. Samstag, 17. Oktober 2026 SERVICE Ruhr-Unis und ein Nobelpreis Exzellenzverbund Ruhr: Was sich für Studierende und Forschende ändert In den Herbstferien herrscht Dino-Alarm im Tierpark Bochum. Tierpark / Fosilium Bochum Urzeit-Power und Kürbisspaß Ferienprogramm im Tierpark Bochum Wenn der Triceratops durch den Park streift und kleine Dino-Fans auf Spurensuche gehen, ist UrzeitFaszination garantiert: Der Tierpark startet in die Herbstferien mit einer Woche ganz im Zeichen der Dinosaurier. Rund um die Ausstellung DinoAlarm, erwartet Familien ein buntes Angebot, das zum Entdecken, Mitmachen und Staunen einlädt. Ein besonderes Highlight ist der Aktionstag Dino-Ferienstart: Mit Urzeit-Power in die Herbstferien am Sonntag, 18. Oktober, von 12 bis 16 Uhr. Auf die Besucher warten eine Dino-Rallye mit Gewinnspiel, spannende Einblicke in die Welt der Urzeit und kreative Angebote für Kinder. Für Aufsehen dürfte der tierische Gast sorgen: Ein Triceratops ist zwischendurch im Tierpark unterwegs und bietet die Gelegenheit für außergewöhnliche Begegnungen und Erinnerungsfotos. Nach der Dino-Zeit wird es herbstlich: Vom 24. bis 28. Oktober können Kinder bei der Aktion Kürbis-Detektive auf die Suche nach goldenen Kürbissen gehen und ihre Fundorte eintragen. Wer die aus- gefüllte Karte abgibt, nimmt am Gewinnspiel. Ebenfalls vom 24. bis 28. Oktober sowie am Halloween-Wochenende ist Kürbisschnitzen geplant. Am 29. Oktober bilden das Halloween-Warmup für die Kleinsten und am 30. und 31. Oktober die traditionelle Tierpark-HalloweenFeier die Höhepunkte des Veranstaltungsmonats bilden. Ab dem 25. Oktober verlängert der Tierpark seine Öffnungszeiten und setzt die Ausstellung DinoAlarm mit atmosphärischer Beleuchtung in Szene. Hui, wie unheimlich! Der Plateosaurus gibt einen Vorgeschmack auf Halloween. Tierpark / Fossilium Bochum Programm Samstag, 17., bis Samstag, 31. Oktober Grabungen im Forscherzelt Samstag, 17., bis Freitag, 23. Oktober Dino-Rallye mit Gewinnspiel Sonntag, 18. Oktober 12 bis 16 Uhr: Mit Urzeit-Power in die Herbstferien Samstag, 24., bis Mittwoch, 28. Oktober Kürbis-Detektive Samstag, 24., bis Donnerstag, 28. Oktober täglich von 11.30 bis 16 Uhr Kürbisschnitzen Sonntag, 25., bis Donnerstag, 28. Oktober verlängerte Öffnungszeiten bis 22 Uhr Dinos im Licht Kosten Add-ons: Grabungscamp: 8 Euro Kürbisschnitzen: 6 Euro Kombiticket (2. Ferienwoche): Grabung und Kürbisschnitzen: 12 Euro Julia Tjus muss noch schnell eine Presseanfrage beantworten. Seit der Physik-Nobelpreis an Francis Halzen gegangen ist, häufen sich Mails und Anrufe bei der Bochumer Astrophysikerin. Tjus ist seit diesem Jahr Mitglied der Akademie, welche die Nobelpreise vergibt, war aber von Beginn an von der Entscheidungsfindung aus Befangenheit ausgeschlossen. Halzen hat ihre Doktorarbeit mitbetreut. Seit mehr als 20 Jahren arbeitet er eng mit Forschenden aus Bochum und Dortmund zusammen. Der Nobelpreis erzählt auch davon, wie die beiden Unis exzellent wurden. Frau Tjus, welche Verbindung hat der neue Exzellenzverbund von Bochum und Dortmund zum diesjährigen Physik-Nobelpreis? Eine ziemlich konkrete. Francis Halzen hat IceCube aufgebaut. Das ist ein riesiger Eiswürfel ein Kubikkilometer Eis in der Antarktis, der mit Sensoren bestückt als Messinstrument dient. Bochum und Dortmund sind an dem internationalen Projekt beteiligt. Neutrinos aus dem All verfangen sich im Eisblock Wir suchen dort nach NeutrinoTeilchen aus dem All. Und ein wichtiger Durchbruch ist in Dortmund gelungen. Die Kollegen konnten mit den Daten von IceCube nachweisen, dass unsere Milchstraße Neutrinos aussendet. Sie haben ein Verfahren des maschinellen Lernens entwickelt, das aus hundert Milliarden Signalen pro Jahr die hundert relevanten herausliest. Ich bin mir sicher, dass der Nobelpreis ohne diese Entdeckung anders vergeben worden wäre. Seit wann arbeiten Dortmund und Bochum in der Astrophysik zusammen? Schon bevor ich 2009 herkam. Bochum ist stark in Astrophysik und Plasmaphysik, Dortmund in Teilchenphysik und bei datengetriebenen Methoden. Diese wertvolle Kombination gibt es weltweit vielleicht noch zweimal, in Oxford und in Madison, Wisconsin. Schon seit Jahren besetzen wir Professuren so, dass sie sich gut ergänzen. Es gibt natürlich weitere Beispiele der Zusammenarbeit, der gemeinsame Chemie-Exzellenzcluster Resolv ist sehr stark integriert. Die Erkenntnisse aus diesen Kooperationen sollen nun systematischer auf die beiden Universitäten übertragen werden. Was verändert der Exzellenzstatus denn GUTES LESEN & GUTES TUN. 5 Wochen sind promovierte Forschende am Anfang ihrer Laufbahn einem Lehrstuhl zugeordnet. Künftig sollen Stellen entstehen, auf denen Postdocs von Anfang an eigene Forschungsprojekte entwickeln und eigenständig Doktoranden betreuen können. Für die weitere Karriere ist diese frühe Unabhängigkeit ein großer Vorteil. Wie wichtig ist dabei das Siegel Exzellenz selbst? Natürlich schauen junge Forschende vor allem darauf, wer an einem Standort arbeitet und welches Umfeld sie dort erwartet. Aber der Exzellenzstatus schafft zusätzliche Sichtbarkeit. Gerade Studierenden oder Doktoranden, die noch nicht jeden Forscher kennen, signalisiert er: Hier wird Spitzenforschung betrieben. Die Astrophysikerin Prof. Julia Tjus forscht an der Ruhr-Uni Bochum. konkret? Eine gute Zusammenarbeit gibt es ja offenbar schon. Gemessen an den Gesamthaushalten der Universitäten ist die Förderung nicht riesig. Aber man kann damit sehr gezielt etwas anschieben. Und es ist psychologisch etwas ganz anderes, wenn jemand sagt: Ihr müsst fusionieren, um zu sparen. Oder: Ihr könnt zusammen etwas Neues gestalten, und dafür gibt es zusätzliche Ressourcen. Die Bewerbung stand unter dem Motto future-proof society, zukunftsfähige Gesellschaft. Was heißt das inhaltlich? Forschung soll stärker in die Gesellschaft getragen werden und enger mit der Wirtschaft zusammenarbeiten. Forschende müssen wissen, welche Unternehmen etwas mit ihren Erkenntnissen anfangen können und Unternehmen, wer an der Universität ihnen bei einem Problem helfen könnte. Genau solche Netzwerke soll der Exzellenzverbund stärken. Können Sie ein Beispiel geben? In der Astrophysik untersuchen wir extrem dünne Plasmen im Weltall. Gleichzeitig erforschen Laborphysiker Plasmen experimentell und arbeiten dabei auch mit Ingenieuren und Unternehmen an Anwendungen wie Beschichtungen. Wir versuchen nun, diese Welten näher zusammenzubringen. Ein Doktorand von mir modelliert etwa Laborergebnisse theoretisch. Umgekehrt kann man im Labor Bedingungen Thomas Mader / schaffen, die astrophysikalischen Plasmen näherkommen. Wenn wir die Physik besser verstehen, können daraus später Anwendungen entstehen. Was werden Studierende von der Exzellenz merken? Schon heute kann ein Dortmunder Physikstudent in Bochum Astrophysik hören und sich das anerkennen lassen. Umgekehrt empfehle ich Bochumer Studierenden Dortmunder Veranstaltungen zu statistischen Methoden und Machine Learning. Das soll noch einfacher und systematischer werden, bis hin zu gemeinsamen Studiengängen. Außerdem sollen Studierende früher an Forschung herangeführt werden. In der Physik gibt es Forschungspraktika bisher etwa ab dem fünften Semester. Künftig wollen wir das punktuell schon früher ermöglichen und aktuelle Forschungsthemen schon von Beginn an in den Vorlesungen aufgreifen. Müssen Studierende künftig ständig zwischen Bochum und Dortmund pendeln? Im Grundstudium nicht. Interessant wird die Kooperation bei Spezialisierungen. Natürlich muss man dann auch mal fahren. Das ist heute schon normal und relativ unkompliziert. Und was verändert sich für junge Wissenschaftler? Spannend finde ich die Independent Postdocs. Normalerweise Die Rektoren wollen auch Labore und andere Einrichtungen gegenseitig öffnen. Ist das heute noch schwierig? Teilweise funktioniert das schon. In unserem Sonderforschungsbereich können auch Dortmunder Mitglieder unseren Rechencluster nutzen. Mit den Shared Labs soll das systematisch werden: Was gibt es an beiden Universitäten, und wie können Geräte und Labore gemeinsam besser genutzt werden? Wo liegen die Hürden der Zusammenarbeit? Oft in der Verwaltung. Man stellt fest: In Dortmund funktioniert etwas, das in Bochum nicht geht und umgekehrt. Bisher arbeiten wir uns pragmatisch um solche Hürden herum. Genau die soll der Verbund abbauen. Das wird nicht völlig schmerzfrei. Aber man kann schauen, was an der anderen Universität einfacher läuft, und das Beste aus beiden Welten übernehmen. Exzellenz soll auf den ganzen Campus ausstrahlen Exzellenz konzentriert sich stark auf Spitzenforschung. Wie soll davon die ganze Universität profitieren? Man muss alle Bereiche mitnehmen. Gerade im Lehramt kann forschendes Lernen viel bewirken: Studierende erleben aktuelle Forschung und tragen dieses Wissen später in die Schulen. Natürlich ist das in manchen Fächern leichter als in anderen. Es gibt auch Grundaufgaben, aber am Ende soll Exzellenz auf den ganzen Campus ausstrahlen. JEDER CENT wird zu 100 % gespendet an für 15 € Direkt bestellen: waz.de/spenden oder 0 800 / 60 60 710 (kostenfrei) Bestellnummer: Premium FOM00271 Digital-Paket FOM00269 stadtspiegel-bochum.de Stadt Spiegel Wattenscheid Nr. G2607G Nov. 26 - April 27 04152 9069057 Genuss & Wellness an der Strandpromenade von Binz! 3 Tage Rügen, Ostsee 5 Luxusurlaub direkt am Strand p. P. ab p.P. ab 5 Grand Hotel Binz: Wellness, Pool & Sauna. Perfekt für Erholung und Rügen-Au . Samstag, 17. Oktober 2026 SERVICE Die Seite wechseln Superheroes erleben Ruhrbistum: Auslandsjahr für junge Erwachsene Deutsches Fußballmuseum: Tickets zu gewinnen Tansania, Costa Rica, Panama oder Peru junge Menschen, die sich ein Jahr lang freiwillig in einer Kinder- und Jugendeinrichtun . Samstag, 17. Oktober 2026 DIE SEITE 3 Kurz notiert Über die Zukunft der Lokalpolitik Bochums Oberbürgermeister Jörg Lukat ist am kommenden Dienstag, 20. Oktober, Gast der Evangelischen Stadtakademie am Westring 26 c. Ab 18.30 Uhr spricht er über das Thema Zusammenhalt gestalten: Kommunalpolitik . Samstag, 17. Oktober 2026 POLITIK & MEINUNG Mehr Verweigerer bei Bundeswehr Verantwortung muss jede Generation übernehmen Die Zahlen steigen deutlich und die jungen Männer machen häufig formale Fehler eto Kla r o: R Die Zahl der Kriegsdienstverweigerer steigt stark an und das darf eigentlic . Samstag, 17. 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Oktober 2026 Kleinanzeigen Umzüge Umzüge DIETER LUEG Türen Fenster Wir fertigen und montieren selbst! Gartenpflege gut & günstig, für kleine + große Gärten, seit 1997, fachgerecht. Gartenbau Sondermann O 0 23 24/ 98 31 26 HAUS-PROFIS 24h übernehmen Maler-, VICTORIASEEBARSCHFILET sein grätenarmes, mildes Fleisch macht ihn so beliebt, 100 g Frische 0.55 SCHWEINEFILETKÖPFE 4.44 1.89 100 g LACHSFORELLENFILET mit Haut, auf der Haut gebraten o. gegrillt besonders saftig, 100 g 2.59 1.50 Frische KALBSLEBER etwas für Kenner, 100 g Basedahl FEINE