. Samstag, 23. Mai 2026 SERVICE Dat Wasser vun Ratingen Brunnengemeinschaften waren der Vorläufer der städtischen Versorgung Im alten Ratingen wurden die Schweine zur Eichelmast in den Wald geführt. Dieses Bild stammt freilich aus der heutigen Zeit, nämlich von einem Biohof in Hattingen. Volker Speckenwirth / WAZ FotoPool Schweine im Oberbusch Der Wald war für die Ratinger von hoher Wichtigkeit Um die Ratinger Wälder ranken sich einige Sagen und Legenden. Doch eines ist auch wichtig: Der Wald war für die Bürger der Stadt über viele Jahrhunderte ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor. So berichtet der Heimatforscher Jakob Germes, dass die Bürger von Ratingen und Tiefenbroich in der alten Ratinger Mark ein Holznutzungsrecht hatten. Doch: Bauholz konnte man nicht nehmen, wie und wann man wollte. Wer Bauholz brauchte, musste die benötigte Menge auf dem Holzgerichtstag beantragen. Eine Kommission, bestehend aus Förstern und Nutzungsberechtigten, prüfte an der Baustelle unter Hinzuziehung von Zimmerleuten die Notwendigkeit. Wurde diese bejaht, dann wies der Förster das Holz zu und durfte nur Bäume aussuchen, die keine Eckerfrucht tru- gen. Andere Regeln galten laut Germes für Brennholz: Jeder Erbe erhielt auch Brennholz, dessen Menge sich nach dem Holzgewaltanteil richtete. Im Oberbusch war der Brennholzanspruch auf Eichenholz und in Tiefenbroich auf Erlenholz beschränkt. Das Brennholz aus dem Oberbusch wurde alljährlich im März an der Lohe aufgeschichtet und verlost. Meistbietend verkauft In Tiefenbroich wurde das Brennholz meistbietend verkauft und der Erlös nach Abzug eines Viertels, das halb dem Grundherrn und dem Förster zufiel, verteilt. Der Grund- und Waldherr durfte nur so viel Brennholz nehmen, als er für sich und seine Bediensteten auf dem Rittersitz benötigte, durfte es aber auch zum Bierbrauen verwenden. Doch da gibt es noch ein Kapitel, das mittlerweile längst geschlossen ist: Ein weiteres Recht war die Mastberechtigung für Schweine. Die Eicheln waren ein begehrtes Schweinefutter. Wenn die Eicheln abgefallen waren, hatten die Erben, die Kötter und eventuell wenn die Ernte gut geraten war auch Unerben das Recht, eine bestimmte Anzahl von Schweinen in den Wald zu treiben. Die Zahl wurde alljährlich nach der Menge der gefallenen Eicheln bestimmt. Zu diesem Zweck wurden die Eicheln ,besehen: Eine Kommission stellte fest, wie zahlreich die Eicheln gefallen waren. Die zugelassenen Schweine erhielten ein Brandzeichen und blieben während der Mast, etwa von Ende September bis Anfang Oktober bis Dezember Tag und Nacht im Wald. Im März 1872 diskutierten die Stadtverordneten über den Bau einer städtischen Pumpe auf dem Marktplatz, der ersten öffentlichen Pumpe dieser Art. Am 10. Mai 1872 wurde die Errichtung beschlossen, nachdem sich die Rheinische Provinzial Feuer-Sozietät dazu bereit erklärt hatte, einen Zuschuss von 25 Talern zu gewähren. Der Bürgermeister zeigte sich erfreut: Mit dem Neubau einer Pumpe am hiesigen Markt ist den Marktbewohnern eine schöne Gelegenheit zum Wasser-Abnehmen gegeben, Es wurde aber auch ein Mittel geschaffen, allenfallsigen Brand-Unglücken entgegenzutreten. Das war der Anfang der städtischen Wasserversorgung, die mit dem Bau der städtischen Wasserleitung ihren Abschluss fand. Am 7. Juli 1893 floss zum ersten Mal Wasser aus dieser Leitung, es wurde mit dem Öffnen der Hausanschlüsse begonnen. Die Wasserversorgung der Bevölkerung erfolgte noch bis 1880 durch sogenannte Nachbarschaftsbrunnen, die Privateigentum von mehreren, in einer Nachbarschaft zusammengeschlossenen Familien waren und von diesen auch unterhalten wurden. Dafür gab ihnen die Stadt alljährlich am Tag der Wahl des Bürgermeisters, dem sogenannten Holzfahrtstag, ein Zuschuss, das Holzfahrtgeld. Noch häufiger bekamen die Brunnenbesitzer den Gegenwert aber in Bier ausgezahlt. Das war in Ratingen altes Einige der alten Ratinger Brunnen in der Innenstadt sind noch erhalten - etwa dieser, der sich hinter dem Alten Steinhaus versteckt. Martin Poche Gewohnheitsrecht, das im Mittelalter nachweisbar ist, aber noch viel älter sein soll. Das Stadtgebiet war in fest organisierte und genau abgegrenzte Nachbarschaften eingeteilt, deren Aufgaben vielfältig waren. An der Spitze stand der Nachbarmeister. Da die Nachbarschaften ebenso Brunnengemeinschaften waren, hieß ihr Vorsteher in Ratingen Britz- oder Brunnenmeister. Die Zahl der Nachbarschaften bzw. Brunnengemeinschaften schwankte zwischen zehn und 14. Im Jahr 1810 hieß es: Die Nachbarschaften haben ihre Entstehung in der ältesten Zeit, wo sie wahrscheinlich den Zweck hatten, teils durch sie auf das Ganze wirken zu können, auch von denselben einzelne Dienste leisten zu lassen. Genau so möge es gewesen sein! Liebe Ratingerinnen und Ratinger, zu Ihrem beeindruckenden 750jährigen Jubiläum gratuliert Ihnen Ihre Sparkasse HRV von Herzen! In siebeneinhalb Jahrhunderten hat es viele Veränderungen und Entwicklungen gegeben, die Ratingen zu dem gemacht haben, was es heute ist: eine lebendige, lebens- und liebenswerte Stadt, in der es sich gut wohnen und arbeiten lässt. Seit über 150 Jahren sind auch wir ein Teil der Ratinger Geschichte als verlässlicher Finanzpartner für die Stadt, für ihre Menschen und Unternehmen, als Förderer lokaler gemeinnütziger Projekte und als Teil der lebendigen Gemeinschaft. Wir als Sparkasse sind hier zu Hause. Darum lag und liegt uns das Wohl Ratingens sehr am Herzen. Und deshalb bleibt unser Engagement für Ratingen unverändert heute und in den kommenden Generationen. Das Team der Sparkasse HRV freut sich darauf, das Jubiläum mit den Ratingerinnen und Ratingern zu feiern! 750 Jahre Stadtgeschichte Herzlichen Glückwunsch, Ratingen! Sparkasse Hilden Ratingen Velbert www.ratinger-sanitaetshaus.de GOLDANKAUF Gold verkaufen? Jetzt einfach & fair! Hightech - Diagnostik für Ihre Fußgesundheit 02102 - 55 11 633 0162 - 335 8112 Kommen Sie vorbei wir beraten Sie kostenlos Calor-Emag-Str. 5 40878 Ratingen Tel. 02102-22144 DIREKT NEBEN www.ratinger-wochenblatt.de . Samstag, 23. Mai 2026 SERVICE Alaaf im Pott im Sommer Rezepte und Tipps für die Wanderung Wir verlosen fünf Cliquentickets Nach dem Erfolg der Kultveranstaltung Alaaf im Pott in der Grugahalle Essen geht Veranstalter Lars Becker nun den nächsten großen Schritt: Mit Alaaf im Pott Ab inne Sonn . Samstag, 23. 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