machen mit. Herzstück sind geführte Touren
Oliver Lück ist
Journalist und
Buchautor. Jede
Woche erzählt er an
dieser Stelle von
seinen Beobachtungen
und Begegnungen. Aktuell im Handel
sind von ihm:
Zeit als Ziel
Seit 20 Jahren im bulli
durch europa (ConbookVerlag, 250 Fotos
und 140 kurzgeschichten)
Buntland 16 Menschen,
16 Geschichten (rowohlt Verlag, 256
Seiten plus 32 Fotoseiten)
Der Strandsammler
(Rowohlt Verlag, 144 Seiten)
www.lueckundlocke.de
HAMBURG Ganz neu in Hamburg
ist die Art Week, eine Aktionswoche für zeitgenössische Kunst, die
in anderen Metropolen wie Rom,
Mailand und Berlin bereits fest
etabliert ist.
Die Hansestadt möchte von Donnerstag, 3. bis Sonntag, 6. September mit einem geballten Programm
unter dem Motto Crossing Currents die Hamburger Kunstszene
sichtbar machen. 18 Museen und
Kunstinstitutionen, über 40 Galerien und zahlreiche Kunstsammlungen machen mit. Herzstück
neben den Aktionen der großen
Museen sind geführte Streifzüge
durch Galerien in acht verschiedenen Stadtteilen von Duvenstedt bis
zur HafenCity. Bei Walk & Talk
können sich Interessierte für Rundgänge am Freitag und Samstag anmelden und am Sonntag um 12 Uhr
Die Schau Danke für
die Blumen in der
Stern-Wywiol Galerie
ist bei dem Walk
3 östliche Alster zu
sehen.
Daniel Müller
in der Galerie Commeter, Bergstraße 11, die Talkrunde renommierter Experten zum Thema Wozu
braucht man noch Galerien? verfolgen.
Die Walks durch die Galerien
starten jeweils am Freitag um 16
Uhr und am Samstag um 12 und
um 15 Uhr. Die kostenlosen Touren
mit professionellen Kunstexperten
dauern jeweils etwa zwei Stunden.
Walk 3 östliche Alster umfasst
zum Beispiel die Galerien Drawing
Room, Stern-Wywiol Galerie, Galerie Alex und Collectors Room X
Dorotheum Hamburg. Ein vielseitiges Programm mit Arbeiten von
Jill Baroff und Stefana McClure
bis hin zu den Bobbycar-Blumen
und Besenien in der Ausstellung
Danke für die Blumen der SternWywiol Galerie. Die Schau zeigt
das Sujet neu: Blumen-Skulpturen aus Stoff, Sträuße aus Trash,
Objekte aus Ton, dazu klassische
Gemälde, die irgendwie an Omas
Stillleben erinnern und doch weit
davon entfernt sind. Getreu dem
Motto Walk & Talk veranstaltet
die Galerie auch eine Lesung. Am
Freitag, 4. September um 18 Uhr
führen Sylvia und Anton Wempner
durch 2000 Jahre Blumendichtung
inmitten der künstlerischen Blütenpracht. Blumen lesen ist eine
Annährung an ein Motiv, das seit
Jahrtausenden in Literatur und
bildender Kunst gleichermaßen
blüht, verwelkt und neu erblüht.
Der Eintritt ist frei. (sh)
Infos und Tickets zu Walk & Talk
im Rahmen der Art Week unter
www.galerien-in-hamburg.de
ALTONA ELBVORORTE ZEITUNG FÜR HAMBURGS WESTEN ZUM WOCHENENDE Elbe Wochenblatt Verlag: 040/554472730 Kleinanzeigen: 040/554472770 3x2 Kar ten zu gew inn en 46,90 € 28,86 € 56 St. 100 St. 22,48 € 9,97 € 80 St. 90 ml 10,49 € 24,99 € 20 ml 60 St. Ein Titel der FUNKE Mediengruppe EAP
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