FUNKE Hamburger Wochenblatt Kalenderwoche 44
Disco für Menschen
ab 60
Eppendorf. Tanzen zu Rock, Pop,
Soul und Funk: Am Mittwoch, 4.
November 2026, lädt die Kunstklinik von 18.30 bis 21.30 Uhr zum
Disco-Abend Wir fühln uns DISCO ein. Das Angebot richtet sich
an Menschen ab 60 Jahren. Jüngere Gäste dürfen in Begleitung einer
Person über 60 mitfeiern. Auch
Menschen mit Rollstuhl oder Rollator sind willkommen. Der Eintritt kostet 6 Euro, Karten gibt es
ausschließlich an der Abendkasse.
Veranstaltungsort ist die Kunstklinik, Martinistraße 44a. Info:
kunstklinik.hamburg. (wb)
Musik zur Marktzeit
in der Apostelkirche
Eimsbüttel. Am Sonnabend, 7. November 2026, um 12 Uhr lädt die
Apostelkirche Eimsbüttel zur musikalischen Andacht In graudunkler
Novemberzeit ein. Die Veranstaltung bietet Gelegenheit, mit Musik
und besinnlichen Momenten eine
kleine Pause vom Alltag einzulegen. Die Kirche ist von 10 bis 14 Uhr
geöffnet. Informationen zum Programm gibt es unter: ev-ke.de (wb)
Gemeinsam singen
im Kreativhaus
Eimsbüttel. Am Sonntag, 8. November 2026, um 10.15 Uhr steht im
Kreativhaus Eimsbüttel das Generationen-Singen auf dem Programm. Jung und Alt sind eingeladen, gemeinsam bekannte Lieder
anzustimmen. Vorkenntnisse sind
nicht erforderlich. Im Mittelpunkt
stehen die Freude an der Musik
und die Begegnung mit Menschen
aus dem Stadtteil. Weitere Informationen gibt es unter kreativhaus-eimsbuettel.de. (wb)
Vortrag über Otto
von Bismarck
Eppendorf. Der ehemalige Reichskanzler Otto von Bismarck steht im
Mittelpunkt eines Vortrags am
Mittwoch, 11. November 2026, um
18 Uhr. Die Veranstaltung wird vom
Verein New Generation organisiert
und findet in der Kunstklinik an der
Martinistraße 44a statt. Der Vortrag bietet Gelegenheit, sich mit einer prägenden Persönlichkeit der
deutschen Geschichte und ihrer politischen Bedeutung auseinanderzusetzen. Informationen zu Eintritt
und Anmeldung gibt es beim Veranstaltungszentrum unter Telefon
040/780 50 400 oder unter kunstklinik.hamburg. (wb)
Sonnabend, 31. Oktober 2026
LOKALES
Neuer Wirbel um die
Suppenküche Ottensen
Linke fordern Ersatz für Sozial-Restaurant - Streit in der Bezirkspolitik.
Dirk Andresen
Ottensen. Es wird ein bitterer Abschied: In diesen Tagen zieht die
Suppenküche, das extrem günstige Extra-Angebot der Sozial-Restaurants La Cantina, vom Hohenesch in Ottensen in die Räume von
MAhL ZEIT an der Trinitatiskirche auf St.Pauli. Zurück bleiben in
Ottensen viele sozial schwächere
Menschen, die dort bisher für nur
50 Cent nachmittags ein vollwertiges Mittagessen bekamen. In der
Bezirkspolitik gibt es inzwischen einen offenen Streit über das Thema.
Ottensen zukünftig ohne Speisen für Obdachlose und andere Bedürftige? Hintergrund für dieses
traurige Szenario ist die Kündigung des Eigentümers der LaCantina-Räumlichkeiten angeblich
wegen notwendiger Umbauten.
Neuer Standort für das La Cantina
wird die Betriebskantine des Bundesamtes für Seeschifffahrt und
Hydrographie (BSH) in der Bernhard-Nocht-Straße.
Die Suppenküche indes bietet
ab dem 2. November ihre Speisen
im vom bisherigen Standort diverse Kilometer entfernten MAhL
ZEIT an der Trinitatiskirche an
ergänzt dort künftig das günstige
Frühstücksangebot. In Ottensen
allerdings werden viele Bedürftige
dieses Angebot schmerzlich vermissen.
Für diese Menschen setzen sich
Altonas Linke vehement ein. Dazu
Linken-Bezirkspolitiker Karsten
Strasser: Positiv ist an der Geschichte nur, dass die Ausbildungsplätze in der La Cantina für
Langzeitarbeitslose erhalten bleiben. Aber mit dem Umzug der
Suppenküche nach St. Pauli entfällt das Speisenangebot in Ottensen für Menschen in oft sehr
schwierigen Lebenslagen. Besonders betroffen davon sind natürlich jene mit Gehbehinderungen,
die nicht mal schnell zum neuen
Standort kommen können. Insofern halten wir es für dringend erforderlich, Ersatz für die Suppenküche in Ottensen zu finden. Darüber hinaus stellt sich laut Strasser die Frage, was jetzt eigentlich
mit den Haushalts- und Fördermitteln geschieht, die durch den
Wegzug der La Cantina frei werden: Inwieweit stehen nun Haushaltsmittel zur Verfügung, die zu-
Alsterstreicher präsentieren
Kammermusik-Konzert
Veranstaltung in der Reihe Musik+Plus
Altona. Die vier Musikerinnen und
Musiker Valentin Dübbers, Daniel
Thieme, Thilo Jaques und Susanne
Schott werden am Freitag, 6. November, ein besonderes Kammermusik-Highlight präsentieren: Die
Alsterstreicher vereinen Geigen,
Violoncello und eine besondere
Bratschenstimme gespielt vom
Waldhorn.
Dies ist eine klangliche Tradition,
die Brahms Blechbratsche neu interpretiert. Dem ab 1814 aufkommenden Ventilhorn stand Brahms
skeptisch gegenüber. Er hielt dessen Klang für zu grob und sorgte
sich um die Klangbalance mit Klavier und Violine.
Mit Thilo Jaques als Hornisten,
Susanne Schott am Cello und den
Geigern Valentin Dübbers und Daniel Thieme erwartet die Konzertbesucher ein konzertanter Wettstreit um feinsinnige Klangfarben
und ein durch das Horn vergoldetes Streicherklang-Erlebnis.
Auf dem Programm stehen neben
Werken von Antonio Vivaldi,
Wolfgang Amadeus Mozart und
Ludwig van Beethoven auch ein
modernes Stück von Thilo Jaques,
dem Hornisten im Quartett. Thilo
Jaques hat mehrere Kompositionspreise gewonnen und ist u.a.
auch Dirigent des Hamburger Ärzteorchesters und der Jungen Symphoniker Hamburg.
Das Konzert beginnt um 20 Uhr
und findet in der katholischen Kirche St. Marien Altona (Bei der
Reitbahn 4) statt. Der Eintritt ist
frei, eine Spende durchaus willkommen.
"Musik plus" ist eine Veranstaltungsreihe in der katholischen
Kirche St. Marien Altona.
Künstler präsentieren im Dialog
außergewöhnliche und hochkarätige Kammermusik von Renaissance bis Jazz.
Die Konzerte sind immer wieder
anders überraschend, und teilweise wird die Musik mit anderen
Kunstformen kombiniert.
Die intime Atmosphäre des Kirchenraums lädt ein zur Begegnung
mit den Künstlern im Konzert und
im gemeinsamen Ausklang. (wb)
Das Gebäude von La Cantina und der Suppenküche am Hohenesch in Ottensen.
Roland Magunia / WB
Küchenchefs im Sozial-Restaurant: Tobias Grebe und Oliver Esmann (r.).
Roland Magunia / WB
künftig vom Bezirk Hamburg-Mitte getragen werden? Die Umstrukturierung reißt nach Einschätzung der Altonaer Linken eine gravierende Lücke in das soziale Angebot des Stadtteils. Es liege nahe, dass ein großer Teil der
Menschen, die bisher am Standort
Hohenesch regelmäßig versorgt
wurden, künftig das neue Angebot in St. Pauli nicht nutzen können.
Ein Antrag der Linken dazu in
der Bezirksversammlung Altona,
ein ähnliches Angebot wie das der
Suppenküche in Ottensen zu
etablieren, fand jetzt indes keine
Mehrheit. Für Strasser und seine
Fraktion ein Unding Altonas Linke wollen weiter konsequent nach
einer Lösung für das Problem
fahnden. Strasser: Wir kämpfen
weiter für einen angemessenen Ersatz von La Cantina und der Suppenküche in Ottensen. Im Fokus
unserer Arbeit bleibt die wachsende Zahl von Menschen mit kleinem Geldbeutel in einer immer
teureren Metropole. Wir werden
die sich verschlechternde soziale
Infrastruktur in Altona und ganz
Hamburg bei den Haushaltsverhandlungen konsequent thematisieren.
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