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Samstag, 17. Oktober 2026
DIE SEITE 3
Stadt sagt illegalem Sperrmüll den Kampf an
Hotspots im Berliner Viertel und in Baumberg werden angefahren
Volker Krämers Fotos vom Ende des Prager Frühlings waren der Beginn seiner Tätigkeit beim Stern. Die Ausstellung zeigt
auch Reproduktionen von editierten Bildern.
Gerling
Volker Krämers Fotos
in drei Ausstellungen
Der in Hilden geborene Fotograf arbeitete Jahrzehnte für den "Stern"
Hilden. Einer der ganz Großen des
Fotojournalismus wird jetzt mit
drei Ausstellung in Hilden gewürdigt. Volker Krämer war in der Itterstadt geboren, von hier aus zog
er in die ganze Welt, um mit seinen Fotos über die Menschen und
deren Alltag zu berichten. Schon
1969, da war 26 Jahre alt, holte
Henry Nannen ihn zum Stern nach
Hamburg. Das Wochenmagazin
war und ist für seine besonders
hochwertigen Fotos und Fotoreportagen berühmt.
Volker Krämer war einer der Legenden, die diesen Ruf begründeten. Mein Vater hat immer Wert
gelegt auf den zweiten Blick, sagt
Felix Krämer beim Pressegespräch
vor der Vernissage. Genau diese
Technik, die keine ist, berührt den
Bildbetrachter. Ein Beispiel: Man
sieht vereinzelte Menschen, die
durch eine zerstörte Straße gehen.
Kaputte Gebäude, Rauch, in der
Bildmitte ein trauriger Haufen,
vielleicht ein Autowrack. Aber es
sind die verletzten, getöteten Bäume, die überall im Bild den Blick
einfangen. Das Foto entstand 1968
in Prag, zu der Zeit, als der Prager
Frühling mit Waffengewalt niedergeschlagen wurde. Volker Krämer war zufällig dort, verschoss
seine Schwarzweiß-Filme mit Mo-
tiven, die anschließend um die
Welt gingen und der Beginn seiner
Laufbahn waren.
In den folgenden 30 Jahren war
er mit seinen Kameras unterwegs
in der Welt, voller Neugier, aber
nie voyeuristisch. Aus dem Archiv
von rund 100.000 Bildern hat Kuratorin Dr. Sandra Abend mit ihrem Team und unterstützt von Felix Krämer und seiner Frau Kristine von Oehsen viele der Bilder gesichtet und diejenigen ausgesucht,
die jetzt in Hilden gezeigt werden.
Ein allgemeiner Teil wird im
Kunstraum im Gewerbepark-Süd
präsentiert, die Medizin-Reportagen im Fabry-Museum und die Fotos aus seiner Anfangszeit bei der
Rheinischen Post in der Städtischen Galerie.
Die Ausstellungen sind naturgemäß auch eine Zeitreise von
1968 bis 1999, das Jahr, in dem
Volker Krämer ermordet wurde
am Rand eines beruflichen Einsatzes im Kosovo. Die Bilder
wecken Erinnerungen an die
1970er Jahre in Teheran, damals
voller Lebensfreude, den Sieg
der Gotteskrieger 1992 in Afghanistan und an die Trauer der
Menschen nach Lady Dianas Tod
1997.
Hippie-Kultur in Goa, Sportler
und ein nachdenklicher Kanzler
Gerhard Schröder sind zu sehen,
ebenso wie Reproduktionen einiger Stern-Ausgaben mit Fotoreportagen von Volker Krämer sowie der erschütterte Nachruf auf
den geschätzten Kollegen und die
mit ihm Ermordeten, den Journalist Gabriel Grüner und den Übersetzer Senol Alit.
Die Ausstellung im Kunstraum
Gewerbepark-Süd, Hofstraße 65,
ist noch bis zum 15. November zu
sehen. Öffnungszeiten: dienstags
bis freitags 14 bis 18 Uhr, samstags
und sonntags 11 bis 16 Uhr.
Medizin im Blick, noch bis 17.
Januar 2027, Wilhelm-FabryMuseum, Benrather Straße 32a,
Öffnungszeiten: dienstags, mittwochs, freitags 15 bis 17 Uhr, donnerstags 15 bis 20 Uhr, samstags
14 bis 17 Uhr, sonn-/feiertags: 11
bis 17 Uhr.
Die ersten Jahre bei der Rheinischen Post: 8. Oktober bis 28. November, Städtische Galerie, Mittelstraße 40, Öffnungszeiten:
dienstags, mittwochs, freitags, 16
bis 18 Uhr, donnerstags 16 bis 19
Uhr, samstags 11 bis 15 Uhr.
Mehr Infos, auch zu den Sonderveranstaltungen zur Ausstellung
gibt es unter https://wilhelm-fabry-museum.de. Beatrix Gerling
Ansichten der Stadt
Neuer Langenfeld-Kalender ab sofort erhältlich
Langenfeld. Langenfeld hat aus ganz
unterschiedlichen Perspektiven einiges zu bieten. Sehenswerte Gebäude, besondere Plätze und abwechslungsreiche Ansichten der
Stadt finden sich im neuen Langenfeld-Kalender 2027, der ab sofort erhältlich ist.
Ob aus der Bodenperspektive
oder aus der Luft betrachtet: Die
ausgewählten Aufnahmen zeigen
bekannte Orte ebenso wie besondere Blickwinkel auf die Stadt.
Zwölf Motive laden Monat für
Monat zu einem fotografischen
Streifzug durch Langenfeld ein
und bringen ein Stück der Stadt
an die heimische Wand.
Nach dem Erfolg in den vergangenen Jahren wird die Kalenderreihe damit auch 2027 fortgesetzt.
Neben den großformatigen Aufnahmen bietet der Wandkalender
ausreichend Orientierung durch
das Jahr und verbindet so Langenfelder Motive mit einem prakti-
Monheim am Rhein. Es ist kein neues
Problem, aber es ist ein neuer Lösungsansatz, den Bürgermeisterin
Sonja Wienecke im Umgang mit
dem illegalen Abladen von Sperrmüll in der Stadt vertritt. Als ersten Schritt gründete sie eine Taskforce Müll, einen bereichsübergreifenden Zusammenschluss innerhalb der Stadtverwaltung, der sich
regelmäßig abspricht, die Maßnahmen, die aktuell schon greifen, auf
Wirksamkeit überprüft und nachjustiert, wo es sein muss.
Philipp Maibaum, Leiter des
Kommunalen Ordnungsdienstes
(KOD): Seit Frühjahr dieses Jahres haben wir uns mit 56 Fällen illegaler Müllentsorgung befasst,
bei denen ein hinreichender Anfangsverdacht für weitere Ermittlungen vorliegt. Die meisten
Müllsünderinnen und Müllsünder
hinterlassen unbewusst Spuren,
denen die Mitarbeitenden vom
KOD und der Bauaufsicht nachgehen können. Uns erreichen auch
viele Anzeigen von Nachbarn oder
Passantinnen und Passanten, die
die Vermüllung einfach nicht
mehr tolerieren wollen, so Maibaum. Es gab einige Fälle, die dank
der Hinweise aus der Bevölkerung
aufgeklärt werden konnten.
Naziha Zauaghi von der städtischen Abteilung Interkulturalität
und Städtepartnerschaften hat sich
im Berliner Viertel umgehört: Die
Menschen leiden unter dem Zustand ihres Viertels, berichtet sie
im Treffen der Taskforce. Ich habe
mit vielen gesprochen, die sich
nicht mehr trauen, Besuch zu empfangen, weil sie sich so schämen.
Die Bürgermeisterin setzt nicht
nur auf strenge Strafverfolgung,
sondern appelliert auch an die
Mithilfe der Nachbarschaft: Alle
An der Bernauer Straße: Problematisch ist nicht nur der Müllberg, sondern dass
er eine Feuerwehraufstellfläche verstellt.
Stadt Monheim am Rhein / Oliver Pelke
müssen anpacken, dieses Problem
zu lösen, sagt sie. Es kann nicht
sein, dass wir als Stadt hier viel
Steuergeld ausgeben, um den illegal abgestellten Sperrmüll einzelner zu entsorgen, viele kommen
nicht mal aus Monheim, sondern
aus anderen Städten.
Wienecke möchte das Thema
grundsätzlich mehr in die öffentliche Wahrnehmung bringen und mit
punktuellen Dreck-weg-Aktionen
sowie Quartierspatenschaften für
mehr Verantwortungsbewusstsein
für die eigene Nachbarschaft werben. Bei der Beseitigung der Probleme im Berliner Viertel und in Baumberg sieht sie auch das Immobilienunternehmen LEG in der Pflicht.
Die Termine für die Sperrmüllabfuhr hingen nicht mehr im Hausflur aus, sondern seien zuletzt nur
noch online zu finden gewesen.
Ansprechpersonen sowie Hausmeister seien nicht mehr vor Ort
greifbar, Termine im Stadtteilbüro
der LEG schwierig zu bekommen
und viel zu lange passiere nichts,
melden Mieterinnen und Mieter
der Stadt. Geschätzte 80 Prozent
der verdreckten Flächen seien
nicht städtisch, so Oliver Pelke.
Der ursprüngliche Ansatz, den
Sperrmüll durch häufiges Abfahren so schnell wie möglich aus dem
Stadtbild verschwinden zu lassen,
Neuer Präventionskurs VITA Fit&Gesund
startet ab dem 27. Oktober 2026.
Fit für die Gesundheit und stark in der Gemeinschaft
Bewegung, Kraft und Gemeinschaft für
die Gesundheit: Unter dem Motto VITA
denkt Pink verbindet VITA Gesundheit
in Monheim Gesundheitsförderung mit einem
Zeichen der Solidarität für Menschen, die von
Brustkrebs betroffen sind.
Im Oktober startet bei VITA Gesundheit in
Monheim der neue Präventionskurs VITA
Fit&Gesund. Das Angebot richtet sich an
alle, die ihre Fitness, Beweglichkeit und körperliche Leistungsfähigkeit verbessern und
aktiv etwas für ihre Gesundheit tun möchten.
Der Kurs umfasst zehn Trainingseinheiten innerhalb von fünf Wochen und kombiniert
zwei wichtige Bereiche der Gesundheitsförderung:
In einer wöchentlichen Einheit stehen Gymnastik und Beweglichkeit im Mittelpunkt, in
der zweiten Einheit ein individuelles Kraftund Muskelaufbautraining an modernen
Geräten.
Ergänzend erhalten die Teilnehmenden Zugang zu einem begleitenden Online-Theoriekurs mit Informationen rund um Bewegung,
Ernährung und Muskeltraining.
Das Kalenderblatt Mai zeigt das Pfarrhaus, Kirche St. Barbara in Reusrath.
Stefan Pollmanns
schen Begleiter für den Alltag. Der
Kalender kostet zehn Euro und ist
im Bürgerbüro des Rathauses, in
der Bücherecke Hiltrud Markett,
Hauptstraße 62, sowie bei Thalia
in der Stadtgalerie erhältlich.
damit länger liegende Haufen
nicht zum Nachahmen animieren,
scheint nur teilweise aufzugehen.
Pelke: Müll wird zu jeder Zeit
überall abgestellt. Dennoch muss
weiterhin in diesem engen Turnus
abgefahren werden, denn der Müll
gefährdet Menschenleben.
Häufig wird er auf Feuerwehraufstellflächen abgestellt, sagt
Philipp Maibaum. Zudem bestünden gesundheitliche Gefahren
durch Restmüll und Müll mit giftigem Inhalt, der zum Sperrmüll dazugestellt wird. Geprüft wird jetzt,
ob eine Kameraüberwachung
möglich ist, um Müllsünderinnen
und Müllsünder noch besser überführen zu können.
Zudem sollen Schilder aufgestellt werden, die vor den Konsequenzen durch das illegale Abstellen von Müll warnen und gleichzeitig die Abfuhrtermine wieder in
den Hausfluren kommuniziert
werden. Auch das Konzept Mülldetektive, das es in anderen Städten gibt, wird derzeit von der
Taskforce geprüft.
Der Wunsch der Bürgermeisterin: Das Problem gemeinsam anpacken. Die betroffenen Bürgerinnen und Bürger sollen sich
nicht im Stich gelassen fühlen, nur
weil einige wenige meinen, sie
könnten tun, was sie wollen.
Wählen Sie entweder
Kurs 1 (Abendkurs,19 Uhr)
ab Di, 27.10.: Kraft- und Muskeltraining
ab Do, 29.10.: Gymnastik
oder
Kurs 2 (Vormittagskurs, 11 Uhr)
ab Mi, 28.10.: Gymnastik
ab Fr, 30.10.: Kraft- und Muskeltraining
Die Kursgebühr beträgt 149 Euro. Ein großer
Vorteil: Gesetzliche Krankenkassen bezuschussen zertifizierte Präventionskurse bis zu
100 Prozent der Kosten, abhängig von der
jeweiligen Krankenkasse.
Mit der Aktion VITA denkt Pink möchte VITA
Gesundheit in Monheim auf die Bedeutung
von Prävention, Bewegung und einem aktiven Lebensstil aufmerksam machen. Gleichzeitig setzt das Gesundheitszentrum ein
sichtbares Zeichen der Solidarität mit Brustkrebspatientinnen und -patienten.
Darüber hinaus bietet VITA Gesundheit in
Monheim auch Rehasport für onkologische
Patientinnen und Patienten an. Die Teilnahme kann ärztlich verordnet werden.
Anmeldung und Informationen:
VITAGESUNDHEIT in Monheim
Rheinpromenade 2, 40789 Monheim am Rhein
Telefon: 02173 51110, E-Mail: info.monheim@vita-gesundheit.de
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