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Samstag, 16. Mai 2026
SERVICE
Hohe Wasserqualität
Faktencheck: Deutsches Leitungswasser gilt weiterhin als Trinkwasser
Angeblich haben Gesundheitsbehörden ihre Empfehlungen geändert, heißt es auf Facebook und
Tiktok: Leitungswasser sei ab
Frühjahr 2026 nicht mehr als
Trinkwasser empfohlen. Das ist
falsch, wie ein Faktencheck ergab.
Geht es um die Qualität von Leitungswasser, ist Deutschland einer
der Spitzenreiter. Umso überraschender erscheint da eine Behauptung, die seit Monaten immer
wieder im Internet auftaucht. In
Videos auf Facebook und Tiktok
heißt es, ab April oder Mai gebe es
neue Warnhinweise, Leitungswasser sei nicht mehr uneingeschränkt als Trinkwasser empfohlen. Gründe seien angeblich Mikroplastik- und Medikament-Rückstände Gesundheitsbehörden
würden Wasserfilter oder abgefülltes Wasser empfehlen.
Die Behauptungen sind jedoch
erfunden. Auf der Webseite des
Bundesministeriums für Gesundheit finden sich keine Hinweise.
Laut des zuständigen Fachgebietsleiters Hendrik Paar vom Umweltbundesamt wurde keine Empfehlung gegen Leitungswasser herausgegeben. Weiterhin ist dem
Umweltbundesamt auch keine derartige Empfehlung durch die Landesbehörden/-ministerien der
Bundesländer bekannt.
Das Umweltbundesamt überwacht und bewertet im Auftrag
des Gesundheitsministeriums gesundheitliche Risiken. Die Trinkwasserverordnung schreibt auch
basierend auf EU-Richtlinien
Grenzwerte für viele Substanzen
vor.
werden, in anderen nicht. Die Werte sind wenn überhaupt sehr
niedrig und regional unterschiedlich.
Zuständig für die Wasserqualität sind örtliche Wasserversorger
und die Hauseigentümer. Große
Versorger müssen das Trinkwasser sogar mehrmals täglich kontrollieren, schreibt die Verbraucherzentrale auf ihrer Webseite.
Seit Januar 2026 gelten außerdem
strengere Regeln: etwa sind Bleileitungen nun endgültig verboten,
und es wurde ein Grenzwert für
bestimmte Industriechemikalien
festgelegt.
Fakten für die
Demokratie
Leitungswasser gilt auch weiterhin als Trinkwasser.
Grenzwerte für Mikroplastik
und Medikamenten-Rückstände
sind darin bisher zwar nicht oder
nur für bestimmte Stoffe festgelegt, in solchen Fällen greift laut
Hendrik Paar jedoch Paragraf 7,
Absatz 3 der Trinkwasserverordnung. Dort steht: Wird dem Gesundheitsamt bekannt, dass im
Trinkwasser eines Wasserversorgungsgebiets chemische Stoffe
vorkommen, die eine Schädigung
der menschlichen Gesundheit besorgen lassen und für die in dieser
Verordnung kein Grenzwert festgelegt ist, so legt das Gesundheitsamt [...] einen Höchstwert fest, der
nicht überschritten werden darf.
Über Medikamentenrückstände
cottonbro / Pexels
schreibt die Verbraucherzentrale:
In einigen Trinkwässern können
geringste Spuren einzelner Schadstoffe im Wasser gemessen werden, die weit unterhalb der erlaubten Grenzwerte liegen und selbst
bei täglichem Konsum unbedenklich sind.
Zu Mikroplastik schreiben die
Berliner Wasserbetriebe auf ihrer
Webseite, Trinkwasser sei frei davon, weil es aus tiefen Grundwasserschichten gewonnen werde.
Partikel können aber etwa über
Rohre ins Wasser gelangen: Zum
Anteil von Mikroplastik im Trinkwasser gibt es unterschiedliche
Untersuchungen in manchen
konnten Partikel nachgewiesen
Durch eine Kooperation mit
dem Bundesverband kostenloser Wochenzeitungen (BVDA), dem 113 Verlage mit einer wöchentlichen Auflage
von 25,3 Mio. Exemplaren angehören, erscheint regelmäßig ein Faktencheck des unabhängigen und gemeinnützigen Recherchezentrums
Correctiv.
Die vielfach ausgezeichnete
Redaktion deckt systematische Missstände auf und
überprüft irreführende Behauptungen. Wie Falschmeldungen unsere Wahrnehmung beeinflussen und wie
Sie sich vorgezielten Falschnachrichten schützen können, erfahren Sie unter correctiv.org/faktencheck.
Eine vielfältige Natur und Stadtgrün ist wiederum wichtig für die Lebensqualität
in unseren Städten.
Andrea Becker
Fledermaus, Kräuter und Co.
Naturschönheit vor der Haustür entdecken
Am Freitag, 22. Mai, ist der Internationale Tag der biologischen Vielfalt. Auch in der Emscher-Lippe-Region wird dieses Thema lebendig:
Zahlreiche Veranstaltungen rund
um den Aktionstag laden dazu ein,
Natur zu entdecken, Zusammenhänge zu verstehen und selbst aktiv zu werden. Die Zukunftsinitiative Klima.Werk hat ein Programmheft zusammengestellt, das über 60
Veranstaltungen listet. Für den Monat Mai findet sich in dem Heft ein
Überblick über Aktionen, Exkursionen oder Radtouren.
Im Jahr 1992 wurde am 22. Mai
der Text des internationalen Übereinkommens über die Erhaltung der
biologischen Vielfalt verabschiedet.
Die unterzeichnenden Staaten bekennen sich zu ihrer Verantwortung
für die folgenden Generationen die
biologische Vielfalt zu schützen und
zu erhalten.
Das Thema Biodiversität spielt
auch bei der Zukunftsinitiative Klima.Werk eine wichtige Rolle: Das
Netzwerk für Klimaanpassung und
Schwammstadt-Umbau, zu dem Emschergenossenschaft/Lippeverband
und 21 Kommunen aus der Region
zählen, setzt bei der klimarobusten
Umgestaltung auch auf biologische
Vielfalt. Denn je artenreicher Flora
und Fauna sind, desto resilienter sind
sie auch gegen Folgen des Klimawan-
dels. Eine vielfältige Natur und Stadtgrün ist wiederum wichtig für die Lebensqualität in unseren Städten.
Mit dem Programmheft will das
Klima.Werk mehr Sichtbarkeit für
das Thema erreichen. Angestoßen
wurde das im Netzwerk Biodiversität und auf Initiative der Kommunen im Klima.Werk.
Bei den meisten Veranstaltungen
geht es darum, die Schönheiten vor
unserer eigenen Haustür zu entdecken und zu erfahren, was man für
Klimaanpassung und Biodiversität
selbst tun kann. Das Programm ist
auf der Startseite von www.klimawerk.de zum Download hinterlegt.
Die Zukunftsinitiative Klima.Werk
In der Zukunftsinitiative Klima.Werk
arbeiten Emschergenossenschaft und
Lippeverband gemeinsam mit Städten der Emscher-Lippe-Region an einer wasserbewussten Stadt- und
Raumentwicklung, um die Folgen des
Klimawandels abzumildern und die
Lebensqualität in den Quartieren zu
steigern.
Der blau-grüne Umbau startete
2005 mit der Zukunftsvereinbarung
Regenwasser (ZVR) von Emschergenossenschaft, Emscher-Kommunen
und dem Land NRW und entwickelte sich 2014 zur Zukunftsinitiative
Wasser in der Stadt von morgen
weiter, jetzt Zukunftsinitiative Klima.Werk.
Betrug im Namen
bekannter Marken
Tickets
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gewinnen!
Was seriös wirkt, kann auch Betrugsversuch sein
MARK
FORSTER
AM 18. JUNI 2026
PRÄSENTIERT VON:
PRÄSENTIERT VON:
Ob vermeintliche E-Mail der Hausbank, SMS vom Paketdienst oder
Schreiben einer Behörde: Was seriös wirkt, kann häufig auch ein Betrugsversuch sein. Aktuelle Sicherheitsanalysen1 bestätigen, dass Social Engineering also die gezielte
Manipulation von Menschen
mittlerweile zu den häufigsten
Einfallstoren für Finanzbetrug
zählt. Statt technische Schutzsysteme zu knacken, unterwandern
Kriminelle gezielt bestehendes
Vertrauen.
Durch den Einsatz Künstlicher
Intelligenz können diese Maschen
deutlich an Qualität zunehmen.
Angreifende nutzen KI für Täuschend echte E-Mails ohne sprachliche Auffälligkeiten, personalisierte Anschreiben und originalgetreue Kopien offizieller Webseiten;
betrügerische Anrufe oder Videobotschaften, bei denen Stimmen
und Aussehen von Vertrauenspersonen oder Vorgesetzten imitiert
werden, so genannte Deepfakes,
manipulierte Rufnummern, sodass
bei SMS und Anrufen offizielle Behörden- oder Institutsnummern
im Display erscheinen (SMS- und
Call-ID-Spoofing).
Das Ziel bleibt stets dasselbe: Das Abgreifen sensibler Daten sowie das
Auslösen direkter Zahlungen oder
die Übernahme von Online-Banking-Identitäten. Um sich gegen
diese psychologischen Tricks zu
wappnen, rät kartensicherheit.de
zu folgenden Verhaltensregeln.
Inhalt hinterfragen statt Absender vertrauen: Entscheidend ist nicht die
vermeintlich seriöse Aufmachung,
sondern was verlangt wird. Banken, Sparkassen und Behörden fordern niemals zur Preisgabe von
Passwörtern, PINs oder TANs auf.
Zeitdruck als Warnsignal erkennen:
Kriminelle nutzen emotionale
Stresssituationen oder drohende
Konsequenzen (z. B. Kontosperrung), um schnelles Handeln zu erzwingen. Ein Moment des Innehaltens genügt oft, um die Strategie
der Täterinnen und Täter zu erkennen und auszuhebeln.
Unabhängige Verifizierung: Im Zweifel hilft die Prüfung über einen sicheren Kanal. Links oder Kontaktangaben aus der Nachricht sind
nicht vertrauenswürdig. Daher am
besten eine bekannte Nummer anrufen, etwa die Servicehotline oder
die Rufnummer von der offiziellen
Webseite der jeweiligen Institution. Wichtig: Die Webadresse manuell in den Browser eingeben.
Im Ernstfall sofort handeln: Wurden
sensible Daten versehentlich weitergegeben, zählt jede Minute.
Zahlungskarten und Online-Banking-Zugänge lassen sich rund um
die Uhr über den Sperr-Notruf 116
116 oder direkt beim Kreditinstitut
sperren. Alternativ steht die kostenlose SperrApp zur Verfügung.
Poetry Slam Gladbeck Gladbeck. Zum dritten Mal gastiert der Gladbecker Poetry Slam am Freitag, 11. September, 19.30 Uhr, in der Mathias-Jakobs-Stadthalle und auch diesmal ist WoW Poetry Slam als Host mit dabei. Hier trifft sich die literarische Kreativgarde und überzeugt mit textlichen Eigenkreatio
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