Amtsinhaber Lynack geht mit klarem Vorsprung in die zweite Runde Stadtratswahl Hildesheim 30.715 Stimmen 23,26 % Bei der Landratswahl erreicht keiner det drei Kandidaten im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit. Bernd Lynack und Christopher Gedeon kommen in die Stichwahl. Dieses Ziel hat Matthias Brinkmann als dritter im Bunde verpasst. 3.381 Stimmen 2,56 % 10 10 (Angaben in Prozent) Christopher Gedeon PARTEILOS 46,24 Matthias Brinkmann GRÜNE 34,67 19,09 bekommen als die Grünen als Fraktion, sagt Oliver KerstenWilk, Vorsitzender und Sprecher des Grünen-Kreisverbandes, den kann er schon für sich verbuchen. Fast auf den Tag genau vor fünf Jahren, am 12. September 2021, erreichte auch niemand von den damals fünf Kandidierenden im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit. Bernd Lynack, damals noch SPD-Landtagsabgeordneter, holte 41,3 Prozent der Stimmen, seine parteilose Mitbewerberin Evelin Wißmann, nominiert von der CDU, kam auf 32,7 Prozent. Den Rest teilten sich Kandidaten von Grünen, FDP und den Piraten. Lynack und Wißmann kamen in die Stichwahl und die entschied Lynack damals relativ deutlich mit 62,5 Prozent für sich. tw Die Gewählten mit den meisten Stimmen: Quer durch alle Parteien holt Felix Mull (AfD) die meisten persönlichen Stimmen, Kreistagswahl Hildesheim Endgültige Sitzverteilung 115.630 Stimmen 27,47 % 60.091 Stimmen 14,28 % 102.685 Stimmen 24,40 % 16 18 (-3) 9 (-1) (-4) 11 4 (+2) 1 Gesamt: 64 Sitze Kewi-Grafik Lisa Aschemann Quelle Votemanager 2016 bis 2021 gab. Rot-Schwarz hätte zusammen eine Mehrheit von 34 der insgesamt 65 Sitze. Beide Seiten wollten sich am Tag nach der Wahl noch nicht zu den Möglichkeiten einer Zusammenarbeit äußern. Wir konzentrieren uns jetzt erst einmal voll auf Landrats- und Bürgermeisterstichwahlen in zwei Wochen, betont die SPD-Unterbezirksvor- sitzende Daniela Rump. Dann sehen wir weiter. Der CDUKreisvorsitzende Justus Lüder verweist auf das freie Mandat der Gewählten, soll heißen: Allein die CDU-Fraktion des neuen Kreistages, der sich im November konstituiert, entscheide über eine mögliche GroKo oder eine andere Zusammenarbeit. Bockenem (5,2), die AfD am besten in Bockenem (30) und am schlechtesten in Hildesheim (13,9), die Unabhängigen am 73.839 Stimmen besten in Harsum (12,7) und am 17,54 % schlechtesten in Algermissen (0,4), die FDP am besten in Freden (6,2) 5.653 Stimmen 24.977 Stimmen und am schlechtesten in Sibbesse 1,34 % 5,93 % (0,8), Die Linke am besten in Hildesheim (9,9) und am schlech11.879 Stimmen testen in Algermissen (2,7). (+8) 2,82 % Diese Mitglieder gehören zum neuen Kreistag: SPD: Lars 4.549 Stimmen Zeugner, Werner Preissner, 1,08 % Andreas Arlt, Annika Wehr, 1 (0) 2 (-1) Thomas Mensing, Laura Mareike Jessen, Bernd Beushausen, (-) 2 (-1) Waltraud Friedemann, Henning Hesse, Fatih Yilmaz, Ulrike Dammann, Friederike Bültemann, 11.393 Stimmen John Coughlan, Pascal Kubat, 2,71 % Simone Flohr, Karl-Heinz Hodur, Marc Ehrig, Iris Siekiera. CDU: Die Hochburgen: Die SPD Clemens Gerhardy, Peter Kothe, schnitt bei der Kreistagswahl am Albert Wille, Ulrich Schünemann, besten in der Samtgemeinde Christian Voit, Justus Lüder, Leinebergland (37 Prozent) und Andreas Koschorrek, Tom Kruse, am schlechtesten in Schellerten Thomas Giesa, Vincenzo Calvaniab (21,4 Prozent), die CDU am co, Ramon Herbst, Katja Laufenbesten in Lamspringe (37) und am burg, Thomas Bruns, Fabian schlechtesten in der Samtgemein- Becker, Heinrich Machtens, Harms de Leinebergland (18,9), die Christian Bartölke. AfD: Hans Grünen am besten in Hildesheim Martin Meyer, Eva-Maria Althaus, (20,6) und am schlechtesten in Sabrina Grünheid, Waldemar Weber, Mario Minkmar, Steffen Metzger, Joachim Sauermann, Michael Körber, Felix Mull, David Schmalstieg, Norbert Hüter. Grüne: Matthias Brinkmann, Holger Schütte, Nadine Fischbock, Karin Bunk, Ekkehard Domning, Elske Gödeke, Eske Domning, Stefan Kolan, Susanne Weber. Die Linke: Johannes Adam, Emma Brandes, Johanna Quack, Daniel Kindler. Die Unabhängigen: Oliver Riechelmann, Josef Stuke. FDP: Felix Hennecke, Finn Peters. Volt: Martin Gottschlich. Die PARTEI: Sarah Isabel Hüsgen. Auffällige Neulinge: Jeweils mit vierstelligen Stimmenergebnissen direkt gewählt wurden der noch amtierende Alfelder Bürgermeister Bernd Beushausen, der frühere Bad Salzdetfurther Bürgermeister Henning Hesse und Thomas Mensing, langjähriger Vize-Verwaltungschef der Samtgemeinde Leinebergland. Der neue Volt-Abgeordnete Martin Gottschlich saß früher schon für die FDP im Hildesheimer Stadtrat und Kreistag, er war auch mal Landratskandidat. Einer der bekanntesten Seiteneinsteiger ist John Coughlan (SPD), langjähriger Caritas-Vorstand. tw (0) 1 (-) Gesamt: 44 Sitze 2.525 Stimmen 1,91 % Mehrere Verlierer und zwei große Gewinner Die SPD ist erstmals seit Jahrzehnten aus der Ratswahl als Sieger hervorgegangen. Doch sowohl sie als auch CDU und Grüne verlieren Sitze, AfD und Linke legen zu. HildesHeim. Natürlich freut er Bernd Lynack SPD 1 (-) sich: Schließlich ist es der SPD gelungen, so wie von Fraktionschef Stephan Lenz angepeilt, stärkste Kraft im Hildesheimer Stadtrat zu werden erstmals seit Jahrzehnten sind die Sozialdemokraten an der CDU vorbeigezogen. Und doch ist die Freude von Lenz am Morgen nach der Kommunalwahl getrübt. Denn die SPD schrumpft im neuen Rat um zwei auf dann nur noch zehn Mandate für den Fraktionschef kommt das unerwartet: Ich dachte, wir halten unsere Sitze. Schließlich hätten mit dem Moritzberger Ortsbürgermeister Erhard Paasch, dessen Itzumer Kollegin Beate König und ihm selbst drei SPD-Vertreter auf den Ratslisten gestanden, die vor fünf Jahren zusammen mehr als 6000 Stimmen geholt hätten. Auch diesmal erwiesen sich alle drei zwar durchaus als Zugpferde allerdings nicht so stark wie bei der vorherigen Wahl, der Unterschied beträgt rund 1200 Stimmen. Woran es lag? Auch wir haben wohl an die AfD verloren, glaubt Lenz, betont aber, man müsse dies noch analysieren. Dass die SPD trotz ihres Vorsprungs von 1,7 Prozentpunkten gegenüber der CDU mit zehn Sitzen genauso viele wie diese geholt habe, ärgert Lenz: So etwas dürfte eigentlich nicht sein. Für die Christdemokraten spendet gerade die Mandatsgleichheit mit der SPD ein bisschen Trost. Doch er wolle das Ergebnis nicht schönreden, erklärt CDU-Fraktionschef Dennis Münter gleich mehrfach im Gespräch mit der Redaktion. Wir sind nur noch zweitstärkste Fraktion, haben drei Sitze verloren da muss man enttäuscht sein. Er habe zwar mit Verlusten gerechnet an die AfD und vielleicht an Gemeinsam plus, räumt Münter ein. Allerdings nicht in dem Ausmaß. So habe die CDU sowohl in der Oststadt, in der Stadtmitte als auch in der Weststadt ein Mandat verloren, gerade Letzteres kam für die Christdemokraten überraschend. Deren Fraktionschef führt den Wahlausgang auf vielfältige Gründe zurück. Die Bundespolitik habe Einfluss gehabt, meint Münter. Dabei Sie holten die meisten Stimmen (Erhaltene Stimmen) 1. Erhard Paasch (SPD) 2.677 1.545 1.244 4. Martin Eggers (CDU) 1.227 5. Thomas Brandes (CDU) 1.202 6. Tinka Dittrich (GRÜNE) 1.149 7. Beate König (SPD) 1.148 8. Ralf Kriesinger (AfD) 1.003 LEINEBERGLAND 9. Stephan Lenz (SPD) 984 10. Michael Körber (AfD) 946 habe er gedacht, die Bürger stimmten über stadtpolitische Themen ab. Aber ich weiß nicht, ob wir damit durchgedrungen sind. Könnte das Wahlergebnis für ihn auch persönliche Konsequenzen haben? Die stehen für Münter jetzt nicht zur Debatte, das sei zudem auch Sache der neuen Fraktion. Im Übrigen sei es wenige Stunden nach der Wahl schwierig zu sagen, was das jetzt alles bedeutet. Grünen-Co-Fraktionschef Thomas Kittel klingt da ganz anders. Ja, auch seine Partei hat wie SPD und CDU Federn lassen müssen, hat 3,8 Prozentpunkte und zwei Sitze gegenüber 2021 verloren, die Grünen sitzen künftig nur noch zu neunt im Rat. Doch wir sind auf Augenhöhe mit SPD und CDU, freut sich Kittel. Er spricht von einem sehr guten Ergebnis, man liege mit 20,46 Prozent deutlich über dem Landesdurchschnitt der Grünen von 14,1 Prozent. Kittel hatte im Vorfeld der Wahl gesagt, er rechne mit neun Mandaten, wir sind also im Soll. Angesichts des großen Zuwachses der AfD setzt Kittel jetzt auf Zusammenhalt im Rat, die demokratischen Kräfte sind nun stärker gefordert. Tatsächlich ist die AfD einer der beiden großen Gewinner dieser Wahl: Über 13.000 Stimmen mehr als vor fünf Jahren, knapp 14 Prozent statt 4 wie 2021, künftig sechs statt zwei Mandate und damit vier mehr kein Wunder, dass Fraktionschef Ralf Kriesinger berichtet, man sei zufrieden. Wir sind zufrieden, denn wir haben unser Stadtratsergebnis verdreifacht und haben jetzt fünf Leute in den Ortsräten. Die AfD hatte sich auch auf Zuwachs eingestellt, war diesmal mit neun Kandidaten in die Ratswahl gezogen. Auf die dürfte auch das Ergebnis der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt Einfluss haben, hatte Kriesinger am vergangenen Sonnabend dieser Zeitung gesagt: Insbesondere Bürger, die mit unseren Positionen sympathisieren, aber wegen der AntiAfD-Berichterstattung in den Mainstream-Medien noch unsicher sind, könnten sich dadurch bestärkt fühlen, nun der AfD ihre Stimme zu geben. Zweiter großer Gewinner ist die Linke: Sie verbessert sich um zwei auf vier Mandate. Landesgeschäftsführer Ferry Marquardt, bereits jetzt und auch künftig Mitglied der Rats- fraktion, spricht von einem historisch starken Ergebnis, dieses drücke den Wunsch der Hildesheimer und Hildesheimerinnen nach einer gerechteren Stadt aus. Neben SPD, CDU, Grünen, AfD und der Linken haben auch noch fünf kleine Gruppierungen mit jeweils einem Sitz den Sprung in den Rat geschafft: die FDP, die eines ihrer bisher zwei Mandate abgeben muss, die Interkulturelle Liga und die PARTEI, die weiter ein Mandat haben. Neu dabei ist Volt, auf gewisse Weise auch Gemeinsam plus. Die Wählerplattform des ExCDU-Politikers Dirk Bettels war zwar schon bisher mit diesem und Bernd Lücke im Rat vertreten, dies aber nicht in Folge einer Wahl: Beide saßen ursprünglich für die Christdemokraten in der Bürgervertretung und taten sich im August 2025 als Fraktion zusammen. Bettels Hoffnungen auf einen Neuanfang mit Gemeinsam plus dürften sich nicht erfüllt haben: Von neun Kandidaten seiner Wählerplattform hat es nur er in den Rat geschafft. Doch wie geht es dort nun weiter? Kommt eine feste Mehrheit zustande, für die 23 der 45 Sitze nötig wären, und wenn ja, durch wen? SPDStadtverbandsvorsitzender Pascal Kubat sagte dieser Zeitung, seine Partei werde als stärkste Kraft auf Grüne, CDU und Linke zugehen. Grünen-Co-Vorsitzender Kittel erklärte auf Anfrage, seine Fraktion habe bei der Wahl den klaren Auftrag zu einer gestaltenden Rolle erhalten. CDU-Fraktionschef Münter ist zurückhaltender: Angesichts der Zerfaserung des Rates werde eine Mehrheitsbildung schwierig. Doch es habe am Wahlabend Kontakte mit der SPD und den Grünen gegeben, die gezeigt hätten, dass alle die Verantwortung für unsere Stadt gespürt haben. Was das daraus werde, müssten weitere Gespräche zeigen. Klar ist: Für die bisherigen Partner SPD, Grüne und PARTEI reicht es nicht mehr. Sie sitzen im neuen Rat: Diese 44 Politiker gehören dem neuen Rat an, dazu kommt Oberbürgermeister Ingo Meyer (parteilos) als 45. Mitglied. SPD: Tobias Eckardt, Julia Kögler, Carola Rex, Marcus Krettek, Beate König, Nicole Reuß, Ben Cloke, Erhard Paasch, Stephan Lenz, Rita Weber. CDU: Cornelius Henning, Dennis Münter, Markus Lammers, Frank Wodsack, Enzo Calvanico, Franziska Hientz, Hans-Uwe Bringmann, Martin Eggers, Thomas Brandes, Claudia Maria Wendt. Grüne: Carola Farih, Joans Freiwald, Uwe Adling, Anne Seefels, Leonie Busse, Volker Spieth, Kirsten Scheiwe, Tinka Dittrich, Thomas Kittel. AfD: Joachim Sauermann, Sascha Kromberg, Ralf Kriesinger, Felix Britten, Michael Körber, Stefan Quensen. Linke: Herbert Schümann, Anna Jacob, Lana Ludolphy, Ferry Marquardt. FDP: Claas Ebert. PARTEI: Ortwin Bönhold. Volt: Jens-Schulte-Koch. Gemeinsam plus: Dirk Bettels. Interkulturelle Liga: Enver Sopjani. br Gewinne und Verluste im Hildesheimer Stadtrat (Angaben in Prozent/Prozentpunkte) 23,26 21,56 20,46 13,82 9,89 2,56 0,25 1,57 1,61 Interkulturelle Liga Ergebnisse der Kandidaten IKL (Interkulturelle Liga) 2.124 Stimmen 1,61 % Die Partei an. Der Wahlkampf habe ihm Spaß gemacht, die Umstände seien zum Teil schwierig gewesen. Großen Zuspruch erleben die Grünen auf ihrer Wahlparty das Heidelberg am Neustädter Markt reicht bei Weitem nicht aus für die vielen Mitstreiter, sodass alle, die drinnen kein Bein mehr an die Erde kriegen, sich draußen auf dem Platz versammeln. Für Matthias Brinkmann als Landratskandidaten gibt es am Ende des Abends dennoch keinen rechten Grund zu feiern er muss sich mit 19,1 Prozent der Stimmen klar hinter Lynack und Gedeon einordnen. Ich würde mir wünschen, in die Stichwahl zu kommen, sagte er noch gegen 18 Uhr, während die ersten Wahllokale ausgezählt wurden. Und: Bekäme er unter 20 Prozent, wäre das für ihn eine Enttäuschung. Ich habe versucht, mich als Person wirklich einzubringen in diesen Wahlkampf, mit meinen Themen, die sowohl mir selbst als auch den Grünen wichtig sind. Aber 220.000 Wählerinnen und Wähler zu erreichen, das sei als Person eben auch schwierig da orientierten sich auch viele an den Grünen als Partei. Er hat einen weitaus größeren Zuspruch 1 (-1) Unabhängige mokrat. Gedeon ist parteilos, aber der Kandidat der CDU. Deren Stadtverband hat sich zur Wahlparty in einem Raum des Hotels Van der Valk am Marktplatz versammelt. Der Vorsitzende Cornelius Henning begrüßt gut 30 Mitfiebernde zum wohl spannendsten Abend des Jahres. Die Spannung in dem Raum hält sich allerdings in Grenzen, als die Zwischenmeldungen der Landratswahl auf den Bildschirm springen. Lynack zieht relativ schnell davon. Dass Gedeon die Wahl an diesem Abend nicht für sich entscheiden kann, ist früh klar. Der Kandidat selbst ist nicht dabei. Er sei bei Unterstützern in Duingen und Gronau unterwegs gewesen, erzählt er der Redaktion unterwegs am Telefon. Später will er sich noch in kleinerer CDU-Runde beim Hildesheimer Ratsherrn Enzo Calvanico treffen. In einer ersten Reaktion zeigt sich Gedeon mit seinem Abschneiden nicht unzufrieden: Dass ich den amtierenden Landrat als politischer Newcomer in eine Stichwahl gezwungen habe, sehe ich als Erfolg, sagt er. Das sei ein respektables Ergebnis. Darauf werde ich aufbauen und weiter Vollgas geben, kündigt Gedeon (0) 1 (+2) Gemeinsam Plus 2.988 Stimmen 2,26 % Linke Das ist die neue Sitzverteilung mit den Veränderungen zur Kommunalwahl 2021: SPD 18 Sitze (minus vier), CDU 16 Sitze (minus drei), AfD elf Sitze (plus acht), Grüne neun Sitze (minus eins), Die Linke vier Sitze (plus zwei), Unabhängige zwei Sitze (minus eins), FDP zwei Sitze (minus eins), Die PARTEI ein Sitz (unverändert), Volt ein Sitz (plus eins). Damit gehören weiter neun Parteien und Gruppierungen zum Kreistag. GUT für Sarstedt ist nicht mehr dabei, dafür ist Volt dazugekommen. 1 2.070 Stimmen 1,57 % (+4) AfD Derweil wird das Netz stabiler, immer mehr Wahlbereiche sind ausgezählt. Lynack hat einen großen Vorsprung vor seinem parteilosen CDU-Herausforderer, das sind ja inzwischen fast 13.000 Stimmen, freut er sich. Doch er bleibt konstant unter der 50-Prozent-Marke, die ihm eine Stichwahl ersparen würde. Und je länger der Abend dauert und umso mehr Ergebnisse vorliegen, desto größer wird der Abstand zu eben diesem Wert. Um 19.50 Uhr schließlich steht für ihn fest: Der Drops ist gelutscht, es wird einen zweiten Wahlgang geben. Der Sozialdemokrat liegt zwar klar vor Gedeon, bleibt aber unter den magischen 50 Prozent das ist schon jetzt absehbar, obwohl noch die Ergebnisse aus rund 60 Wahlbereichen fehlen. Im Saal herrscht zwar Freude über den eindeutigen Ausgang. Das ist ein sehr gutes Ergebnis, auf dem wir für die Stichwahl aufbauen können, findet SPDKreischefin Daniela Rump, bei drei Kandidaten sei eben immer eine Stichwahl möglich. Bei Lynack selbst wirkt die Freude allerdings gedämpft: Das ist ein Etappensieg und eine deutliche Sache, die Kraft für die nächsten 14 Tage gibt, sagt der Sozialde- Foto: Clemens HeidriCH, GraFiken: lisa asCHemann 3. Enzo Calvanico (CDU) Die Optionen der Zusammenarbeit: In der laufenden Wahlperiode bilden die SPD und die Grünen mit den drei kleineren Partnern Die PARTEI, GUT für Sarstedt und dem Einzelabgeordneten Georgios Konstantopoulos eine Mehrheitsgruppe. Eine ähnliche Konstellation bleibt möglich, wird aber schwieriger, da zum einen SPD und Grüne zusammen fünf Sitze verloren haben, zum anderen GUT für Sarstedt nicht mehr zum Kreistag gehört. Gestartet ist die Mehrheitsgruppe im November 2021 zunächst mit der Linkspartei, deren Fraktion sich im Laufe der Wahlperiode auflöste. Nun ist Die Linke wieder mit vier Mitgliedern im Kreistag vertreten. Die wahrscheinlichste Option ist auf den ersten Blick aber eine große Koalition aus SPD und CDU, die es schon in der vorangegangenen Wahlperiode von 6 (-2) FDP Bernd Lynack am Wahlabend mit seiner Partnerin Wiebke Osigus (Mitte) und der SPD-Bundestagsabgeordneten Daniela Rump. Im Kreistag gibt es große Veränderungen: Durch die Zugewinne der AfD und Verluste von SPD und CDU verändern sich mögliche Mehrheiten. Aber auch personell müssen die Mitglieder neudenken: Von den 64 gewählten Abgeordneten gehörten nur 21 schon in der laufenden Wahlperiode zum Gremium. nalwahl hat den Hildesheimer Kreistag völlig neu gemischt. Zum einen personell: Von den 64 gewählten Mitgliedern (dazu kommt die Stimme des Landrates) sind 43 Neulinge also zwei Drittel. Außerdem gab es entscheidende Verschiebungen im Gefüge der Parteien. Die AfD, bisher mit drei Mitgliedern im Kreistag vertreten, steigerte sich auf elf Mandate. 9 (-2) Kewi-Grafiken Lisa Aschemann Quelle Votemanager Mitglieder im Kreistag sind zu zwei Dritteln neu nämlich 3535, gefolgt von Marc Ehrig (SPD; 3171), Thomas Mensing (SPD, 3062), Justus Lüder (CDU, 2525), Andreas Arlt (SPD, 2464), Simone Flohr (SPD, 2406), Heinrich Machtens (CDU, 2305) und Ulrich Schünemann (2296). (-3) 4 2. Frank Wodsack (CDU) Kreis HildesHeim. Die Kommu- Matthias Brinkmann von den Grünen spricht zu seinen Anhängern. Foto: Julia moras 13.060 Stimmen 9,89 % 18.242 Stimmen 13,82 % Grüne Christopher Gedeon, als Parteiloser von der CDU nominiert, gibt seine Stimme ab. Foto: GeoFFrey may steht, ist eigentlich die: Schafft es der amtierende Landrat gleich im ersten Wahlgang, sein Amt zu verteidigen? Und auch hier sind viele der Genossinnen und Genossen am Ende werden es rund 80 sein zuversichtlich: Lynack könne das gleich an diesem Sonntag schaffen, meint der Hildesheimer SPDChef Pascal Kubat er ist vorbereitet, hat sogar schon einen Blumenstrauß besorgt. Auch Daniela Rump glaubt an einen Erfolg im ersten Wahlgang: Der CDU-Kandidat Christopher Gedeon habe mit seiner Entscheidung, das HAZ-Forum zu verlassen und sich so der Diskussion mit Lynack und dem Grünen-Kandidaten Matthias Brinkmann zu entziehen, viele Wähler vor den Kopf gestoßen dieser Mangel an Respekt werde sich rächen. Lynack selbst allerdings ist zurückhaltend, wirkt eher angespannt konzentriert, als er kurz nach 18 Uhr gemeinsam mit seiner Partnerin Wiebe Osigus das Chapeau betritt. Der 56-Jährige wirft einen kurzen Blick auf die Leinwand, auf der SPD-Fraktionsgeschäftsführer Justus Schwerthelm eigentlich die ersten Wahlergebnisse präsentieren will. Doch die Internetseite baut sich nur langsam auf, stockt immer wieder. Und so geht Lynack erst einmal nach draußen, um an seiner E-Zigarette zu ziehen. 27.012 Stimmen 20,46 % CDU es während der Auszählung der 431 Wahllokale spannend: Würde Amtsinhaber Bernd Lynack (SPD) schon im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit erreichen, die für ihn von Beginn an in Reichweite ist oder muss er doch in die Verlängerung, in die Stichwahl? Früh hängt er im Verlauf der Auszählung seine Mitbewerber ab: den parteilosen Christopher Gedeon, der von der CDU aufgestellt wurde und auch von den Unabhängigen unterstützt wird, und Matthias Brinkmann von den Grünen. Lange hält sich Lynack um die 48 Prozent, viel fehlt nicht zur entscheidenden 50-Prozent-Marke, die er überspringen muss. Das vorläufige Endergebnis liegt erst um 22.51 Uhr vor. Demnach holt Lynack 46,2 Prozent, Gedeon 34,7 Prozent und Brinkmann 19,1 Prozent. Das bedeutet: Lynack und Gedeon stehen in zwei Wochen, am Sonntag, 27. September, bei der Stichwahl erneut auf dem Wahlzettel. Der Optimismus im Chapeau Claque ist am Sonntagabend mit den Händen zu greifen: Stadtund Kreis-SPD haben das Lokal für ihre Wahlparty ausgesucht. Und dass es bei dieser für Bernd Lynack etwas zu feiern geben wird, daran besteht für viele Gäste von Anfang an kein Zweifel. Die einzige Frage, die im Raum 28.469 Stimmen 21,56 % SPD Kreis HildesHeim. Lange bleibt Endgültige Sitzverteilung 9,74 5,75 0,23 -3,45 -5,41 -3,82 -2,43 -4,16 -0,82 samstag und sonntag, 19. / 20. september 2026 51. Jahrgang Nr. 38 Auflage: 123.300 exemplare Appetit? Un nseren Menüplan finden Sie in dieser Zeitung. Erntedank Woche die größte Wochenzeitung der region Hildesheim E-Lastwagen sollen Bosch in Hildesheim die Zukunft sichern sondertHemen Veran 2 IM BLICKPUNKT KEHRWIEDER am Sonntag 19. / 20. September 2026 Serie von Einbrüchen: Knall schreckt Oststadt auf Der Stuhlflechter in 4. Generation Polsterarbeiten aller Art Mobil 01 70 - 52 49 58 1 Anfahrt frei! 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Okto Amtsinhaber Lynack geht mit klarem Vorsprung in die zweite Runde Stadtratswahl Hildesheim 30.715 Stimmen 23,26 % Bei der Landratswahl erreicht keiner det drei Kandidaten im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit. Bernd Lynack und Christopher Gedeon kommen in die Stichwahl. Dieses Ziel hat Matthias KULTUR KEHRWIEDER am Sonntag 19. / 20. September 2026 Weltpremiere von Er ist wieder da als Musical am tfn, aber Hitler darf nicht tanzen Das Theater für Niedersachsen zeigt die Bühnenfassung zum Erfolgsroman von Timur Vermes zum ersten Mal überhaupt. Für Regisseurin Annika Dickel eine Herausforde LANDKREIS HILDESHEIM KEHRWIEDER am Sonntag 19. / 20. September 2026 9 Ausbildung im Handwerk wird bei jungen Leuten wieder populärer Zuwächse vor allem in klassischen Berufen Sanitär holt gegenüber Spitzenreiter Kfz auf Gesamtzahlen an Azubis im Sommer 2026 und Veränderung gegenüber dem Vorjahr 10 LANDKREIS HILDESHEIM KEHRWIEDER am Sonntag 19. / 20. September 2026 Neun Stichwahlen stehen an so viele wie noch nie Die Ausgangslage der Stichwahlen über Bürgermeisterposten und das Landratsamt ist zum Teil recht unterschiedlich, aber für alle gelten grundsätzlich dieselben allgemeinen Gesetz Anzeige Anzeige Entdecken. Experimentieren. Entwickeln. Der Di D Digital.Point it l P i t macht ht fit fü für di die Z Zukunft k ft ...and the winner is: Hildesheim! So eine gute Nachricht in schwierigen Zeiten: Im Smart-City-Index der Bitkom hat Hildesheim einen Tigersprung nach vorn gemacht. De Jetzt sind Sie gefragt! Wir suchen die Sportler des Jahres! Es ist wieder so weit! Der HAZ-Sportpreis ehrt Hildesheims Sportler und Mannschaften des Jahres! Schicken Sie uns ab sofort Ihre Nominierungen für Publikumspreise in drei Kategorien zu: TRAINER/IN DES JAHRES TREFFER DES JAHRES VEREIN DE SPORT 13 KEHRWIEDER am Sonntag 19. / 20. September 2026 rätsel kleinste Schmutzpartikel anheimelnd französisches Departement ehem. schwed. 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Der Termin für die Nacht der Bewerber 2027 steht schon fest Während die Nacht der Bewerber 2026 noch bevorsteht, haben die Veranst Seite 24 Kehrwieder am Sonntag Sonderveröffentlichung Tag des FriedhoFs .Bestattungen . Kanne Stichstraße 1 31028 Gronau (Leine) Tel. (05182) 25 86 Im Herzen bleiben die Erinnerungen... Wir kümmern uns um alle Angelegenheiten. Karsten & Franka Grigoleit E r d - , F e u e r- , S e e - u n echt. nah. dran. ANZEIGEN-SONDERVERÖFFENTLICHUNG Von kleinen Orten und großartigen Menschen Sibbesse eigenständig zwischen zwei Zentren Die Gemeinde mit dörflichem Charakter ist räumlich gut angebunden Ein Jahr nach der Debatte um einen Beitritt zur Samtgemeinde Leinebergland ist klar: Vorläufi 26 KLEINANZEIGEN KEHRWIEDER am Sonntag 19. / 20. September 2026 Die besondere Immobilie Ref.-Nr.: H-32456 Bad Salzdetfurth... VERKÄUFE Großzügiges EFH mit 13 Zi., ca. 280 m2 Wfl., ca. EIGENTUMSWOHNUNGEN 733 m2 Grdst., wasserführender Kamin, hist. Bauelemente, ausgeb. 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