FUNKE Hamburger Wochenblatt Kalenderwoche 42
Sonnabend, 17. Oktober 2026
LOKALES
Hier wird Gemeinschaft erlebbar gemacht
Neuer Treffpunkt Die Düse im alten Wasserwerk für Wilhelmsburgs Süden
Nicht mal ein Jahr brauchte es von der
Idee zur Umsetzung: Das ehemalige
Verdüsungsgebäude vom Wilhelmsburger Wasserwerk ist ein neuer Treffpunkt für alle.
Wolfgang Wittenburg / WB
Wolfgang Wittenburg
Wilhelmsburg. Im Verdüsungs-Gebäude vom alten Wasserwerk
herrscht neues Leben: Früher wurde hier in einem physikalischen
Verfahren Wasser durch Versprühung wieder aufbereitet, nun wird
das rote Klinkerhaus am Inselpark
zum Treffpunkt. Der neu gegründete Verein Die Düse gemeinsam am Inselpark feierte die offizielle Eröffnung und übernahm
das Gebäude als neuer Mieter.
Bei der symbolischen Schlüsselübergabe durch Finanzsenator Dr.
Andreas Dressel (SPD) und Martin
Sowinski, Geschäftsführung Sprinkenhof GmbH, an den Vereinsvorstand fand ein buntes Einweihungsfest statt. Die ,Düse gehört
nicht uns oder dem Verein, die
,Düse sind wir alle, freute sich
Carla Binter vom Vereinsvorstand.
Bemerkenswert: Das ganze Vorhaben brauchte von der SpontanIdee bis zur Umsetzung nicht mal
ein Jahr! Nachdem im vergangenen Herbst der beliebte Schankraum schließen musste, war die
Nachbarschaft plötzlich ohne
Treffpunkt, was die Wilhelmsburger:innen nicht entmutigte: Im
Handumdrehen entstand eine In-
angeboten und Raum für gemeinsames Kochen, Basteln und Spielen. Das Programm richtet sich an
alle und lebt vom Engagement der
Nachbarschaft. Getragen wird alles von den Mitgliedern des gemeinnützigen Vereins. Die Finanzierung erfolgt über Mitgliedsbeiträge, Spenden, Sponsoring sowie
Einnahmen aus Gastronomie und
Veranstaltungen. Zu den festen
Öffnungszeiten vom Nachbarschaftstreff in der Bar sind donnerstags und freitags ab 18 Uhr alle willkommen. Für die übrigen
Zeiten entsteht aktuell ein buntes
Programm gemeinsam mit Menschen und Initiativen aus dem
Quartier.
itiative, die das Haus und den
Raum wieder beleben wollte der
gemeinnützige Verein Die Düse
gemeinsam am Inselpark wurde
gegründet. Um ein neues Konzept
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zu entwickeln Motto: Hier wird
Gemeinschaft erlebbar gemacht!
fanden sich 85 Vereinsmitglieder und 20 Vereinsaktive.
Nun ist Die Düse (Kurdamm
24) ein offener Treffpunkt im südlichen Wilhelmsburg mit kulturellen Veranstaltungen, Live-Musik, Kneipen-Abenden, Nachbarschafts-Café, Sport- und Bildungs-
Drei von fünfen vom Vorstand des Vereins: Markus Carlsen mit Carla Binter
und Arnd Boekhoff (v.l.) im Die DüseInnenraum mit Patina aus Wasserwerkszeiten an den Wänden.
Wolfgang Wittenburg / WB
Finkenwerder bekommt Tempo 30 auf Probe
Finkenwerder. Auf Finkenwerders
Ortsdurchfahrt kommt Tempo 30.
Grundlage ist ein städtebauliches
Verkehrskonzept, das einen zeitlich befristeten Versuch vorsieht
und dem der Regionalausschuss
Finkenwerder zugestimmt hat.
Die Ortsdurchfahrt von Finkenwerder ist seit Jahren stark belastet. Vor allem der Verkehr rund
um das Airbus-Werk und die Betriebe auf der Rüschhalbinsel führt
dazu, dass täglich viele Fahrzeuge
durch den Ortskern fahren. Verschiedene Maßnahmen sollten den
Verkehr bereits auf die Umgehungsstraße An der Alten Süderelbe lenken. Die gewünschte Entlastung ist bislang jedoch nur begrenzt eingetreten.
Jetzt soll es ab Anfang 2027 eine
durchgehende Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h als zeitlich befristeten Verkehrsversuch
geben. Eine Idee, die nicht neu ist,
bislang aber an den rechtlichen
Voraussetzungen scheiterte. Das
nun vorliegende Konzept greift
die Forderung erneut auf und
stellt sie in einen städtebaulichen
Zusammenhang. Denn die Ortsdurchfahrt ist nicht nur Verkehrsweg, sondern führt direkt durch
den Ortskern, erschließt Wohngebiete und Geschäfte und liegt in
unmittelbarer Nähe von Schulen,
Kitas und weiteren Einrichtungen.
Tempo 30 auf der Ortsdurchfahrt
wird vor Ort schon seit längerer
Zeit gefordert. Umso mehr freut es
die SPD Finkenwerder, dass diese
Forderung nun tatsächlich in einem zeitlich begrenzten Versuch
umgesetzt und damit unter realen
Bedingungen geprüft werden
kann.
Wir sehen Tempo 30 für die Ortsdurchfahrt als einen möglichen
Weg, den Verkehr im Ortskern zu
reduzieren. Jetzt bekommen wir
die Chance, zu überprüfen, ob die
Auf Finkenwerders Ortsdurchfahrt kommt Tempo 30.
Maßnahme tatsächlich die gewünschte Wirkung hat. Genau
darum geht es bei einem Versuch:
nicht um Vorfestlegungen, sondern darum, belastbar herauszufinden, was für Finkenwerder
funktioniert, sagt Carina Oestreich, SPD-Bezirksabgeordnete
für Finkenwerder.
Für zwölf Monate soll auf der gesamten Ortsdurchfahrt zwischen
Neßdeich, Finkenwerder Norderdeich, Steendiek und Ostfrieslandstraße eine einheitliche Tempo30-Regelung erprobt werden.
Tagsüber stehen dabei Verkehrssicherheit und Aufenthaltsqualität
im Mittelpunkt, nachts vor allem
Lärm und Emissionen. Ob die
Maßnahme Wirkung zeigt, soll
systematisch erfasst werden. Geplant sind unter anderem Verkehrszählungen, Geschwindigkeitsmessungen und Lärmmessungen sowie Befragungen von
Anwohnerinnen und Anwohnern,
Gewerbetreibenden und Menschen, die zu Fuß oder mit dem
Rad unterwegs sind.
Für uns ist entscheidend, dass
wir jetzt nicht nur über die Belastung der Ortsdurchfahrt sprechen,
sondern ausprobieren, ob sich mit
maho/GettyImages / WB
Tempo 30 tatsächlich etwas verändert. Wenn dadurch mehr Verkehrsteilnehmer die Umgehungsstraße nutzen und der Ortskern
spürbar entlastet wird, wäre das
ein wirklich wichtiger Schritt für
Finkenwerder. Wenn die erhoffte
Wirkung ausbleibt, müssen wir
ebenso ehrlich mit den Ergebnissen umgehen, sagt Sergej Balbuzki, SPD-Bezirksabgeordneter für
Finkenwerder.
Damit geht es ausdrücklich nicht
darum, bereits vor dem Versuch
ein Ergebnis vorwegzunehmen.
Gerade der zeitlich begrenzte Ansatz der auch noch verlängert
werden kann soll zeigen, ob die
erhoffte Wirkung tatsächlich eintritt. Am Ende soll auf einer belastbaren Datengrundlage entschieden werden, ob die Maßnahme dauerhaft fortgeführt, angepasst oder wieder beendet wird.
Für Finkenwerder wäre das ein
wichtiger Schritt. Denn wenn sich
im Versuch zeigt, dass Tempo 30
den Durchgangsverkehr tatsächlich stärker auf die Umgehungsstraße lenkt, könnten damit die
gesamte Ortsdurchfahrt und der
Ortskern von vermeidbarem Verkehr entlastet werden. (wb)
Beratung zu
Epilepsie
Harburg. Am Montag, 19. Oktober,
bietet die BAG-Harburg von 13.30
bis 15 Uhr eine Sprechstunde zum
Thema Epilepsie an. Unter dem
Motto Von Betroffenen für Betroffene stehen der Austausch
und die Information rund um die
Erkrankung im Mittelpunkt. Thematisiert werden die unterschiedlichen Anfallsarten und die Vielfalt der Symptome, Stigmatisierung und Fakten über Epilepsie sowie Möglichkeiten der Anfallsprävention und das richtige Verhalten im Notfall. Die Sprechstunde
bietet Raum für Fragen, Erfahrungen und gegenseitige Unterstützung. Das Büro der BAG-Harburg
befindet sich im Marktkaufcenter
(Seeveplatz 1), 1. Obergeschoss in
Richtung Parkhaus. Telefon: 767
95 20. (wb)
Benefizkonzert für
die Klangstrolche
Harburg. Am Sonntag, den 29. November, um 15.30 Uhr sorgen die
Five Guys im KulturPalast Harburg (Rieckhoffstraße 14) mit ihrer ganz eigenen Mischung aus bekannten Melodien, mehrstimmigem A-cappella-Gesang und jeder
Menge guter Laune für beste Unterhaltung. Mit viel Freude am gemeinsamen Singen und einem Augenzwinkern präsentieren die
sechs Musiker ein abwechslungsreiches Programm ganz ohne Instrumente.
Seit über 15 Jahren machen die
Five Guys gemeinsam Musik.
Was einst bei privaten Gesangsstunden rund um das Klavier begann, entwickelte sich zunächst zu
einem regelmäßigen Hobby und
führte bald zu ersten Auftritten in
der Glinder Kulturszene. Inzwischen haben sich die sechs Sänger
ganz der A-cappella-Musik verschrieben. Ihr Repertoire umfasst
zahlreiche Songs der Wise Guys
und von Maybebop sowie Lieder
von Pentatonix und selbst arrangierte Popsongs.
Das Konzert verbindet musikalischen Genuss mit einem guten
Zweck: Der Erlös sowie die gesammelten Spenden kommen dem
Projekt Klangstrolche Musik für
jedes Kind! zugute. Seit fast 20
Jahren bringt das Projekt Musik
zu den Kleinsten und fördert damit frühe kulturelle Bildung und
mehr Chancengleichheit. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird
gebeten. So verspricht der Nachmittag nicht nur musikalische Unterhaltung, sondern unterstützt
zugleich eine wertvolle Initiative,
die Kindern den Zugang zur Musik
ermöglicht. Eintritt frei, um Spenden wird gebeten. (wb)
Zweimal Tempo 30
in Neugraben
Neugraben. In Neugraben gibt es
zwei neue Tempo-30-Strecken. Seit
der letzten Änderung der Straßenverkehrsordnung (StVO) ist es
leichter möglich, Tempo 30 vor
Spielplätzen und Schulen anzuordnen. Die Bezirksversammlung folgte einem Antrag von Grünen und
Linken, vor allen Spielplätzen diese Möglichkeit zu prüfen. Es gibt
nun eine 30er-Zone an der Einmündung Neugrabener Bahnhofstraße
/ Ostheide am Spielplatz. Hier wird
zwischen den Straßen Bergheide
und Ostheide Tempo 30 gelten. Zudem wurde bestätigt, dass auch vor
der Schule im Geutensweg, zwischen der Bahnunterführung und
der Straße Stremelkamp, Tempo 30
angeordnet wird. (wb)
Heute: Mehr Hamburger sollen Ehrenämter übernehmen 2x2 Kar ten zu gew inn en SÜDERELBE ZEITUNG FÜR HAMBURGS SÜDEN ZUM WOCHENENDE Elbe Wochenblatt Verlag: 040/554472730 Kleinanzeigen: 040/554472770 Nr. 42 17. Oktober 2026 Andjani Autumn nung in Politik und Mei abe: sg Au er dies GOLD-&&SI
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