6. November 2026
Woche im Blick
Seite 7
Multivisionsshow über
Letzte Stimmen
Reisefotograf Michael Runkel in Neustadt
M
ichael Runkel ist
am
Donnerstag,
12. November, um
19 Uhr wieder zu Gast in
der NeuStadtHalle. Im Gepäck hat der Reisefotograf
sein neues Buch Letzte
Stimmen, in dem es um bedrohte Kulturen unserer Erde geht. WiB verlost Tickets
zur Multivisionsshow.
Michael Runkel zählt zu
den renommiertesten Reisefotografen
Deutschlands
und zu den weitgereisten
Menschen der Welt. Der Fo-
tograf, Autor und Redner ist
in Neustadt aufgewachsen
und zur Schule gegangen. Er
hat alle 193 UN-Mitgliedsstaaten bereist und dokumentiert seit über drei Jahrzehnten indigene Kulturen
auf allen Kontinenten. Zur
Multivisionsshow kommt er
auf Einladung der Ferienkneipe Aisaria, die den Erlös der Veranstaltung wieder der Stadt Neustadt zur
Verschönerung der Wilhelmstraße spenden wird, wie
erster Vorsitzender Jörg
Feigl verspricht.
Mit Letzte Stimmen
oder: Gesichter einer verschwindenden Welt ist ein
bildgewaltiges Vermächtnis
über indigene Völker und
die fragile Vielfalt unserer
Erde erschienen.
Mit jeder Lebensform,
die verschwindet, verlieren
wir nicht nur Vielfalt, sondern auch Alternativen, so
Michael Runkel, der die entlegensten Regionen unseres
Planeten bereist und Gemeinschaften dokumentiert,
deren Lebensweisen heute
durch Klimawandel, Globali-
Michael Runkel will mit seinen Fotos die Vielfalt menschlicher Kulturen vermitteln.
Foto: Michael Runkel
sierung und Landraub zunehmend bedroht sind.
Die Zuschauerinnen und
Zuschauer in der NeuStadtHalle dürfen sich auf eindrucksvolle Porträts und
faszinierende Einblicke in
Rituale, Alltagsleben und
kulturelle Traditionen freuen.
Zu sehen sind an diesem
Abend Bilder, die in dieser
Form künftig kaum noch
möglich sein werden. Im
Buch und auf der Leinwand
entfaltet sich eine außergewöhnliche Reise zu den Ritualen und Gemeinschaften
Afrikas, zu den Nomaden Sibiriens, den Körperkulturen
Süd- und Südostasiens, den
Festen Ozeaniens und den
indigenen Völkern Südamerikas.
Dabei verbindet der BildMichael Runkel zeigt in seiner Multivisionsshow in Neustadt Gesichter einer verschwindenden Welt.
Foto: Michael Runkel band fotografische Meister-
schaft mit ethnologischer
Tiefe und einer klaren ethischen Haltung.
Letzte Stimmen ist zugleich Dokumentation und
stiller Appell: ein eindringliches Plädoyer dafür, die kulturelle Vielfalt der Menschheit als gemeinsames Erbe
zu bewahren, so der Autor
und Fotograf in einer Mitteilung. Die Bilder machen
sichtbar, was vielerorts bereits im Begriff ist zu verschwinden, und schaffen ein
Bewusstsein für die Bedeutung von Identität, Gemeinschaft und kultureller Erinnerung.
(nig)
Michael Runkel, Letzte
Stimmen Bedrohte Kulturen unserer Erde, 2026.
320 Seiten. 250 Abbildungen, ISBN: 978-3-7667-29064
Und so gehts
Wer jeweils zwei Eintrittskarten
gewinnen
möchte, schickt uns eine
Mail (mit dem Stichwort
Michael Runkel in der
Betreffzeile) bis 10 Uhr
am Folge-Montag des
WiB-Erscheinungstages.
In der Mail bitte Namen,
Adresse und Telefonnummer angeben. Pro
Teilnehmer akzeptieren
wir nur eine Mail. Der
Rechtsweg ist ausgeschlossen. Und hier die
Adresse fürs Glück:
wibgewinn@flz.de
Die Datenschutzvorgaben
werden eingehalten.
Alle Informationen unter
www.flz.de/datenschutz.html
Den Kindern zeigen
Du bist wertvoll!
Ilona Bell aus Eckenberg koordiniert die
Aktion Weihnachten im Schuhkarton
N
lung der Pakete. Bei ihr gab
auch Ilona Bell ihr Päckchen
ab. Schon als ich zur Haustür hereinkam, waren überall, wirklich überall, Pakete.
Das Wohnzimmer war ausgeräumt, anstelle der Möbel
stand ein Tapeziertisch in
der Mitte, erinnert sich
Bell.
Das Engagement und
Herzblut beeindruckte die
Eckenbergerin so sehr, dass
sie begann, sich selbst zu enIlona Bell sammelt in ihgagieren. Seja konnte mit
so viel Hingabe von den berem Privathaus in Eckenberg bei Emskirchen die geschenkten Kindern schwärspendeten Geschenkkisten
men, das steckte mich einund hat zusätzlich eine Abfach an, sagt sie.
Mittlerweile ist Ilona Bell
gabestelle im Kreislaufkaufselbst Dreh- und Angelpunkt
haus/Greuther Teeladen in
für die Aktion im Landkreis.
Unterstützt wird sie von ihrem Mann Thomas Bell und
ihrer treuesten Helferin Petra Maydt und deren Mutter.
Los geht es schon nach den
Sommerferien.
Sie bestellt Flyer und Plakate, die in Geschäften, Apotheken, Arztpraxen und Kindergärten ausgelegt werden.
Weihnachten im Schukarton
sei zertifiziert, betont Bell.
Alles werde kontrolliert, damit auch die Einfuhrbestimmungen eingehalten werden.
Es gehe nicht nur darum,
den Kindern nützliche Dinge
zukommen zu lassen, betont
sie. Jeder Schuhkarton ist
ein persönliches Geschenk.
Jemand hat sich Zeit genomZu Ilona Bells treuesten Helferinnen gehört Petra Maydt.
Foto: Ilona Bell men, etwas Schönes für ein
och ist Platz im Keller und im Wohnzimmer von Ilona Bell.
Das wird sich aber in wenigen Tagen ändern. Von 9.
bis 16. November findet wieder die offizielle Abgabewoche für Weihnachten im
Schuhkarton statt. Es ist
die weltweit größte Geschenkaktion für bedürftige Kinder. Koordinatorin
im Landkreis ist Ilona Bell.
Neustadt eingerichtet. Bis
der Lkw der barmherzigen
Samariter bei ihr vorfährt,
stapeln sich in der Wohnung
der Familie Bell die Geschenkpakete und es sieht
ein wenig aus wie bei den
Weihnachtswichteln.
Seit über 20 Jahren engagiert sich Ilona Bell bereits
für die Initiative der christlichen Hilfsorganisation Samaritans Purse e. V., die
heuer zum 30. Mal stattfindet. Als sie anfing, wurde
das Projekt im Landkreis
noch von der Christusgemeinde in Diespeck koordiniert.
Seja Pulkkinen kümmerte
sich damals um die Samm-
Im letzten Jahr stapelten sich die Pakete im Keller von Ilona Bell.
Kind auszusuchen, damit
möchten wir jedem Kind zeigen: Du bist wertvoll, sagt
sie. Die in Deutschland gesammelten Pakete gehen
überwiegend in osteuropäische Länder, unter anderem
nach Rumänien, Moldawien,
Litauen und auch nach
Ukraine. Die Kinder kommen aus Familien, wo für
Weihnachtsgeschenke nichts
übrig bleibt. Für Ilona Bell
ist es eine Lebensaufgabe geworden, diesen Kindern an
Weihnachten Geschenke zukommen zu lassen. Es ist
mein Auftrag, sagt sie.
Hier kann ich etwas Nützliches machen.
Und worüber freuen sich
die Kinder am meisten? Es
sei immer schön, wenn ein
Wow-Geschenk dabei sei,
sagt sie. Neben nützlichen
Dingen wie Schulmaterialien, Hygieneartikeln oder
Kleidung sollte auch eine
Überraschung eingepackt
werden. Etwa ein Kuscheltier, ein Fußball, etwas zum
Spielen. Der Schuhkarton
sei keine Hilfslieferung, sondern ein Weihnachtsgeschenk, betont Bell. Und
wichtig: Süßigkeiten dürfen
nicht ins Paket.
Jeder Karton wird individuell für ein Kind einer bestimmten Altersgruppe gepackt und mit einem passenden Aufkleber versehen. Wer
will, kann auch einen persönlichen Gruß dazu schreiben. Nach der Abgabe werden die Schuhkartons kon-
Foto: Thomas Bell
trolliert, für den Transport
vorbereitet und anschließend in die Empfängerländer gebracht. Lokale christliche Partner übernehmen
vor Ort die Verteilung. Weltweit werden jedes Jahr mehr
als zwölf Millionen Kinder
in über 100 Ländern beschenkt.
Die offizielle Abgabewoche findet vom 9. bis 16. November statt. Abgabestationen sind das Kreislaufkaufhaus/Greuther Teeladen in
der Wilhelmstraße 23 in
Neustadt und Familie Bell,
Eckenberg 27a, in Emskirchen. Informationen und eine Packanleitung finden Interessierte
unter
www.weihnachten-im-schuh
karton.org Nicole Gunkel
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