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Kehrwieder am Sonntag
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22. / 23. August 2026
25. August
Das Handwerk. Die Wirtschaftsmacht.
Von nebenan.
Starker Nachwuchs für moderne Technik:
Das Kfz-Gewerbe startet durch
Ob Diagnosesoftware, HochvoltTechnologie oder komplexe
Assistenzsysteme: Das Kraftfahrzeuggewerbe befindet sich mitten in einem tiefgreifenden
Wandel. Längst prägen hochmoderne Systemanalysen und präzise Elektronik den Werkstattalltag der regionalen Innungsfachbetriebe. Um diese anspruchsvolle Technik sicher zu
beherrschen, setzt die Branche
konsequent auf bestens qualifizierte Fachkräfte aus der Region.
Wie gut das gelingt, zeigte
der Jahresauftakt im Landkreis
Hildesheim deutlich: Im Januar
2026 durften sich gleich 51 neue
Fachkräfte über ihren Gesellenbrief im Kfz-Handwerk freuen.
Das ist eine beachtliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr, in
Im Januar 2026 sind 51 neue Fachkräfte im Kfz-Handwerk freigesprochen worden.
dem 39 Absolventen freigesprochen wurden. Damit stellt das
Kfz-Gewerbe erneut eine der
größten und dynamischsten
Ausbildungsgruppen im gesamten regionalen Handwerk dar.
Dass die Arbeit an modernen
Fahrzeugen nach wie vor viele
junge Menschen begeistert, zeigt
der anhaltend hohe Zulauf zu
den Autoberufen. Wir, die KfzBranche, brauchen Sie, sagen
Wolfgang Holze, Obermeister
der Innung des KraftfahrzeugGewerbes Hildesheim, und Andreas Busche, Vorsitzender des
FOTO: PRIVAT
Prüfungsausschusses. Sie betonen die Wichtigkeit kontinuierlicher Weiterbildung angesichts
des rasanten technologischen
Fortschritts in Bereichen wie
E-Mobilität, autonomes Fahren
und Digitalisierung.
Für Autobesitzerinnen und
Autobesitzer in der Region zahlen sich dieser Einsatz und das
Fachwissen direkt aus. Weil viele
Bürgerinnen und Bürger ihre
Fahrzeuge heute länger fahren
und gezielt auf Werterhalt setzen, sind die Meisterwerkstätten
der Innung ein gefragter Partner.
Ob herstellerkonforme Inspektion, regelmäßige Wartung oder
Reparatur von E-Fahrzeugen,
Hybriden und klassischen Verbrennern: Die lokalen Betriebe
garantieren maximale Verkehrssicherheit und Transparenz auf
modernstem Niveau.
Der starke Nachwuchsjahrgang 2026 zeigt: Das Kfz-Handwerk verbindet meisterhafte Tradition mit echter Zukunftstechnik verlässlich, kompetent und
direkt vor Ort.
Bauwirtschaft sichert Infrastruktur und
Wohnungsbau
Handwerk mit Zukunft: Das Ansehen der Branche ist stark gewachsen
Es zeigt sich: Mittelfristig steigt
der Bedarf an Mitarbeitenden im
regionalen Baugewerbe weiter.
Dies liegt beispielsweise an der
sogenannten Infrastrukturoffensive, die auch in Niedersachsen
ausgerollt wird. In den kommenden Jahren fließen Hunderte
Millionen Euro in Straßen und
Brücken. In der Region sind das
Fahrbahnsanierungen an den
Landesstraßen, aber auch große
Projekte wie Ortsumgehungen.
Bei Verkehrsteilnehmern stehen
Straßenbaustellen auf der
Beliebtheitsskala nicht besonders
weit oben, aber das Mehrjahresbauprogramm sichert wichtige
Aufträge für das heimische Baugewerbe, sorgt für verlässliche
Verkehrswege und stärkt unmittelbar die Wertschöpfung vor
Ort.
Der Vorstand der Bau- und Zimmerer-Innung Hildesheim-Alfeld (von links): Ernst Schmidt, Christoph Wilkending, Jannik Armbrecht, Sebastian Vogel, Jannes Wulfes, Safdar Chaudry, Richard Kreth, Mark Kleingeld, Marcell
Höppner, Sebastian Storch und Guido Albrecht.
FOTO: PRIVAT
Und auch im Wohnungsbau
herrscht dringender Bedarf ob
bei der energetischen und barrierefreien Sanierung von
Bestandsimmobilien oder beim
Neubau von modernen Wohnungen und örtlicher Infrastruk-
tur wie Arztpraxen, Apotheken
oder
Verwaltungsgebäuden.
Immer wieder kommen hier
auch die ansässigen Meisterbetriebe ins Spiel, die aufgrund
ihrer Erfahrung und räumlichen
Nähe den Zuschlag erhalten und
so am Fortschritt vor der eigenen Haustür beteiligt sind,
betont Obermeister Safdar Chaudry von der Bau- und ZimmererInnung Hildesheim-Alfeld.
Wer sich mit dem Thema
Handwerk beschäftigt, merkt,
dass das Ansehen der Branche
gewachsen ist. In der öffentlichen Wahrnehmung findet ein
Umdenken statt, das die Fachund Spezialkenntnisse der
Handwerker
wieder
voll
anerkennt.
Ein Beispiel, das zeigt, wie
unentbehrlich die Betriebe vor
Ort sind: Wenn Extremwetter
zuschlägt wie beim schweren
Weihnachtshochwasser
2023/2024 an Leine und Innerste sind es direkt nach den Einsatzkräften von Feuerwehr und
THW die Handwerker aus der
Region, die anpacken. Sie trocknen durchfeuchtete Räume,
sanieren Wasserschäden in Kellern und Wohnungen, reparieren
unterspülte Straßen und machen
Häuser in der Region wieder
bewohnbar.
Fleisch ist Kultur
Kulinarische Traditionen und regionale Werte sorgen für ein gesellschaftliches Miteinander
Fleisch spielt eine wichtige Rolle
in der hiesigen Kultur. Seit Generationen werden handwerkliche
Fertigkeiten und Techniken vom
Fleischermeister an die Auszubildenden weitergegeben. Kulinarische Traditionen und regionale
Werte sorgen für ein gesellschaftliches Miteinander. Trotz
des veränderten Konsumverhaltens sind hochwertige Fleischund Wurstwaren weiterhin ein
fester Bestandteil der Esskultur
vieler Verbraucherinnen und
Verbraucher, betont Bruno Riedel, Obermeister der Fleischer-Innung Hildesheim-Alfeld.
Die aktuellen Produktionsund Absatzzahlen bestätigen diesen Trend: Die Nachfrage nach
handwerklich
verarbeiteten
Fleisch- und Wurstwaren stabili-
Das F-Zeichen verbindet im Fleischerhandwerk Tradition mit moderner
Esskultur verlässlich, regional und zukunftssicher.
FOTO: PRIVAT
siert sich auf hohem Niveau. Der
Pro-Kopf-Verzehr sowie das
Bewusstsein für qualitativ hochwertige Lebensmittel zeigen
deutlich, dass Qualität vor Quantität geht. Eine Ausbildung im
Fleischerhandwerk bietet daher
auch in Zukunft beste Perspektiven und hohe Arbeitsplatzsicherheit.
Die Ansprüche der Verbraucherinnen und Verbraucher steigen stetig. Tierwohl, Regionalität
und Qualität sind zentralen Kri-
terien beim Einkauf. Fleischerhandwerklich arbeitende Betriebe
sind prädestiniert, genau hierauf
die passenden Antworten zu
geben.
In den meist familiengeführten Fleischereien ist der respektvolle Umgang mit Ressourcen
seit jeher Grundvoraussetzung
des täglichen Handelns. Die
benötigten Rohstoffe stammen
größtenteils direkt aus der
Region und die Tiere werden oft
von regionalen Landwirten
gehalten.
Ergänzend wächst die Nachfrage nach abwechslungsreichen,
fleischlosen Alternativprodukten.
Fleischerfachbetriebe erfüllen
diesen Kundenwunsch mit stetiger Sortimentserweiterung: In
vielen Fleischertheken finden
sich heute neben klassischen
Schweine- und Rindersteaks
sowie handwerklichen Bratwurst-Variationen auch hausgemachte vegetarische Grillalternativen, von Grill-Käse und Gemüse-Frikadellen bis hin zum
Gemüse-Spieß.
Die Betriebe der Fleischer-Innung Hildesheim-Alfeld sind
Markenbotschafter mit dem
F-Zeichen. Es verbindet im Fleischerhandwerk Tradition mit
moderner Esskultur, verlässlich,
regional und zukunftssicher.
Fleischer ist ein Beruf mit
Zukunft. Weitere Informationen
finden Interessierte im Internet
unter
www.fleischer-nord.de
oder sie schreiben eine E-Mail an
info@handwerk-hildesheim-alfeld.de.
Steinmetz
ein Handwerk mit Hand, Kopf und Gefühl
Kaum ein Werkstoff ist so
ursprünglich, individuell und
dauerhaft wie Naturstein. Über
Millionen von Jahren entstanden, erzählt jeder Stein seine
eigene Geschichte. Farbe, Struktur, Maserung und Charakter
sind von der Natur geschaffen
kein Stück gleicht exakt dem
anderen. Genau diese Einzigartigkeit macht für Maik Dreßler, Obermeister der Steinmetzund Steinbildhauer-Innung Hildesheim, einen besonderen Reiz
seines Handwerks aus. Wir
arbeiten mit einem Werkstoff,
den wir nicht künstlich herstellen können. Die Natur gibt uns
das Material vor unsere Auf-
gabe ist es, seine Besonderheiten
zu erkennen und daraus etwas
zu schaffen, das Menschen über
viele Jahre, manchmal sogar
über Generationen begleitet.
Dabei hat das moderne Steinmetzhandwerk längst nicht
mehr nur mit Hammer und Meißel zu tun. Heute treffen traditionelle handwerkliche Fähigkeiten auf digitale Planung,
moderne CNC-Technik und
computergesteuerte Bearbeitungsmaschinen. Trotzdem bleiben das Auge, das Gefühl für
Material und Proportionen und
vor allem die Erfahrung des
Menschen entscheidend. Das
Tätigkeitsfeld ist entsprechend
vielseitig. Steinmetze gestalten
individuelle Küchenarbeitsplatten und außergewöhnliche
Bäder, fertigen Treppen, Böden
und Fassaden, arbeiten in der
Denkmalpflege und Restaurierung und schaffen Grabmale als
ganz persönliche Zeichen der
Erinnerung.
Gerade diese Vielfalt macht
den Beruf besonders. An einem
Tag wird an einer modernen
Küche gearbeitet, am nächsten
an einem jahrhundertealten
Bauteil oder an einem individuell gestalteten Grabmal. Serienproduktion ist dabei selten das
Ziel. Gefragt sind individuelle
Lösungen für Menschen und
Gebäude.
Für mich liegt die Faszination darin, aus einem einzigartigen Rohmaterial gemeinsam mit
dem Kunden etwas ebenso Einzigartiges entstehen zu lassen,
sagt Maik Dreßler. Naturstein
hat Charakter. Man muss ihn
verstehen, seine Möglichkeiten
kennen und manchmal auch
akzeptieren, dass die Natur ihre
eigenen Vorstellungen hat.
Wer Steinmetz wird, braucht
deshalb Hand und Kopf gleichermaßen:
handwerkliches
Geschick, technisches Verständnis, räumliches Vorstellungsvermögen, Kreativität und die
Bereitschaft, Verantwortung für
die eigene Arbeit zu übernehmen. Und am Ende bleibt etwas
Sichtbares und Greifbares
zurück. Etwas, bei dem man
sagen kann: Das habe ich mit
meinen eigenen Händen und
meinem Können geschaffen. Das
Steinmetzhandwerk verbindet
damit etwas, das heute vielleicht
wertvoller ist denn je: jahrhundertealte Handwerkstradition,
einen der ältesten Werkstoffe
der Welt und die Möglichkeiten
modernster Technik.
Steinmetz ist deshalb weit
mehr als Steine klopfen es
ist die Kunst, aus einem einzigartigen Stück Natur etwas Bleibendes zu schaffen.
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