21. August 2026 Woche im Blick Seite 11 50 Jahre Freundinnen N Schüleraustausch mit Folgen ach einem halben Jahrhundert gab es jüngst ein ganz besonderes Treffen in Dinkelsbühl: Im Jahr 1976 hatten Cécile Guillevic aus La Baule, und Heidi Fäller, geb. Zinnecker aus Stöckau, am Schüleraustausch zwischen dem Gymnasium Dinkelsbühl und dem Lycée in Guérande teilgenommen. Zum Jubiläum war Cécile aus Frankreich zu Besuch. Rückblick: An Pfingsten 1976 fuhr eine 10-köpfige Gruppe von 15- bis 16-jährigen Schülern und Schülerinnen in Begleitung eines Lehrers nach Frankreich an die Atlantikküste. Erst im Jahr zuvor war der Schüleraustausch ins Leben gerufen worden und entwickelte sich gerade zu einer festen Veranstaltung am Gymnasium Dinkelsbühl. Mit der Bahn erreichten die Jugendlichen das Département Loire-Atlantique mit den Städten La Baule und Guérande, der Partnerstadt von Dinkelsbühl. Dort verbrachten wir drei Wochen in den Familien der französischen Austauschschüler, um Sprache und Kultur näher kennenzulernen, erinnert sich Heidi Fäller. Im Gegenzug kamen die Schüler und Schülerinnen aus Guérande zur Kinderzeche in die deutschen Familien und wurden auch offiziell von der Stadt Dinkelsbühl zum Empfang und zu den Festspielen eingeladen. So lebten die Austauschschüler in diesem Jahr mehrere Wochen zusammen in den Gastfamilien. Cécile war zu Gast in Stöckau und Heidi bei Familie Guillevic in La Baule. In den folgenden Jahren trafen sich die beiden Schü- lerinnen mehrmals, beim Schüleraustausch und auch privat im Urlaub. Aus diesen gegenseitigen Besuchen entwickelte sich bei Heidi und Cécile eine bis heute anhaltende Freundschaft. Das Jubiläum konnten sie jetzt bei einem Besuch in Dinkelsbühl gemeinsam feiern und sich dabei an so manches Ereignis erinnern. Beide hatten Lehramt studiert und wussten als mittlerweile pensionierte Kolleginnen im Rückblick, welch große Aufgaben die Organisation und Betreuung beim Schüleraustausch darstellten. Persönliche Begegnungen in den vergangenen Jahren waren die Voraussetzung für den Erhalt der Freundschaft, sowie auch immer wieder ein Brief oder ein längeres Telefongespräch. Die Freude über die Freundschaft ist Cécile Aus Stoff wird Kunst I Jasmin Schmidt als Künstlerin der Metropolregion ausgezeichnet n ausrangierten Schulwandkarten sieht Jasmin Schmidt keinen Müll, sondern den Anfang eines neuen Kunstwerks. Die Künstlerin aus Flossenbürg verwandelt Materialien mit Geschichte in Malerei, Objekte und Installationen. Das Forum Kultur hat sie deshalb im August zur Künstlerin der Metropolregion Nürnberg ausgezeichnet. Schmidts Arbeiten erzählen von Zeit, Erinnerung und Veränderung. Statt auf eine leere Leinwand malt sie auf alten Schulwandkarten oder gebrauchter Kleidung. Gebrauchsspuren, vergilbte Stellen, Beschriftungen und Schäden bleiben sichtbar und werden Teil der Komposition. So entstehen Werke, in denen Vergangenheit und Gegenwart miteinander ins Gespräch treten. Jasmin Schmidt wurde 1981 in Regensburg geboren und lebt heute in Flossenbürg in der Oberpfalz. Zunächst studierte sie an der Universität Bayreuth Kultur und Gesellschaft Afrikas sowie Kunst und Literatur Afrikas. Von 2007 bis 2013 folgte das Studium der Freien Malerei an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg bei Professor Thomas Hartmann, das sie als Meisterschülerin abschloss. Von 2016 bis 2019 kehrte sie als künstlerische Mitarbeiterin an die Nürnberger Akademie zurück. Abweichungen und Fehler sind Teile ihres Arbeitsprozesses Bis heute interessiert sich Jasmin Schmidt für Materialien, in denen Zeit und frühere Nutzungen eingeschrieben sind. Neben gefundenen Papieren und Textilien verwendet sie Loden, Leinen und selbst grundierte Stoffe. Sie zerschneidet, vernäht und faltet diese, wäscht Farbe wieder aus oder setzt unterschiedliche Teile zu komplexen Flächen zusammen. Nähte und Kanten werden dabei zu bildnerischen Linien. Die Malerei reagiert auf das Material und führt des- sen Ordnungen weiter, bis ein neuer Bildraum mit eigenen Gesetzmäßigkeiten entsteht. Ihre Arbeiten bewegen sich zwischen Malerei, Objekt und räumlicher Installation. Eine wichtige Rolle spielen Fundstücke, die Schmidt in einem wachsenden Archiv sammelt. Motive, Diagramme, Zahlenfolgen und historische Darstellungen geben Anstöße für neue Arbeiten. Besonders interessieren sie Systeme, die Orientierung versprechen und zugleich störanfällig bleiben. Planung und Intuition greifen ineinander. Kleine Abweichungen, Fehler und unumkehrbare Eingriffe sind wesentliche Bestandteile ihres Arbeitsprozesses. Regionale Lodenstoffe aus der Oberpfalz werden zu Bildträgern Seit einigen Jahren arbeitet Schmidt mit der Tuchfabrik Gebrüder Mehler in Tirschenreuth zusammen. Die dort produzierten Lodenstoffe verwendet sie als Bildträger und bearbeitet sie Heidi Fäller (links) und Cécile Guillevic feierten das 50. Jubiläum des Schüleraustausches zwischen dem Gymnasium Dinkelsbühl und dem Lycée Guérande. Foto: Friedrich Zinnecker deutlich anzumerken: Vive lamitié franco-allemande! Es hatte nach dem 2. Weltkrieg lange gedauert, bis Charles de Gaulle und Konrad Adenauer 1963 mit dem durch Zuschnitt, Naht, Faltung und Malerei. Die Oberpfalz ist damit über das Material unmittelbar in ihren Bildern präsent. Zugleich ist ihre künstlerische Entwicklung eng mit Nürnberg verbunden. Hier studierte und lehrte sie, hier stellt sie seit vielen Jahren aus und wird für ihre Arbeit ausgezeichnet. Zu ihren Nürnberger Einzelausstellungen gehören u.a. Mikado im Kunstverein Kohlenhof, plot painting in der Galerie Sturm, quality times und immer der gleiche Raum in der Oechsner Galerie und zuletzt Jardin im Galeriehaus Nord. Schmidt erhielt unter anderem den Kulturpreis Bayern, den Bayerischen Kunstförderpreis, den Kunstpreis der Soroptimist International Clubs der Metropolregion Nürnberg und 2021 den Kulturpreis der Stadt Nürnberg. Beim Kunstpreis der Nürnberger Nachrichten wurde sie 2024 mit dem dritten Preis sowie 2025 mit einem Anerkennungs- und dem Publikumspreis ausgezeichnet. Im selben Jahr erhielt sie den Wolfram-vonEschenbach-Förderpreis. 2026 führt sie das Internationale Stipendium des Oberpfälzer Künstlerhauses in das Stadtatelier in Salz- Élysée-Vertrag den Grundstein für eine Versöhnung der beiden Länder legen konnten, trotz mancher Vorbehalte beidseits des Rheins. Fast zur gleichen Zeit wurden viele Städtepartnerschaften geschlossen, wie auch zwischen den mittelalterlichen Städten Dinkelsbühl und Guérande. Dazu gehört natürlich das Verstehen und Erlernen der Sprache, so Heidi Fäller, auch wenn die Verständigung heute dank moderner Übersetzungsmöglichkeiten leichter fällt. Cécile verabschiedete sich mit dem französischen Sprichwort Toutes les grandeurs de ce monde ne valent pas de bons amis! Frei übersetzt bedeutet dies, dass gute Freunde mehr wert sind als alle Reichtümer dieser Welt. Cécile und Heidi stimmen überein: Wer immer die Gastfreundschaft einer ganzen Familie in einem anderen Land erfahren hat, wird den Menschen mit anderen Augen begegnen, mehr von der Sprache und Kultur verstehen und im besten Fall Versöhnung durch Freundschaft leben. Manchmal könne dies ein ganzes Leben lang dauern: Au revoir, bis zum nächsten Mal! Friedrich Zinnecker Jasmin Schmidt ist Metropolkünstlerin des Monats. Foto: Jasmin Schmidt burg. Jasmin Schmidt verbindet eine präzise Kenntnis der Malerei mit großer Offenheit gegenüber dem Material. Ihre Bilder bewahren Spuren, legen Ordnungen an und bringen diese wieder aus dem Takt. So entstehen eigenständige Bildorte, die sich einer schnellen Lesbarkeit entziehen und gerade dadurch lange im Gedächtnis bleiben. (ajo) +++ DIESEN SONNTAG VON 13.00 - 17.00 UHR ++ DIESEN SONNTAG VON 13.00 - 17.00 UHR ++ DIESE SCHAUSONNTAG Am Sonntag kommen wir zum Probewohnen... 23.08.26 13.00 - 17.00 Uhr Keine Beratung und Verkauf kuech henzentrum-sch huelller.d de www.k www.kuechenzentrum-schueller.de www.woh www.wohnzentrum-schueller.de hnzentrum-schueller.de Industriestr. 2 91567 Herrieden Am Eichelberg 3 Foto: Pexels Freikarten Leserfotos Hollywood Vampires heißt die Band von Alice Cooper und Johnny Depp.WiB verlost Freikarten für ihr Konzert in Nürnberg Michaela Winkler hat ihre Tochter Tanja mit surfendem Hund aufgenommen. Viele weitere Leserfotos gibt es auf Seite 6 Seite 13, 15 & 20 Gesam Seite 2 Woche im Blick 21. August 2026 Spiel ohne Grenzen Kräftemessen in Lentersheim D und am Samstag wurde der Festkommers abgehalten, bevor erneut die Musikfreunde auf ihre Kosten kamen. Der Abschluss- und Haupttag des Jubiläums hatte mit einem Gottesdienst begonnen, den Pfarrer Rühr im gut 21. August 2026 Woche im Blick Seite 3 Mit dem Fahrrad nach Frankreich Sportler des TuS Feuchtwangen fuhren in die Partnerkommune Morhange S einer Feuchtwanger Partnerkommune: Schon vor zwei Jahren waren die Jugendlichen mit dem Fahrrad von Feuchtwangen nach Lana in Südtirol gefahren. Nun führt MINI Seite 4 1. MPU-Vorbereitung auch Online, in Ansbach, 09805/932680, www.mpu-bereit.de 1. Wahl bei Digitalisierung Brennholz ofenfertig, trocken, auf Palette und Holzbriketts, inkl. Lieferung im LK AN, 0170/4 16 46 45 www.goblirsch-spedition.de E-Mail: m.goblirsch@gmx.net (Akten, Dias, Fo 21. August 2026 Woche im Blick Geschichte pur Panoramawanderung rund um Rothenburg D er Tourismusverband Liebliches Taubertal stellt mit dem Rundwanderweg LT 29 Geschichte pur eine abwechslungsreiche Tour vor, die eindrucksvoll Naturerlebnis, weite Ausblicke und historische Sehenswürdigkeiten Seite 6 Woche im Blick 21. August 2026 Captain Sparrow rockt Freikarten zu gewinnen Hollywood Vampires Konzert am Dienstag, 25. August, ab 20 Uhr in der PSD Bank Arena Nürnberg. Zuletzt begeisterten die Hollywood Vampires 2023 hierzulande mit energiegeladenen Live-Shows, wie auch der 2023 ersch 21. August 2026 Woche im Blick Rot am See bis 23. August, Bartholomämarkt mit Oldtimertreffen und Familien-Flohmarkt in Beimbach. Rothenburg 20.00 Uhr, Achtsam morden!, Schauspiel auf der Topplerbühne im Klostergarten. 21. bis 28. August FREITAG 21. August Ansbach bis 30. August, Körperdialog, A Seite 8 Woche im Blick Hilfe zur Selbsthilfe Ansbach. Die Selbsthilfegruppe AGUS Selbsthilfegruppe für Angehörige, die einen Menschen durch Suizid verloren haben, trifft sich am Freitag, den 21. August, um 19 Uhr bei Kiss Ansbach, Bahnhofsplatz 8 in Ansbach, zu Gesprächen und gegenseitigem Austaus 21. August 2026 Woche im Blick Seite 9 Von der Bienenkönigin zum süßen Brei Märchenwoche ab 24. August im Fränkischen Freilandmuseum M ärchenhafte Erzählungen und Begegnungen stehen ab Montag, 24. August, eine Woche lang im Fränkischen Freilandmuseum auf der Tagesordnung. Die Märchenwoche mach Seite 10 Woche im Blick 21. August 2026 Wenn die Gewässer schrumpfen Sinkende Pegel und steigende Temperaturen gefährden Artenvielfalt H Beute. Wenn Bäche, Flüsse und Tümpel immer weniger Wasser führen, verändert das ganze Lebensgemeinschaften. Für viele Arten schrumpft der Lebensraum, Nahrung 21. August 2026 Woche im Blick Seite 11 50 Jahre Freundinnen N Schüleraustausch mit Folgen ach einem halben Jahrhundert gab es jüngst ein ganz besonderes Treffen in Dinkelsbühl: Im Jahr 1976 hatten Cécile Guillevic aus La Baule, und Heidi Fäller, geb. Zinnecker aus Stöckau, am Schüleraustausch Seite 12 Woche im Blick 21. August 2026 Wer war denn Erster? D Weisskopf kontra Wright = Franken gegen Bayern? Sonntag jede Menge vermeintlicher Wrightscher Flugbeweise, auch mit KIHilfe. So bewertete er das weltbekannte Flugbild der Brüder als Fake. Dazu zitierte er beispielweise das Tagebuch 21. August 2026 Woche im Blick Seite 13 Mach dein Ding Neue WiB-Leserfotos Wir möchten wissen, wie unsere Leser den Alltag meistern, mit Freude und Kurzweil durch das Jahr gehen und fröhlich ihre Freizeit verbringen. Sei es alleine, zu zweit oder in der Familie. Schicken auch Sie uns Ihre Fotos Seite 14 Woche im Blick IMMO AN: Rügl. Viertel, Gepfl. 4-Zi.- ETW, ca. 95 m2 Wfl., 2. OG, gr. 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August, treffen sich trauernde Männer von 17 bis 20 Uhr in den Räumen des Campus Rothenb Seite 18 Woche im Blick 21. August 2026 Elf Kommunen im Boot R ILE hesselberg limes erweitert und zehn Jahre ist es her, dass sich die zehn Kommunen Ehingen, Gerolfingen, Langfurth, Mönchsroth, Röckingen, Unterschwaningen, Wassertrüdingen, Weiltingen, Wilburgstetten und Wittelshofen zusammeng 21. August 2026 STELLEN ANGEBOTE Seite 19 Wettertrotzer:in (m/w/d) gesucht! freepik.com Für die Verteilung unserer Tageszeitung in Ansbach Wicklesgreuth (Dorf) Sachsen b. AN Weihenzell Wernsbach Zellrüglingen (Teilgebiet u. vertretungsweise) (Teilgebiet) (b. Weihenzell) (Teilge Seite 20 Woche im Blick 21. August 2026 Mach dein Ding Neue WiB-Leserfotos Gerhard Leidenberger, Sperbersbach: Blumenschmuck ist hier ein Blickfang. Irmgard Ballheimer, Wittelshofen: Wir hängen hier nicht nur herum, wir sind startklar zum Verzehr ... Cora Mägerlein: Blumenwiese auf Omas Terras