IM BLICKPUNKT KEHRWIEDER am Sonntag 12. / 13. September 2026 3 Wir kaufen oder verkaufen ihre Immobilie. Oh hne Maklergebühren Be ei uns zahlen Sie keine Provision Wirr sind Ihr Part rtner t für Immobilien & Finanzen in Hildesheim und Umgebung Sprechen Sie uns s an Telefon 01 76 / 31 60 98 50 Hildes HEIM Immobilien & Finanzzentrum Hannoversche Str. 27, 31134 Hildesheim Telefon (0 51 21) 9 99 08 30 Ankauf@hausverwaltung-in-hildesheim.de www.hausverwaltung-in-hildesheim.de Im September Ganze Gans mit Beilagen 99,00 € 20 Jahre Durchgehend warme Küche ab 12.00 Uhr D Jeden Montag Puff f er-Buff f et 11.30-13.30 Uhr p. P. € 15,00 Fr. 02. Okt 26 Currywurst-Büffet 18.00-20.00 Uhr Bayrischer-Schmankerl-Brunch 10.00-12.30 Uhr Currywurst-Büffet 18.00-20.00 Uhr p. P. 24,90 Sa. 03. Okt 26 Fr. 30. Okt 26 p. P. 15,00 p. P. 15,00 Sonnenberg 1 31199 Diekholzen Telefon 0 50 64 -95 02 60 www.landhaus-am-sonnenberg.com Tag der offenen Geburtsklinik Samstag, 19. September, 10 bis 14 Uhr Das ehemalige Kesselhaus des Kraftwerks Mehrum steht vor der Sprengung. fotos: Moritz frankenberg Ein Einsatz, der alle Dimensionen sprengt Vorträge, Infostände & Digitale Kreißsaalführung Elternschule & Neonatologie Schwangerenfotografie Kinderbasar Gewinnspiele Kinderbetreuung Zwei spektakuläre Sprengungen gab es im Zuge des Abrisses des Kohlekraftwerks in Mehrum schon. Bald ist das Kesselhaus dran und dessen Beseitigung erfordert die aufwendigste Vorbereitung. MehruM. Langsam setzt sich der Lastenaufzug in Bewegung, schiebt sich quietschend und knarzend nach oben. Die Standfläche ist recht groß, dafür gibt es drumherum nur flache Wände und ein Geländer, aber kein Dach. Stockwerk für Stockwerk kämpft sich das Gefährt hinauf, gibt auf jeder Etage wieder den Blick frei auf ein für den Außenstehenden unverständliches Wirrwarr aus dicken Stahlrohren, Leitungen, Gerüsten, Gängen, Kabeln und Betonwänden. Vieles wirkt etwas rostig, aber durchaus noch so, als könne der Betrieb jederzeit wieder starten. Wer in die andere Richtung schaut, vor dem breitet sich immer weiter die norddeutsche Tiefebene aus. Der Mittellandkanal glänzt im Morgenlicht, im Westen ist Hannover zu erkennen, im Süden ist Hildesheims Andreasturm zu erahnen. Schließlich bleibt der Fahrstuhl stehen. Wir sind auf 32 Metern, sagt Jens Wagener. Das heißt: Es geht noch 110 Meter höher, 110 weitere Meter voller Stahl, Beton und Kabel. Auch wenn man jetzt schon die Vogelperspektive hat. Und ein Bagger, dessen Vorbau ein stolzer Bauleiter später als größte mobile Stahlschere der Welt präsentieren wird, von hier oben aussieht wie ein Spielzeugwagen. Daneben sticht eine kreisrunde Fläche ins Auge der Boden des einstigen Kühlturms. Jens Wagener schaut über das Land und sagt: Nächstes Jahr im Juni ist das hier alles grüne Wiese. Das ist jedenfalls der Plan. Jens Wagener ist Anlagenmechaniker-Meister. Lange gehörte er im Kraftwerk Mehrum zu denen, die dafür zu sorgen hatten, dass der Betrieb reibungslos lief. Die gerufen wurden, auch nachts und am Wochenende, wenn es irgendwo einen Defekt gab. Jetzt ist Wagener einer von neun verbliebenen Mitarbeitern des einstigen Kohlekraftwerks im Hohenhamelner Ortsteil Mehrum und zuständig für dessen Rückbau. Wobei Rückbau untertrieben klingt: Der Kühlturm und zwei Silos wurden schon gesprengt. Und am 7. November ist das Kesselhaus an der Reihe, jenes quadratische Ungetüm aus Stahl und Beton, durch das sich der Aufzug nun weiter nach oben schiebt. Auch das Wort Kesselhaus klingt verharmlosend. Das Bauwerk mag aus der Ferne weniger markant sein als der frühere Kühlturm und ist mehr als 100 Meter niedriger als der Schornstein, der im Januar fallen soll. Doch den 140 Meter hohen Koloss dem Erdboden gleichzumachen das ist die mit Abstand schwierigste und komplexeste Sprengung und entsprechend auch die bei weitem aufwendigste Vorbereitung, wie Kraftwerks-Geschäftsführer Armin Fieber betont. Weil vielmehr Material darin verbaut ist als in Kühlturm oder Schornstein, weil die Konstruktion und damit auch die Statik weit komplizierter sind. Eine Aufgabe, die vor allem Jens Wagener seit Monaten beschäftigt. Bereits im Dezember 2024 begann der Abriss der Asbestbeton-Fassaden. Seither sieht das Kesselhaus ein bisschen aus wie ein überdimensionales Gerippe. Eine Industrieruine, wie gemacht dafür, dass James Bond sich darin eine spektakuläre Verfolgungsjagd mit einem Bösewicht liefert. Doch gejagt wird hier nicht, dafür seit Monaten schwer geschuftet. Das Kesselhaus war das Herzstück des Kraftwerks. Und Herzstück dieses Herzstücks war ein stählerner Kessel, 80 Meter hoch und mit vier rund 20 Meter breiten Seitenwänden ausgestattet. Das Ungetüm besteht aus rund 6100 Tonnen Stahl und hängt an einer Konstruktion, die in gut 100 Metern Höhe von vier freistehenden Stahlbeton-Pylonen getragen wird. Hängen muss der Gigant deshalb, weil er sich bei Hitze ausdehnt. Den Platz dafür bekam er an seinem unteren Ende, bis zu 50 Zentimeter länger gegenüber dem Urzustand konnte der Kessel bei 300 bis 350 Grad Celsius werden. Und diese Temperatur herrschte regelmäßig. Denn in dem Kessel brannte der Kohlestaub, den die Mühlen aus den per Schiff gelieferten Kohlestücken erzeugten und der stetig in den Kessel geblasen wurde. In den Seitenwänden des Kessels wiederum sind Tausende Röhren eingebaut, in denen Wasser erhitzt wurde um jenen Dampf zu erzeugen, der dann die Turbine des Kraftwerks antrieb und so den Strom produzierte. Und dieser Kessel soll sich nun bei der Sprengung zusammenfalten wie eine Coladose, sagt Jens Wagener. Würde das stählerne Ungetüm einfach umfallen, würde es zu weit auf das Gelände stürzen und zu heftige Erschütterungen auslösen rund ums Kraftwerk gibt es mehrere Umspannwerke und andere empfindliche Anlagen des Stromnetzes. Deshalb lassen sich Arbeiter mit einer Hebebühne an Seilen hinaufziehen in das Innere des Kessels. Dort setzen sie eine 230er-Flex an, wie Wagener erklärt, ziehen mehr als 60 Meter lange Schnitte an den vier Ecken des stählernen Ungetüms hinunter. Allein diese Arbeit zieht sich über Wochen hin, obwohl die beauftragte Firma schneller ist als erwartet. Während die Flex-Männer nach oben schweben, zeigt Jens Wagener das Innere eines der vier mächtigen Stahlbeton-Pylonen, an denen das ganze Konstrukt hängt. In jedem Pylon ist ein Treppenhaus eingebaut. Und an den Wänden finden sich überall Bohrlöcher, dazu Markierungen an den Wänden und einzelne Einschnitte in den Beton. Jens Wagener ist verantwortlich für den Abriss seines langjährigen Arbeitsplatzes. In die Löcher vermeintlich willkürlich, tatsächlich aber nach genauen Vorgaben angeordnet kommt der Sprengstoff. In den südlichen Pylonen sollen am Boden und auf höheren Etagen jeweils gut drei Meter breite und zwei Meter tiefe Betonblöcke herausgesprengt werden. Dadurch soll das Kesselhaus sozusagen in die Knie gehen, nach vorn in diesem Fall nach Süden kippen. Durch diesen Prozess knallt der untere Rand des Stahlkessels auf den Boden und faltet sich eben durch die vorher angebrachten Einschnitte zusammen. So soll ein nicht länger als 50 Meter breiter Schutthaufen entstehen. Dann passiert, was hinter dem Kesselhaus jetzt schon passiert. Stahl, Aluminium, Beton und andere Materialien werden auf unterschiedlichen Haufen gesammelt, es sieht aus wie auf einem Schrottplatz. Das bereiten wir hier alles zur Entsorgung vor, sagt Pascal Dinges. Er ist aktuell Bauleiter im Auftrag des Abrissunternehmens Freimuth und verweist stolz auf die größte mobile Stahlschere der Welt jenes Gerät, das von oben so winzig aussah. 26 Tonnen wiegt allein der Anbau des Baggers, der dicke Stahlstreben zerschneidet wie Papier. Wenn das Kesselhaus erst einmal gefallen ist, werden die Schrottberge wohl noch viel höher werden. Lastwagen auf Lastwagen wird anrollen, um das Material abzutransportieren. Vieles davon kann wiederverwertet werden, kündigt Dinges an. So werde der Beton in speziellen Anlagen regelrecht geschreddert und lande am Ende womöglich als Schotter in Einfahrten oder auf Feldwegen. Dinges und Wagener tauschen ein paar Sprüche aus, das gehört zum guten Ton auf der Baustelle. Im Ernst, die Zusammenarbeit ist überragend, sagt Jens Wagener. Dinges schwärmt unterdessen von seinem Beruf. Man sei zwar regelmäßig weit weg von zu Hause, aber man kommt eben auch an Orte, wo sonst kaum jemand hinkommt, erklärt der Cuxhavener. Das könnten U-Bahn-Schächte sein oder eben auch Kraftwerke wie das in Mehrum. Das ist übrigens das höchste Kesselhaus, das je in Deutschland gesprengt wurde, merkt Pascal Dinges norddeutsch-beiläufig an. Jens Wagener, selbst auch nicht so leicht aus der Ruhe zu bringen, bleibt abrupt stehen: Echt? Inzwischen stehen Wagener und Dinges vor dem Schornstein, oder vor dem Kamin, wie die Kraftwerker sagen. Durch diesen wurde früher das Abgas in die Luft gepustet, nachdem es die Rauchgasentschwefelungsanlage passiert hatte. Am Anfang, als die Bestimmungen noch nicht so streng waren, sind noch viel mehr Giftstoffe in der Luft gelandet, sagt Jens Wagener. In Spitzenzeiten blies das Kraftwerk Mehrum 3 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr in die Atmosphäre. Zum Vergleich: Ein Mittelklasse-Auto kommt auf knapp zwei Tonnen. Den Schornstein zu sprengen, wird noch einmal eine eigene Herausforderung, aber ähnlich wie beim Kühlturm wird das längst nicht so schwer wie beim komplex konstruierten Kesselhaus. Die spannende Frage beim Schornstein war vielmehr, wie man es hinbekommt, dass der nicht einfach nur 250 Meter lang hinschlägt, was zu gefährlich wäre und zu starke Erschütterungen hervorrufen würde. Die Antwort der SprengstoffExperten: Unten werden zwei Stützpfeiler weggesprengt und eine Sekunde später wird in gut 100 Metern Höhe am Schornstein eine zweite Sprengladung gezündet. Der erhoffte Effekt: Erst fällt der ganze Schornstein nach vorn, aber noch während er fällt, knickt die obere Hälfte quasi nach hinten weg und fällt in die andere Richtung. Das dürfte, wenn es klappt, ziemlich spektakulär aussehen. Und es klappt, davon ist Jens Wagener überzeugt: Wenn man sich anguckt, wie bei solchen Sprengungen Simulationen und die tatsächliche Sprengung übereinstimmen, ist das schon beeindruckend. Der Weg zurück zu dem kleinen Verwaltungsgebäude, das dem Kraftwerks-Betreiber geblieben ist, führt vorbei an einem weiteren Schutthaufen. Jens Wagener bleibt kurz stehen: Das hier war mein Büro und meine Werkstatt. Ob es sehr weh tut, den eigenen Arbeitsplatz komplett zerstört zu sehen, bis im wahrsten Sinne des Wortes vollständig Gras über die Sache gewachsen ist? Wagener überlegt kurz. Dann sagt er: Am Anfang war das schon komisch. Aber jetzt ist es okay weil wir ja Platz machen für etwas Neues. Wenn das nicht so wäre, wäre es sicher ein schlimmeres Gefühl. Etwas Neues das soll, wenn alles klappt wie von KraftwerksChef Fieber und dem Betreiberkonzern EPH erhofft, eins der neuen Gaskraftwerke werden, die in Deutschland geplant sind, um die Stromerzeugung aus Wind, Photovoltaik, Wasser und Biogas zu ergänzen und bei Bedarf einzuspringen. Ob Mehrum den Zuschlag bekommt, ist noch unklar doch die Verantwortlichen wollen vorbereitet sein. Sicher ist: Die neue Anlage würde kein so gigantisches Kesselhaus beinhalten wie die alte. Damit im Fall der Fälle im Juni nächsten Jahres die Bagger rollen können, soll dort, wo heute noch die letzten Ruinen des Kohlekraftwerks stehen, nur noch jene grüne Wiese sein, von der Jens Wagener im Fahrstuhl gesprochen hat. abu www.bernward-khs.de Die besondere Immobilie Ref.-Nr.: H-32300 : Kaufpreis Hildesheim Sorsum: Moderne Doppelhaushälfte In stadtnaher Lage entsteht diese hochwertig ausgestattete Immobilie auf einem optimal nach Westen ausgerichteten Grundstück. Wohnfl. ca. 161 m2, Grundstück 312 m2, Bj. 2026, Umweltwärme-Wärmepumpenheizung, Bedarfsausweis: 22,20 kWh/(m2a), EEK: A+ Ihre Ansprechpartnerin: Sonja Höppner Telefon: 05121 871-3375 , € 499.000 Weitere Angebote im Internet unter: www.sparkasse-hgp.de/immobilien Die 1. Adresse für Immobilien samstag und sonntag, 12. / 13. september 2026 51. Jahrgang nr. 37 Auflage: 123.300 exemplare Politsche Werbung: - Auftraggeber: Adel Serhan Die Anzeige steht im Zusammenhang mit der Kommunalwahl am 13.09.2026 Foto: Volker Hanuschke Adel Serhan Am 13.September: CDU wählen Wahlbereich Süd Listen 2 IM BLICKPUNKT KEHRWIEDER am Sonntag 12. / 13. September 2026 Am 13. September SPD wählen: Landrat, Kreistag, Stadtrat, Gemeinderäte und Ortsräte. Keine Zeit für Experimente. www.bernd-lynack.de BerndLynack POLITISCHE ANZEIGE Alle Informationen gemäß von EU-Transparenzverordnung erhalten Si IM BLICKPUNKT KEHRWIEDER am Sonntag 12. / 13. September 2026 3 Wir kaufen oder verkaufen ihre Immobilie. Oh hne Maklergebühren Be ei uns zahlen Sie keine Provision Wirr sind Ihr Part rtner t für Immobilien & Finanzen in Hildesheim und Umgebung Sprechen Sie uns s an Telefon 01 76 / 31 60 98 50 KEHRWIEDER AM SONNTAG KEHRWIEDER am Sonntag 12. / 13. September 2026 KEHRWIEDER KULTUR-KALENDER Musiker aus Ägypten treten im RPM auf Bis Sonntag, 20. September 2026 Die Konzert-Matinee am 20. September soll ägyptische und europäische Werke verbinden. hiLdesheiM. Neue Musik aus Ägypten spielen HILDESHEIM KEHRWIEDER am Sonntag 12. / 13. September 2026 Polizei und Experte warnen vor Deals mit Kurzzeit-Händlern BAYRISCHE WOCHEN In Itzum ist ein 72-jähriger Mann offensichtlich von einem Goldankäufer um einen Goldbarren im sechsstelligen Wert betrogen worden. Die Ermittlungen der Polizei d 6 KULTUR KEHRWIEDER am Sonntag 12. / 13. September 2026 Neue Intendantin will mehr Angebote für Kinder und Jugendliche im Literaturhaus Zum ersten Mal trägt das Programm von St. Jakobi die Handschrift der neuen Chefin Nina Göldner. Sie möchte einiges anders machen als ihre Vorgänger und setzt daf LANDKREIS HILDESHEIM KEHRWIEDER am Sonntag 12. / 13. September 2026 Relexa-Gebäude ist verkauft: Bald wieder ein Hotel? Neue Perspektive für Leerstand, der zuletzt Großunterkunft für Geflüchtete war Bad Salzdetfurth. 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ANZEIGEN-SONDERVERÖFFENTLICHUNG Von kleinen Orten und großartigen Menschen Schellerten Heimat im Fokus: Sie wollen es lassen wie es ihre Vorfahren gehalten haben Thomas Trenckmann, Heimatpfleger von Wendhausen, befasst sich im Folgendem mit dem Vorholz (Höhenzug): Den Süden der Seite 12 Kehrwieder am Sonntag Sonderveröffentlichung StadtfeSt alfeld 12. / 13. September 2026 18. - 20. September mit verkaufsoffenem Sonntag Alfeld feiert das Fest des Jahres Buntes Programm rund um den Marktplatz Struktur und Soziale Integration 0 51 81 8 06 67 02 Wohnen Begleiten Tagess KLEINANZEIGEN 13 KEHRWIEDER am Sonntag 12. / 13. September 2026 KAUFGESUCHE HÄUSER EFH nach Rückzug Haus zum Start ANKAUF PKW Kaufe Fahrzeuge aller Art! Auch mit Unfall/Mängeln! 24-Std.-Service, auch Sa. + So. Wir zahlen Höchstpreise in bar!!! 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