16. Oktober 2026
Woche im Blick
Seite 3
Auf das Leben!
L
Jüdische Kulturwoche in Rothenburg
eröffnen weitere Zugänge
zur jüdischen Kultur. Eine
musikalische Lesung mit
Thomas Sparr und der Capella Antiqua Bambergensis
am 18. Oktober führt durch
mehr als 800 Jahre jüdischdeutscher Geschichte. Am
21. Oktober widmet sich ein
Lyrikabend in der Stadtbücherei der Dichterin Hilde
Vorträge, Filme, Konzerte,
Domin und ihren ZeitgenosWorkshops und eine Exkursinnen Nelly Sachs und Ulla
Hahn.
sion laden dazu ein, jüdiMit der jüdischen Familisches Leben aus unterschiedlichen Perspektiven
engeschichte in Böhmen bekennenzulernen, miteinanschäftigt sich am 19. Oktoder ins Gespräch zu komber die Buchvorstellung
Die Mühlsteins von Jan
men und sich zugleich mit
Mühlstein. Der Dokumentarder Geschichte der jüdischen Gemeinde Rothenfilm Wir haben euch doch
nichts getan! am 22. Oktober beleuchtet jüdisches Leben in Rothenburg im 20.
Jahrhundert aus der Perspektive von Zeitzeugen.
Weitere Filme führen am 20.
Oktober mit Tel Aviv Beirut in den israelisch-libanesischen Konflikt und am 23.
Oktober mit SHTTL in ein
ukrainisches jüdisches Dorf
kurz vor dem deutschen
Überfall 1941.
Kultur zum Mitmachen:
Auch das gemeinsame Erleben kommt nicht zu kurz.
Am 16. Oktober können Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei einem koscher-style
Kochkurs mit Anat Kozlov
moderne jüdische und israelische Küche kennenlernen
und gemeinsam kochen. Eine besondere Verbindung
In der Judengasse 10 ist die Ausstellung Bauhaus welt- von Geschichte und Gegenweit Jüdische Architekten der Moderne mit Fotografien wart bietet die Exkursion
von Jean Molitor zu sehen.
Foto: Robert Nehr zum Erinnerungsort Bade-
e Chajim! Auf das
Leben! lautet das
Motto der 16. Jüdischen Kulturwoche in Rothenburg ob der Tauber, die
noch bis 25. Oktober 2026
zahlreiche Veranstaltungen
rund um jüdische Kultur,
Geschichte und Gegenwart
bietet.
burgs auseinanderzusetzen.
Im Mittelpunkt der Kulturwoche steht der 22. Oktober.
An diesem Tag wird an die
jüdischen Einwohnerinnen
und Einwohner Rothenburgs erinnert, die am 22.
Oktober 1938 unter dem nationalsozialistischen Terror
aus der Stadt vertrieben
wurden. Die Auseinandersetzung mit dieser Geschichte ist ein wichtiger Bestandteil der Rothenburger Erinnerungskultur.
Jüdisches Leben gestern
und heute: Das Programm
verbindet historische Themen mit Einblicken in jüdisches Leben der Gegenwart.
Musik, Literatur und Film
Bei der jüdischen Kulturwoche im vergangenen Jahr erzählte Juliane Dehner jüdische Märchen im Mikwenhaus.
Foto: Margit Schwandt
haus in WolfratshausenWaldram am 17. Oktober.
Der ehemalige Ort Föhrenwald steht exemplarisch für
Krieg, Zerstörung, Flucht,
jüdisches Leben nach 1945
und Neubeginn.
Den musikalischen Abschluss bildet am 24. Oktober das Ensemble WAKS mit
dem multimedialen Konzert
Sofias Reisen. Im Mittelpunkt steht die jüdisch-russische Musikethnologin Sofia Magid und ihre Sammlung jiddischer Lieder und
Nigunim.
Ausstellung
Bauhaus
weltweit: Begleitend zur
Kulturwoche ist samstags
von 15.30 bis 18 Uhr in der
Judengasse 10 die Ausstellung Bauhaus weltweit
Jüdische Architekten der
Moderne mit Fotografien
von Jean Molitor zu sehen.
Sie zeigt, wie vertriebene jü-
dische Baumeister das Neue
Bauen nach 1933 von
Europa über Israel bis nach
Südamerika trugen. Ergänzt
wird die Ausstellung durch
Recherchen von Dr. Kaija
Voss. Der Eintritt beträgt 5
Euro.
Rothenburgs jüdische Geschichte: Rothenburg blickt
auf eine lange jüdische Geschichte zurück. Bereits im
Mittelalter bestand eine bedeutende jüdische Gemeinde, deren Geschichte eng
mit der Entwicklung der
Reichsstadt verbunden ist.
Orte wie die Judengasse, die
ehemalige Mikwe und der
Gedenkstein am Kapellenplatz erinnern heute an jüdisches Leben in Rothenburg.
Zugleich dokumentieren sie
die Brüche und Verfolgungen, denen die jüdische Bevölkerung ausgesetzt war.
Regelmäßig findet zudem
die Führung Reinheit ob
der Tauber Jüdisches Leben in Rothenburg statt. Jeden Samstag um 14.30 Uhr
startet die Führung am RothenburgMuseum und führt
zu historischen Orten jüdischen Lebens in der Stadt.
Die Jüdische Kulturwoche
Le Chajim! möchte damit
Geschichte nicht nur vermitteln, sondern Begegnung ermöglichen und jüdische Kultur als lebendigen Teil der
Gegenwart sichtbar machen.
Die Veranstaltungen werden
durch die freundliche Förderung des Vereins Begegnung
Christen und Juden Bayern
(BCJ), der Stadt Rothenburg
ob der Tauber und von Kulturerbe Bayern ermöglicht.
Der Eintritt ist grundsätzlich frei, sofern nicht anders
angegeben. Für einzelne Veranstaltungen ist eine Anmeldung erforderlich.
(ajo)
Ingo Appelt
Lacht kaputt, was euch
kaputtmacht. Comedy ab
Comedy am Samstag, 24. 18!
Oktober, ab 20 Uhr in der
Neustadthalle am Schloss
Wolfgang Buck
in Neustadt.
Schwarzer Humor, böse
Konzert am Samstag, 24.
Witze: Der Komiker aus dem Oktober, ab 20 Uhr in der
Ruhrpott nimmt bei seinen Brauerei Prechtel in UehlAuftritten kein Blatt vor den feld.
Nach 40 Jahren hat WolfMund. Ingo Appelt ist mit
seinem neuen Programm gang Buck immer noch groMänner nerven stark auf ße Lust, aufzutreten und die
Tour und nimmt unser Mit- Leute zum Lachen und zum
einander gewohnt scho- Weinen zu bringen. Immernungslos unter die Lupe. weider will der Altmeister
Zweieinhalb Stunden lang der fränkischen gesungenen
gibt es Pointen mit verbalem Poesie seine Gitarren auspaVorschlaghammer
ohne cken, seine wunderbaren
Maulkorb und garantiert fränkischen Songs spielen
nicht immer unterhalb der und die Leute mit glücklichen Gesichtern und mutiGürtellinie.
Appelt knöpft sich alles gen Herzen nach Hause gevor, was im Alltag nervt: die hen sehen. Denn für belangKommunikation zwischen lose Texte ist die Zeit zu
den Geschlechtern, kleine schade, und über diejenigen,
Macken und große Missver- die uns Angst einjagen wolständnisse. Und wer trägt len, darf gelassen gelacht
natürlich die Schuld an der werden. In all der Zeit hat
Misere? Die Männer! Mit viel Buck sich seine humane Halschwarzem Humor, scharfen tung und seinen Witz bePointen und jeder Menge La- wahrt, seine sprachliche
cher kämpft Appelt für Süffigkeit, sein differenzierFrauen, Frieden und gegen tes Denken und sein einfühldas Spießertum. Frei nach sames Gitarrenspiel. Er
steht oder sitzt gelassen auf
seinem Motto:
Dinos zum Anfassen gibts im Bad Windsheimer Kur- und
Kongress-Center.
Foto: Juliana Neigert
Ivan Turkalj und der Akkordeonist Harald Oeler.
Foto: Victoria Nazarova
der Bühne, ohne Bier- und
Klößseligkeit, ohne fränkisch-volkstümelndes Auftrumpfen, sondern weltoffen, präsent und tolerant,
die Statur bridscherbraad,
die Musik budderwaach, die
Wörter blitzgscheid, der
ganze Mensch einfach sümbaddisch.
nem Jahrzehnt mit The Erlkings und dem New Piano
Trio in renommierten Konzertsälen und auf internationalen Festivals zu erleben.
Sein Repertoire reicht von
den großen Werken der Celloliteratur bis zu zeitgenössischen und genreübergreifenden Projekten. Er studierte in Wien, Würzburg
und Zürich. Seine Ausbildung umfasste neben dem
klassischen Cellospiel auch
Modernes Cello, Barockcello, Jazzcello und Komposition. Seine Masterstudien in
Performance sowie Instrumental- und Gesangspädagogik schloss er mit Auszeichnung ab. Seit 2026 unterrichtet er seine eigene
Celloklasse an der Bruckneruniversität Linz.
Harald Oeler studierte an
der Hochschule für Musik in
Würzburg im Hauptfach Akkordeon. Seine musikalischen Aktivitäten sind breit
gefächert und reichen von
Klassik, Jazz, Transkriptionsmusik bis hin zu zeitgenössischer Musik. Er erspielte sich zahlreiche nationale und internationale
Wettbewerbserfolge
und
Preise bei internationalen
Akkordeonwettbewerben
und trat bei renommierten
Dino-Live-Show
Show am Sonntag, 25.
Oktober, ab 14 Uhr im KKC
in Bad Windsheim.
In einer einzigartigen,
atemberaubenden 80-minütigen Dino Live Show speziell auch schon für kleine
Kinder (ab 3 Jahren), mit
vollbeweglichen, computergesteuerten, lebensechten
kleinen und großen Dinosauriern, die speziell für diese Show angefertigt wurden,
haben die Kinder die Gelegenheit, Dinosaurier hautnah zu erleben, von Dino-Babys, die live auf der Bühne
aus einem großen, gigantischen Ei schlüpfen, bis hin
zum größten Räuber dieser
Zeit, dem T-Rex, der frei herumläuft und auf die Jagd
nach etwas Essbarem ist.
Ein Paläontologe reist mit
Wolfgang Buck kommt mit seinem Programm Immerwei- den Kindern in die spannender nach Uehlfeld.
Foto: Martin Stumpf de Zeit der Dinosaurier zu-
rück. Die Kinder haben die
Möglichkeit, Dinos hautnah
mit viel Spaß und Action
zum Anfassen zu erleben.
Mutige Kinder können sogar
auf den Dinos reiten oder sie
füttern. Die Dinos wirken
unglaublich lebensecht und
sind ein unvergessliches
Abenteuer für die ganze Familie. Spaß, Spannung und
Action mit lebensechten Dinos.
Cello & Akkordeon
Konzert am Sonntag, 25.
Oktober, ab 17 Uhr in der
Neustadthalle am Schloss
in Neustadt.
Die beiden Künstler Ivan
Turkalj (Cello) und Harald
Oeler (Akkordeon) gestalten
einen stilistisch freien und
spielerischen Konzertabend
mit klassischen Werken und
Eigenkompositionen.
Mit
Leichtigkeit, Humor und
Tiefgang werden musikalische Grenzen überschritten
und dem Publikum eine faszinierende Klangwelt zwischen komponierter und improvisierter Musik eröffnet.
Zu hören sind Werke von J.
S. Bach, R. Schumann, C. Fischer, I. Turkalj und H. Oeler. Der kroatische Cellist
Ivan Turkalj ist seit über ei-
Klassik- und Jazzfestivals, z.
B. dem Heidelberger Frühling oder dem Frankfurter
Jazzfestival, auf. Harald Oeler ist Lehrbeauftragter für
Akkordeon an der LudwigM aximilians-Universit ät
München und hauptamtlicher Akkordeondozent an
der Musikschule der Hofer
Symphoniker.
Andreas Jordan
Und so gehts
Wer jeweils zwei Eintrittskarten
gewinnen
möchte, schickt uns eine
Mail (mit dem Künstlernamen als Stichwort in
der Betreffzeile) bis 10
Uhr am Folge-Montag
des WiB-Erscheinungstages. In der Mail bitte Namen, Adresse und Telefonnummer
angeben.
Pro Teilnehmer akzeptieren wir nur eine Mail.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Und hier die
Adresse fürs Glück:
wibgewinn@flz.de
Die Datenschutzvorgaben
werden eingehalten.
Alle Informationen unter
www.flz.de/datenschutz.html
Foto: Europa-Park Freikarten Leserbilder Mit Hochgeschwindigkeit auf Schienen über Berg und Tal: Das kann man im Europa-Park erleben. WiB-Leser können Freikarten gewinnen Ulrike Schlund aus Burgbernheim: Der Herbst beginnt! Noch mehr herbstliche Motive unserer Leserinnen und Leser gibt es auf S
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