FUNKE Hamburger Wochenblatt Kalenderwoche 42
Sonnabend, 17. Oktober 2026
LANDES- & LOKALPOLITIK
Mehr Hamburger sollen Ehrenämter übernehmen auch Migranten
Ein Drittel der Hamburger ist ehrenamtlich aktiv. SPD und Grüne wollen diesen Anteil noch steigern mit einer Modernisierung des Konzepts.
ren Engagement bislang noch zu
wenig sichtbar ist. Dazu gehören
viele Hamburgerinnen und Hamburger mit Migrationsgeschichte,
ebenso wie Menschen mit Behinderung. Wer sich für andere einsetzen möchte, sollte dabei möglichst wenige Hürden überwinden
müssen. Genau daran wollen wir
mit der Weiterentwicklung der
Engagementstrategie arbeiten.
Die Grünen-Abgeordnete Simone Dornia ergänzte: Der Zusammenhalt in unserer Stadt lebt davon, dass sich viele Menschen einbringen, Verantwortung übernehmen und füreinander da sind. Dieses Engagement verdient Anerkennung und vor allem gute Rahmenbedingungen.
Jens Meyer-Wellmann
Hamburg. Etwa jeder dritte Hamburger engagiert sich schon heute
ehrenamtlich. Dieser Anteil könnte aber durchaus noch steigen. Um
noch mehr Menschen zu einem
Einsatz zu bewegen, soll nun die
Engagementstrategie überarbeitet werden, die bereits 2014 in
Hamburg eingeführt und 2019
überarbeitet wurde. Das fordern
SPD und Grüne in einem gemeinsamen Bürgerschaftsantrag.
Dafür soll ein mehrstufiger Beteiligungsprozess gestartet werden, in den Engagierte, Organisationen, Fachbehörden und Bezirke
ihre Erfahrungen einbringen können. Ziel ist es, dass es einfacher
wird, ein passendes Ehrenamt zu
finden. Dafür sollen auch bürokratische Hürden abgebaut werden.
Antrag soll am 14. Oktober in
der Bürgerschaft beschlossen
werden
Auch mehr Menschen mit
Behinderung sollen für das
ehrenamtliche Engagement
gewonnen werden
Zudem wollen SPD und Grüne
auch mehr Menschen mit Migrationshintergrund dazu bewegen,
sich ehrenamtlich in Hamburg zu
engagieren. Dasselbe gilt für Menschen mit Behinderung.
Freiwilliges Engagement hält
unsere Stadt an vielen Stellen zusammen, sagte der SPD-Bürgerschaftsabgeordnete und Sprecher
für das Ehrenamt, Mithat Çapar.
Ehrenamtliche Mitglieder des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) verteilen am Gerhart-Hauptmann-Platz Lebensmittel an
hilfsbedürftige Menschen. Rund ein Drittel der Hamburger engagieren sich im Ehrenamt.
Georg Wendt / picture alliance/dpa
Ob im Sportverein, in der Nachbarschaft, bei sozialen Angeboten
oder in Initiativen: Viele Bereiche
würden ohne die Zeit und den Einsatz von Ehrenamtlichen nicht
funktionieren. Deshalb wollen wir
gemeinsam mit den Engagierten
schauen, was sich seit der Einführung unserer Engagementstrategie bewährt hat und wo wir besser
werden müssen.
Dabei gehe es auch darum, Engagement stärker anzuerkennen,
so Çapar. Besonders wichtig ist
uns, Menschen einzubeziehen, de-
Mit dem Haus des Engagements
im Neuen Amt Altona habe die
Stadt einen Ort geschaffen, der
dieses Engagement unterstützt
und Menschen zusammenbringt,
so Dornia, die auch Sprecherin der
Grünen-Fraktion für ehrenamtliches Engagement ist. Mit der
Weiterentwicklung der Engagementstrategie wollen wir gemeinsam mit den Freiwilligen herausfinden, was sich seit ihrer Einführung verändert hat, was es künftig
braucht und welche Hürden bestehen.
Engagierte sollen sich künftig
besser qualifizieren und vernetzen können, sagte Dornia. Zudem wollen wir mehr Menschen
den Schritt ins Engagement ermöglichen und unnötige Bürokratie abbauen. Besonders wichtig ist
uns dabei, die Vielfalt des Engagements sichtbar zu machen. Deshalb sollten Menschen mit Migrationsgeschichte sowie Menschen
mit Behinderung stärker einbezogen werden.
Der rot-grüne Antrag soll in der
Bürgerschaftssitzung am kommenden Mittwoch (14.10.) beschlossen werden.
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Der Goldschatz der Deutschen
Warum kaum ein anderes Land so eng mit dem Edelmetall verbunden ist
Hamburg. Deutschland sitzt auf einem gewaltigen Goldschatz und der befindet sich
keineswegs nur in Tresoren von Banken.
Rund 9.173 Tonnen Gold besitzen deutsche
Privathaushalte nach einer aktuellen Studie
der Reisebank und des CFin Research
Center for Financial Services der SteinbeisHochschule. Damit befindet sich in privater
Hand sogar deutlich mehr Gold als in den
Beständen der Deutschen Bundesbank.
Doch wo liegt dieser gewaltige
Goldschatz eigentlich?
Ein großer Teil davon befindet sich mitten
im Alltag der Menschen: in Schmuckkästchen, Schränken und Tresoren, die teilweise seit vielen Jahren aufbewahrt werden.
Manches wird bewusst als Wertanlage gehütet, anderes kaum noch beachtet. Und genau
dann stellt sich eine interessante Frage: Was
macht man mit Gold, das man besitzt, aber
eigentlich nicht mehr braucht oder nutzt?
Ein Vermögen, verteilt auf Millionen
Haushalte
Die Antwort darauf ist so unterschiedlich
wie die Stücke selbst. Während Münzen
und Barren meist ganz bewusst als Vermögenswert wahrgenommen werden, gerät
der Wert älterer Schmuckstücke leichter aus
dem Blick. Ein Ring wird nicht mehr getragen, eine Kette entspricht nicht mehr dem
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haben über die Jahre schlicht ihre Bedeutung
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Oktober 2026
Aktueller Goldkurs: 121.210,29 EUR/kg
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