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Samstag, 25. Juli 2026
DIE SEITE 3
Gladbeck 2035
Zukunftsforum startet mit ersten Ideen
Die Nachkommen von Johann Huber (v.l.) Marianne Bürvenich, Hildegard Koenen, Wolfgang Huber und Christiane Zanelli
übergeben Christian Schemmert, Leiter des Stadtarchivs, die Tagebücher von Johann Huber.
Stadt Gladbeck
Tagebücherausder
Kriegs-undZwischenkriegszeit
Stadtarchiv übernimmt Bücher von Gadbecker Bergarbeiter Johann Huber
Gladbeck. Das Archiv der Stadt
Gladbeck bewahrt eine Vielzahl
von schriftlichen Nachlässen von
Persönlichkeiten der Stadtgeschichte, darunter beispielsweise
Ludwig Bette, Manfred Braun,
Edith Eickmeyer, Kurt Fuhrmann
und Hans Wiltberger sowie Manfred Samen, Karla Kukuk oder der
Familiennachlass Böckler.
Nachkommen des Gladbecker
Bergmanns Johann Huber (18811946) haben dem Stadtarchiv nun
einen weiteren Personenbestand
übergeben. Dieser lässt für die Geschichte von Arbeit und Arbeitern
in der Region für die Zeit zwischen den Weltkriegen aufhorchen! Huber, auf der Zeche Graf
Moltke I/II als einfacher Arbeiter
seit 1914 tätig, gläubiger Katholik,
verstorben nach Kriegsende im
Alter von 65 Jahren in Gladbeck,
schrieb zeitlebens Tagebuch.
Der Nachwelt hinterlässt er eine einzigartige Sammlung von
persönlichen Aufzeichnungen
aus dem Alltagsleben der Familie
in Gladbeck, die insgesamt fünfundzwanzig handschriftliche
Einzelbände und Einzelhefte im
Umfang von knapp 5.500 Seiten
umfasst.
Der Bestand wird durch Digitalbilder und andere elektronische
Dokumente des Nachlassgebers,
z.B. Transkriptionen, Stammbäumen oder Abbildungen von Unterlagen aus auswärtigen Archiven,
sinnvoll ergänzt. Dank des umsichtigen Handelns der Enkelgeneration war eine rechtzeitige Sicherung des Nachlasses Johann
Huber im Historischen Archiv der
Stadt Gladbeck möglich.
Nach der Verzeichnung sowie
der Schadensdokumentation
sämtlicher Einzelstücke wird im
kommenden Jahr zunächst ein
Spezialdienstleister mit der Reinigung der Sammlung zu beauftragen sein. Anschließend wird eine
einzelstückbezogene Digitalisierung der Originalzeugnisse an
den Scansystemen des Stadtarchivs erfolgen, um die Unterlagen
insbesondere für die historische
Bildungsarbeit mit den Gladbecker Schulen nutzbar zu machen.
Detaillierte beschreibende Informationen zum Nachlassbestand Johann Huber und den einzelnen Archivalien (elektronisches
Findmittel) finden Sie demnächst
im Archivportal Archive in
NRW.
Stadt sucht Bundesfreiwilligendienstleistende
Bewerbung ab sofort möglich
Gladbeck. Das Amt für Soziales und
Wohnen sucht Bundesfreiwilligendienstleistende.
Der Bundesfreiwilligendienst
(BFD) richtet sich an alle, die entweder gerne mit Menschen arbeiten, etwas Gutes tun wollen, eine
Orientierung für den weiteren Lebensweg suchen oder einen Beitrag
für die Gesellschaft leisten möchten.
Wer sich für einen Einsatz in der
Drogenberatungsstelle interessiert
und mindestens 18 Jahre alt ist
könnte ab dem 1. September im
DROP OUT an der Goethestr. 42
beginnen. Der Schwerpunkt dieser
Tätigkeit liegt im niederschwelligen
Bereich des Cafés der Drogenhilfe.
Zu den Aufgaben zählen insbesondere: Mitorganisation des Offenen Bereiches im Drop Out:
Einkäufe; Getränkeausgabe an
Klienten und Besucher; Sauberhalten des gesamten Cafébereiches, Führen von Kontaktgesprächen, Führen der Besucherstatistik, Telefondienst, Botengänge,
Allgemeine Verwaltungs- und
Hilfstätigkeiten Die Dauer des
BFD beträgt in der Regel 12 Monate, die wöchentliche Arbeitszeit
39 Stunden.
BFD-Leistende erhalten ein Ta-
Nur bis 25.8.2026:
Erster Monat
GRATIS!
schengeld in Höhe von 475 Euro,
daneben werden die Beiträge für
die gesetzliche Renten-, Unfall-,
Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung von der Stadt
Gladbeck getragen. Im Laufe des
Freiwilligendienstes ist zudem die
Teilnahme an 25 Bildungstagen
verbindlich.
Interessierte richten ihre schriftliche Bewerbung bis zum 7. August an: Stadt Gladbeck, Amt für
Soziales und Wohnen, Viola Denda, Wilhelmstraße 8, oder per EMail an: Viola.Denda@stadt-gladbeck.de. Rufnummer Rückfragen:
Tel. 02043 / 99-2104.
Gladbeck. Die Stadt Gladbeck setzt
auf dauerhafte Bürgerbeteiligung:
Mit dem Zukunftsforum Gladbeck 2035 ist jetzt ein neues Gremium gestartet, das die Umsetzung der Zukunftsstrategie begleiten und neue Impulse für die
Stadtentwicklung geben soll.
Die Mitglieder bringen ihre Erfahrungen und Ideen ein und formulieren Empfehlungen für Politik
und Verwaltung. Mit dem Zukunftsforum schaffen wir einen
festen Ort für den Dialog zwischen
Bürgerschaft, Politik und Verwaltung. Die Zukunft Gladbecks gelingt dann am besten, wenn wir die
Ideen und Erfahrungen der Menschen in unserer Stadt dauerhaft
einbeziehen und gemeinsam Verantwortung übernehmen, sagt Zukunftsmanagerin Nadine Müller.
Bei der konstituierenden Sitzung
lernten die Teilnehmenden zunächst die verwaltungsinterne
Strategiegruppe Gladbeck 2035
kennen und erhielten Einblicke in
die laufende Umsetzung der Zukunftsstrategie. Anschließend beschäftigte sich das Zukunftsforum
mit seinem ersten gemeinsamen
Projekt. Im Rahmen der Internationalen Gartenschau (IGA) 2027
stehen für das Projekt IGA mein
Garten 20.000 Euro zur Verfügung. Gemeinsam entwickelten
die Mitglieder erste Ideen für die
Verwendung des Budgets. Vorgeschlagen wurden unter anderem
Hochbeete an Schulen, gemeinsame Pflanzaktionen mit Seniorinnen und Senioren, ein Wettbewerb
sowie zusätzliche Sitz- und Aufenthaltsmöglichkeiten im öffentli-
chen Raum. Darüber hinaus sammelten die Teilnehmenden weitere
Anregungen für die Zukunft Gladbecks.
Zu den Themen gehörten unter
anderem mehr Sauberkeit im
Stadtgebiet, die Förderung des
Radverkehrs, Verbesserungen im
öffentlichen Nahverkehr, mehr Sicherheit sowie zusätzliche Begegnungsorte für die Menschen in der
Stadt. Das Zukunftsforum ist aus
dem Beteiligungsprozess zur Entwicklung des Leitbildes Gladbeck
2035 hervorgegangen und soll
künftig regelmäßig zusammenkommen.
Die Ergebnisse werden an Politik
und Verwaltung weitergegeben
und fließen als Empfehlungen in
die weitere Entwicklung der Stadt
ein.
Fahrradverleihsystem metropolradruhr
Start im August in Gladbeck
Gladbeck. Ab August können Gladbecker das Fahrradverleihsystem
metropolradruhr in der Stadt nutzen: In Gladbeck entstehen 18 Stationen des Verleihsystems, an denen bis zu 73 Leihräder zur Verfügung stehen werden.
Bürgermeisterin Bettina Weist
freut sich auf das Angebot: Mit
dem metropolradruhr schaffen wir
ein tolles Mobilitätsangebot für
Gladbeck und wollen so den Umstieg aufs Rad für kurze Wege im
Alltag attraktiver machen. Durch
die gut erreichbaren Stationen an
zentralen Punkten in der Stadt ist
eine einfache und flexible Nutzung
möglich.
Die Stationen der metropolradruhr-Fahrräder in Gladbeck sind:
Bahnhof Zweckel, Bahnhof West,
Bahnhof Ost, Marktplatz Mitte,
Markplatz Brauck, Schloss Wittringen, Rathaus, Freibad, Friedhof
Brauck, Sportpark Mottbruch, Geschäftszentrum Nord, Josefkirche,
Maria-Theresien Str., Bürgerhaus
Ost, Ärzte-Zentrum Butendorf,
Musikschule, Marktplatz Zweckel,
Kreisverkehr Wiesmannstr. (Rosenhügel).
73 Leihräder stehen zur Verfügung
Die Stationen werden dabei überwiegend virtuell eingerichtet.
Das bedeutet, dass keine festen
Fahrradständer erforderlich
sind, sondern der Abstellort mittels App und GPS genau anzusteuern ist. Zur besseren Sichtbarkeit im öffentlichen Raum
werden jedoch viele Standorte
mit Beschilderungen ausgestat-
Das Fahrradverleihsystem metropolradruhr steht in den Startlöchern.
Stadt Gladbeck
tet. Betreiber des Systems ist
Donkey Republic.
Die neuen Fahrräder sind modern, robust und komfortabel. Die
Ausleihe erfolgt vollständig digital über die App des Anbieters.
Gladbeck ist Teil eines kreisweiten Projekts: Der Kreis Recklinghausen treibt gemeinsam mit dem
Regionalverband Ruhr (RVR) und
den zehn kreisangehörigen Städten die Einführung von metropolradruhr weiter voran. Mit dem
Aufbau der Stationsinfrastruktur
wird ein wichtiger Schritt für
mehr klimafreundliche Mobilität
und eine bessere Vernetzung im
Nahverkehr umgesetzt.
Die Einführung des Bikesharing-Systems basiert auf dem
Masterplan Mobilität des Kreises
und wurde vom Kreistag Ende
2024 als fünfjähriger Testbetrieb
beschlossen. Ziel ist es, insbesondere die sogenannte letzte Meile
zwischen Wohnort, Arbeitsplatz
sowie Bus- und Bahnhaltestellen
einfacher und umweltfreundlicher zu gestalten. Nach aktuellem
Stand sollen im Kreis Recklinghausen mindestens 157 Stationen
entstehen, an denen künftig rund
635 Fahrräder zur Verfügung stehen werden.
Begleitend zur Einführung sind
verschiedene Aktionen geplant.
Höhepunkt soll eine Sternfahrt
am 6. September zum Kreisgartenbaulehrbetrieb sein.
Die Veranstaltung verbindet die
Einführung von metropolradruhr
mit dem Start des Stadtradelns
und der Europäischen Mobilitätswoche.
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