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Unternehmen stellen sich vor - Mit Zuversicht in die Zukunft
Rothenburg ob der Tauber:
Dank Kooperationen eine Kleinstadt mit viel Zukunft
Neue Konzepte und Ideen sollen Stadt als Bildungs- und Kulturstandort stärken
D
ie Altstadt Rothenburgs ist weltweit bekannt als Sinnbild einer deutschen, mittelalterlichen, aber auch märchenhaft-romantischen Stadt.
In nationalen wie internationalen Kleinstadt-Rankings
wird Rothenburg stets auf den
vorderen Plätzen genannt
zuletzt als einzige deutsche
Kleinstadt in der Forbes-Liste
der 50 schönsten Dörfer der
Welt. Rothenburgs Qualitäten
sind die einer 15-MinutenStadt, eine Stadt der kurzen
Wege, ein Ort intakter sozialer
Strukturen, hoher Freizeitqualitäten und nahen Wegen
in die Natur von Taubertal
und Frankenhöhe.
Das ob der Tauber wird
2026 seitens des Rothenburg
Tourismus Service neu inwertgesetzt: Das Erlebnisprogramm Stadt.Landschaft.Natur bringt seit sechs Jahren
gemeinsam mit den bewährten Rothenburger Gartenparadiesen die naturnahe Seite
Rothenburgs Einheimischen
und Gästen auf neue Weise
nahe.
Rothenburgs
nachhaltige Seite
Die nachhaltige Seite Rothenburgs wird ab dem Sommersemester 2026 auch ein
Zertifikatskurs StädteBauKultur darstellen: Dieser
Kurs wurde seitens der Stadt
gemeinsam mit der RWTH Aachen, konkret dem UNESCO
Chair von Frau Prof. Ing.
Christa Reicher entwickelt.
Von insgesamt elf Modulen
werden allein drei Module in
Rothenburg ob der Tauber
stattfinden, um hier eine Wo-
che lang unter anderem Themen der klimaangepassten
und resilienten Stadtentwicklung zu thematisieren (siehe
auch stadtplanung.academyrwth.de).
Dieser Zertifikatskurs, welcher auch von der Schwäbisch
Hall Stiftung bauen wohnen leben gefördert wird,
soll den Wissens- und Bildungsstandort
Rothenburg
weiter stärken und neben dem
Campus der Hochschule Ansbach weiteres Profil verleihen. Bildung und Wissen sind
in einem rohstoffarmen Land
schließlich die Kernressourcen der Zukunft.
Mithilfe überörtlicher Kooperationen kann die Stadtentwicklung so vorangetrieben werden als weitere Bildungspartner sind noch zu
nennen: das Flagler College
(St. Augustine, Florida) und
die University of Texas at Arlington.
Innerörtlich konnte dank
der engen Kooperation von
Wirtschaftsförderung, Stadtmarketingverein, Rothenburg
Tourismus Service und Campus Rothenburg im Einzelhandel viel erreicht werden: Seit
Oktober bereichert ein Popup-Store in der Rödergasse
24 den innerstädtischen Einzelhandel. Fünf Händler bieten hier auf innovativ gestalteter Ladenfläche u. a.
Schmuck, Prosecco, digitale
Services und Workshops feil.
Das Projekt soll zunächst
bis Ende Dezember laufen.
Die Hoffnung aller Beteiligten
ist aber, dass sich die Belebung des Geschäftshauses
nicht allein verstetigt, sondern auch für andere Freiflächen in der Altstadt Nachahmer finden wird.
Ein Blick über die Altstadt von Rothenburg ob der Tauber.
Foto: Rothenburg Tourismus Service, W. Pfitzinger
Einst ein abgelegenes, eher
stilles Museum im Klingenviertel, nun ein Motor der kulturellen und historischen Themensetzungen in Rothenburg:
Seit vier Jahren inspiriert das
RothenburgMuseum die Rothenburger Kulturszene. Ausstellungen wie Pittoresk
wurden sukzessive angereichert mit Interventionen seitens prominenter Einzelkünstler wie Robert Hellenschmidt, aber auch schulischen, studentischen und bürgerschaftlichen
Akteuren
(Montessori Schule, Rothenburger Fotoclub).
Das städtische Museum hat
sich nachhaltig gegenüber der
Stadtgesellschaft
geöffnet,
bietet anregende Kinderführungen und vor allem dank
des ehrenamtlichen Engagements des Freundeskreises
e.V. einmal im Jahr eine Lange
Museumsnacht sowie die monatliche Reihe Kunst sehen
und verstehen.
Neu und innovativ beziehen
die Ausstellungen des RothenburgMuseums auch den Stadtraum mit ein, vor allem die je-
den Samstag um 14.30 Uhr
startende Führung Reinheit
ob der Tauber durch die Judaika des Museums und zur
Mikwe in der Judengasse 10
ist hier zu nennen eine
höchst erfolgreiche Kooperation mit Kulturerbe Bayern e.V.
Führungen in den Stadtraum (demnächst auch Rothenburger Weg und Waffen
einer Reichsstadt) finden ihr
Pendant im digitalen Raum:
Apps wie die FabulApp zu
StadtGeschichteRothenburg
runden das attraktive Museumsprogramm ab.
Lange Einkaufsund Museumsnacht
Zum Auftakt des dieses
Jahr erstmals am 21. November beginnenden Weihnachtsmarktes kooperieren zudem
der
Stadtmarketingverein,
das Historische Festspiel Der
Meistertrunk, das Deutsche
Weihnachtsmuseum
sowie
das RothenburgMuseum miteinander: Die lange Einkaufsnacht des Rothenburger Einzelhandels (Shoppingerlebnis
bis 22 Uhr) wird eine gemeinsam getragene Lange Museumsnacht dreier Rothenburger Museen krönen. Jedes Museum wird dabei mit einem
besonderen, auf den Anlass
abgestimmten Programm aufwarten.
Das gemeinsame Ticket aller
drei Museen kostet 10 Euro p. P.
(Kinder unter 18 Jahren frei),
der Ticketvorverkauf findet
im RothenburgMuseum statt
am Abend des 21. November
ist das Gemeinschaftsticket in
jedem teilnehmenden Museum erhältlich.
Der um eine Woche verlängerte Weihnachtsmarkt ist
nur eine Attraktion des vierten Quartals: Märchenzauber
und Märchenwald haben sich
einen festen Platz im Rothenburger Jahreskalender gesichert.
Gemeinsam
veranstaltet
vom RTS, von der städtischen
Kulturbeauftragten und von
FormatF vereinen sich im November zahlreiche Künstler,
Liedermacher,
Theatermacher, Erzähler und Ehrenamtliche unter dem Thema des
märchenhaften Rothenburg,
um eine besonders eindrückliche und besinnliche Atmosphäre in der Rothenburger
Altstadt zu schaffen.
Zusammen mit dem Märchenbummel des Stadtmarketingvereins wird die stille Jahreszeit seit über 10 Jahren auf
stimmungsvolle Weise belebt
neben Pfingstfestspielen,
Taubertal Festival, Weindorf,
Reichsstadtfesttagen und Reiterlesmarkt hat sich der Rothenburger Märchenzauber
ein alleinstellendes Veranstaltungsprofil gegeben.
Schließlich haben die Funde der ersten, romanischen
Synagoge am Kapellenplatz
auch den Blick auf das jüdische Erbe Rothenburgs neu
ausgerichtet: Ein wissenschaftlicher Workshop samt
öffentlichen Vortrag hat nicht
umsonst die Frage gestellt:
Rothenburg ein Zentrum jüdischer Hochkultur im Mittelalter? hier darf in den
nächsten Jahren noch viel
Neues erwartet werden: Im
günstigsten Fall ein Zentrum
für jüdische Studien!
Seit 15 Jahren hat sich zudem die jüdische Kulturwoche Le Chajim sehr um die
kulturelle Vermittlungsarbeit
verdient gemacht. Eine von
vielen Ehrenamtlichen getragene Arbeit, die am 30. Oktober 2025 mit einem Bürgerpreis des Bayerischen Landtags prominent honoriert worden ist.
Zahlreiche weitere Beispiele für gelungene und zukunftsfähige Kooperationen könnten noch genannt werden: die
gemeinsam vom Verkehrsverein, örtlichem BHG und RTS
getragenen Wanderwochen in
Frühjahr und Herbst, die dieses Jahr wiederbelebte Ostereier-Suche des BHG, das Rothenburger
Frühlingserwachen, musikalische Kooperationen der Kirchengemeinde
St. Jakob mit dem Konzertveranstalter ArtCon oder dem
Akademischen Orchester der
Universität Würzburg und vieles weitere mehr. All diese Initiativen und Projekte zeigen,
Rothenburg ob der Tauber ist
keine Insel: Die Stadt lebt von
inner- wie außerörtlichen Kooperationen. Sie ist dadurch
extrem lebendig und bleibt als
vermeintlich alte Stadt immer wieder jung.
Stadt Rothenburg
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